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      <DefaultText>Du siehst ein mit Gefallenen übersätes Schlachtfeld. Der Tod ist überall und der Klang von Metall auf Metall schallt über den blutigen Boden. Die Schreie der Verwundeten hängen in der Luft, ab und an unterbrochen von der Totenglocke des nächsten Gefallenen.

Dieser Mann ist auf der Flucht, aber vor was, das kannst du nicht sehen. Er schnappt angestrengt nach Luft und seine Augen sind aufgerissen und voller Angst. Beim Rennen kämpft er mit einem blutverspritzten Waffenrock. Er zieht an dem Stoff, als ob er seine Haut verbrennen würde, und seine Verzweiflung äußert sich in kurzen, quäkenden Lauten tief aus seinem Rachen. Sein Fuß bleibt an einem Arm hängen, der aus einem Leichenhaufen herausragt, um den er herumrennt. Er stürzt nach vorne, landet auf einem gefallenen Soldaten und schaut in dessen tote Augen. Als er zurückkrabbelt und versucht, sich von der Leiche wegzustoßen, wird das Quäken lauter. Seine Hand rutscht auf der vor Blut glitschigen Rüstung ab, er fällt zur Seite und landet auf seinem Rücken. Mit Wangen nass vor angsterfüllten Tränen beginnt er, seinen Kopf zu schütteln.

Er stemmt sich auf die Knie hoch und beobachtet das Feld mit aufgerissenen Augen so schnell atmend, dass er fast hyperventiliert. Er stolpert weiter und greift sich wieder mit den Händen an den Waffenrock, während seine Augen wild umherstreifen und das Gemetzel um ihn herum überschauen. Mit hektischen Fingern schafft er es endlich, sich den Waffenrock von der Brust zu reißen und ihn zu Boden zu werfen. Als er flieht, hallt ihm der Lärm der Schlacht noch immer in den Ohren wieder.</DefaultText>
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      <DefaultText>Du siehst diesen Mann, viel jünger, mit leerem Blick in den Augen und spitzen Lippen auf einem Stuhl sitzen. Du siehst, wie sich ein älterer Mann, der Vater des Knaben, schimpfend über ihn beugt und ihm ins Gesicht brüllt. Eine Frau sitzt mit gesenktem Kopf in einer Ecke des Raumes und sieht weg. Der junge Mann schaut nach oben und starrt seinem Vater in die Augen.

Diese Kühnheit scheint seinen Vater aus der Bahn zu werfen, da er zu brüllen aufhört. Dann aber wappnet sich sein Gesicht dagegen und er beginnt wieder zu schreien, wobei er dem jungen Mann mit der Hand auf den Hinterkopf schlägt. Der junge Mann lässt seinen Kopf fallen und umklammert seine Knie. Der Vater wendet sich ab und schnappt sich einen Schürhaken aus den Flammen der Feuerstelle. Er schaut zurück und gestikuliert mit dem Schürhaken, als wollte er damit einige Wörter betonen, dann drückt er dessen glühendes Ende gegen den Unterarm des jungen Mannes. In diesem Moment verändert sich etwas in dem jungen Mann: Er schnappt sich den Schürhaken und reißt ihn dem älteren Mann aus der Hand. Dann steht er auf, wirbelt herum und zerschlägt mit dem Feuerhaken den Stuhl, auf dem er gesessen war. Nun schwingt er den Schürhaken über seinen Kopf und auf den Kopf seines Vaters zu. Der Mann duckt sich und der Schürhaken schlägt gegen die entgegengesetzte Wand, wobei er mehrere kleine Objekte zerstört, die auf der Kaminverkleidung standen. Der junge Mann tritt von den Überresten seines Stuhls zurück und donnert den Schürhaken auf einen kleinen Tisch an der Wand, wodurch er ihn und die Vase auf ihm zertrümmert.

Er hält inne und holt tief Luft, als sich ihm eine Hand auf die Schulter legt. Er wirbelt herum und stößt mit dem Schürhaken zu, dessen Spitze immer noch vom Feuer glüht. Seine aufgerissenen Augen spiegeln sich in denen der Frau, die vor ihm steht, und aus deren Rücken nun der Schürhaken ragt. Seine Hände schnappen mit ausgebreiteten Fingern zurück in die Luft. Die Frau sinkt langsam in die Knie und kippt mit glasigen Augen zur Seite. Brüllend und mit fuchtelnden Händen eilt der Vater zur Frau hin, seiner Ehefrau. Er steht vor seinem Sohn und starrt ihn an, dann schlägt er ihm mit dem Handrücken so fest ins Gesicht, dass dessen Genick nach hinten schnalzt. Er deutet auf die Tür, wendet sich dann aber sofort von dem jungen Mann ab und fällt neben seiner am Boden liegenden Frau auf die Knie. Der Jugendliche schaut die beiden regungslos an. Der Vater knurrt etwas, was den Jüngeren aus seiner Trance reißt, und er sucht hastig das Weite.</DefaultText>
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      <DefaultText>Du siehst eine kleine Gruppe, die eine furchige Straße entlang auf einen dichten Wald zugeht. Dieser Mann geht neben ihnen und redet und scherzt mit ihnen, als sie Freunde fürs Leben wären. Obwohl er nach außen eher Oberflächlichkeit zur Schau stellt, verrät er seine fröhliche Fassade durch gelegentliche Seitenblicke zur dichten Baumgrenze.

Aus den Bäumen um sie herum dringt ein Geräusch zu ihnen, wie als wenn jemand einen Zweig zerbrechen würde. Der Mann hält seine Hand hoch, was die Reisenden zum Schweigen bringt, und zerstört damit die fröhliche Stimmung des Abends. Sie sehen sich mit besorgten Gesichtern um und rücken näher zusammen. Der Mann bedeutet der Gruppe, zu bleiben, wo sie sind, und geht in den Wald. Mehrere Sekunden des angestrengten Lauschens vergehen, während man sich einander nervös umklammert. Wieder hört man ein Rascheln, dieses Mal aber aus der Richtung, wo der Mann in den Wald gegangen ist. Aus der Baumgrenze nähert sich ihnen eine Gestalt, und die Gruppe entspannt sich sichtbar, als sie ihn sieht. Als die Gestalt der Gruppe nahe genug kommt, dass sie sein Gesicht erkennen können, stößt einer von ihnen einen erschrockenen Schrei aus, als ihnen klar wird, dass dies nicht ihr Freund ist.

Kaum hat der Schrei seinen Mund verlassen, kommt eine andere Gruppe mit gezogenen Waffen aus dem Wald und umzingelt die Reisenden. Da keiner von ihnen bewaffnet oder im Stande ist, zu kämpfen, werden sie schnell bezwungen, gefesselt und ihrer Wertsachen beraubt. Die Banditen verschwinden lachend wieder im Wald und lassen ihre Opfer auf der Straße zurück. Nachdem die Banditen wieder in die Sicherheit des Waldes zurückgekehrt sind, treffen sie sich mit dem Mann. Er spottet über die Leichtgläubigkeit von Leuten, die einem völlig Fremden vertrauen, wenn er ihnen nur eine Runde schmeißt.

Er nimmt sich seinen Teil der Beute und geht.</DefaultText>
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      <DefaultText>Du siehst eine felsige, mit Unkraut überwachsene Lichtung. Eine Seite wird von einer einstürzenden Mauer durchtrennt, und über der Lichtung berühren sich die Bäume, einen Großteil des Lichtes blockierend, das normalerweise den nahe der Mauer liegenden Körper beleuchten würde.

Der Körper gehört zu einem Elf, der mit dem Gesicht nach unten im Schmutz liegt. Seine Kleidung ist zerfetzt und lumpig. Er scheint von Blutergüssen übersät zu sein, und überall, wo seine Haut der Luft ausgesetzt ist, befinden sich Schnitte, Schürf- und Risswunden.

Der Elf zuckt und stößt einen gedämpften Schrei aus, der um seinen Kopf herum Staub aufwirbelt. Er beginnt zu stöhnen und scharrt mit den Händen im Boden, sich gegen etwas wehrend, das du nicht sehen kannst. Er atmet immer schneller und schneller, bis er fast hyperventiliert. Dann, noch ein Geräusch - ein verschluckter Schrei - und er reißt seine Augen auf.

Innerhalb eines Augenblicks springt er auf die Füße, geht in die Höhe und schaut sich mit wilden Augen um. Seine Atmung wird nicht langsamer, und bei jedem Ausatmen stöhnt er. Mit einem letzten Blick über seine Schulter rennt der Elf in den Schutz des Schattens der einstürzenden Mauer und verschwindet ganz in der Dunkelheit. _x000D_
Er blickt an sich herab und murmelt: "Wie kann jemand, der SO EINDEUTIG seine eigenen Viecher besteigt, deswegen so empfindlich reagieren?"</DefaultText>
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      <DefaultText>Auf dem moosbedeckten Boden siehst du einen umgestürzten Baumstamm liegen. Der Wald um dich herum ist ruhig und unberührt. Auf einem Ende des Baumstamms landet ein kleiner Vogel und wärmt sich in der Sonne.

Dieser Mann kommt schnell, aber nicht rennend aus den Bäumen. Er setzt seine Schritte mit bewusster Präzision und bewegt sich deshalb fast lautlos. Er springt auf den Baumstamm und rennt ihn entlang. Erst als er das Ende erreicht hat, flattert der Vogel panisch hoch, als hätte er ihn noch nicht bemerkt. Er springt vom Baumstamm und landet neben einem Baum, aus dem knapp über Hüfthöhe ein Ast herausragt. Er schnappt sich den Ast, zieht sich nach vorne und beschleunigt sich so kurzfristig.

Er erreicht den Waldrand, von wo aus er durch die Bäume nun Gebäude erkennen kann. Geräusche des Lebens klingen durch die Luft und bis an seine Ohren. Er beugt sich nach vorne, durchbricht so rennend die Baumgrenze und erreicht die dahinterliegende Straße. Er zieht sich kurz hoch und sieht sich um, wobei er vor Anstrengung schwer atmet. Er scheint nicht zu finden, wonach er gesucht hat, und geht zu einem Haus in der Nähe, um sich anzulehnen.

Nachdem mehrere Minuten vergangen sind, stößt er sich von der Wand ab und geht auf die Straße, wo eine schwer atmende und kopfschüttelnde Gestalt angerannt kommt. Er informiert die Gestalt, dass sie sich noch mehr anstrengen müsse, wenn sie ihn schlagen wolle. Er legt dem anderen Mann einen Arm um die Schulter und erinnert ihn daran, dass der Wetteinsatz ein Met gewesen sei, und dass es an der Zeit sei, die Schuld zu begleichen.</DefaultText>
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      <DefaultText>Du siehst einen aufwändig dekorierten Raum, dessen Wandteppiche und kunstvolle Öllampen für eine warme, entspannte Atmosphäre sorgen. Außerdem gibt es dort mehrere mit Seidenkissen überfüllte Sofas und in der Mitte des Raumes einen eleganten Tisch. Diese Frau sitzt am Tisch einer anderen Frau gegenüber. Sie sind beide gut angezogen, und ihr Stil passt zum Raum, in dem sie sich befinden. Die Haare der anderen Frau sind im krassen Gegensatz zu den schwarzen Haaren dieser Frau blond, außerdem auf dramatische Weise hochgekämmt. Die Frauen unterhalten sich fröhlich und ungezwungen, offensichtlich kennen sie einander.

Obwohl sie beide sich in der Gegenwart der anderen wohl zu fühlen scheinen, begleitet eine merkwürdige Nervosität die Bewegungen der blonden Frau. Ab und zu verrät sie sich durch ein leichtes Kichern oder Stottern und stolpert beim Sprechen über einfache Wörter. Ihr Gebaren wechselt ohne jede Vorwarnung zwischen freundlich und schüchtern hin und her.

Diese Frau lehnt sich etwas in ihrem Stuhl zurück und streckt sich. Nachdem sie damit fertig ist, legt sie ihre Hand neben die Hand der anderen Frau und lässt ihre Finger fast unmerklich ineinandergreifen. Die zweite Frau hört mitten im Satz zu sprechen auf, atmet deutlich ein und wird rot. Ihre Hand aber bewegt sie nicht weg. Diese Frau lächelt, bewegt ihre Hand noch weiter über die andere, und hält sie. Dann steht sie auf und geht um den Tisch herum auf die blonde Frau zu, auf deren Gesicht Schrecken und Lust im Streit stehen.

Während der Farbton ihres roten Gesichts immer tiefer wird, kichert sie, zieht ihre Hand unter der anderen Hand hervor und führt sie zum Mund. Diese Frau hält inne und schaut mit funkelnden Augen zu ihr hinunter. Sie greift in die Haare der Blonden und zieht etwas heraus, was ihr die Haare über die Schultern fallen lässt. Dann beugt sie sich nach vorne, streift mit ihren Lippen leicht über die Wangen der blonden Frau und bringt ihren Mund auf ihrem Ohr zur Ruhe. Während sie flüstert, gleitet ihre Hand geschmeidig am Körper der anderen Frau zu deren Taille hinab. Die Blonde erschaudert und lehnt sich mit geschlossenen Augen in die Hand hinein und presst ihre Wange gegen die Lippen, die ihr noch immer ins Ohr flüstern. Geschickt entfernt diese Frau einen kleinen Beutel vom Gürtel der anderen Frau und bringt ihn unter ihrem Umhang im Kreuz in Sicherheit. Stetig lächelnd küsst sie die andere Frau dann sanft auf die Wange und richtet sich wieder auf.</DefaultText>
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      <DefaultText>Du siehst vier flackernde Fackeln, die einzigen Lichtquellen, die sich auf vier angespannten Gesichtern reflektieren. Während sie über ihre Route streiten, werden barsche Worte ausgetauscht. Manche möchten zurückkehren, manche weitergehen. Schritt für Schritt gehen sie mit zusammengedrückten Nasen und wachen Augen vorsichtig durch die feuchtkalte Höhle. Eine von ihnen, eine geisterhafte Elfe, wird durch eine unerkannte Falle plötzlich mit einem Knall in die Luft gerissen und wieder zu Boden geworfen.

Die Gruppe ist nun umzingelt und Skeletthände greifen aus dem Grab nach den lebenden Eindringlingen in ihrer Mitte. Die Gruppe stürzt zu ihren Waffen, aber es ist schon zu spät - die Skelette haben sie bereits erreicht.

Die gestürzte Elfe reißt ihre Augen auf. Einer ihrer Gefährten fällt und steht kurz davor, von einem uralten Speer aufgespießt zu werden. Adrenalin schießt durch ihren Körper und sie schnellt nach oben, wobei sie sich schneller bewegt, als es jemandem, der gerade noch bewusstlos war, möglich sein sollte. Mit Augen weiß vor Angst beschwört sie eine Feuerwand, steckt die Skelette in Brand und verschafft der Gruppe damit eine Verschnaufpause. Sie atmen schwer und sehen, wie der Korridor in ein flackerndes Orange getaucht wird. Sie machen ihre Waffen fertig. Dieses Mal sind sie kampfbereit, und wenige Minuten später gehen die Skelette erneut zu Boden.</DefaultText>
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      <DefaultText>Du siehst eine Gruppe Abenteurer, die in einer feuchtkalten Höhle gegen mehrere Xaurips kämpfen. Ein Kämpfer und ein Barbar halten die Frontreihe, ein Druide bereitet im Hintergrund einen Zauber vor, und ein Dieb schleicht sich langsam hinter die Kreaturen. Dieser Zwerg steht hinter ihnen allen und tanzt quasi vor Aufregung. Er scheint große Freude an dem Kampf zu finden und beobachtet ihn mit scharfen Augen.



Nun taucht ein großer Xaurip mit Speeren in beiden Händen im Geschehen auf - ein Häuptling - und der Zwerg gackert vor Freude. "Für dich!" Er streckt eine Hand mit der Handfläche nach unten hoch und zieht mit der anderen Hand ein Buch hervor, das er unter die ausgestreckte Hand hält. Er spricht ein paar mächtige Worte und führt dann eine Wurfbewegung aus. Drei knisternde Energiebälle fliegen aus seiner gewölbten Hand und zischen zielsicher auf den Xaurip zu. Der Xaurip kreischt vor Schmerzen und schaut zum Ursprung des Angriffs, als er von der knisternden Energie getroffen wird. Der Zwerg winkt ihm zu und tänzelt hinter den riesigen Körper des Barbaren zurück.



Der Zwerg bezieht wieder Stellung - Hand ausgestreckt, das Buch darunter gehalten - und beginnt erneut zu singen, wobei er mit seiner freien Hand komplizierte Bewegungen ausführt. Er behält den Schurken im Auge, der sich angriffsbereit von hinten an den Häuptling heranschleicht. Während er auf den perfekten Augenblick wartet, schimmert seine Hand und sein Gesang verlangsamt sich. Der Dieb wirft dem Häuptling seinen Dolch in den Rücken, worauf dieser einen gurgelnden, halb erstickten Schrei ausstößt und nach vorne zu fallen beginnt.



"Jetzt!", schreit der Zwerg, und streckt seine Hand mit der Handfläche nach vorne von sich. Der Barbar und der Krieger lassen sich auf den Rücken fallen und entfernen sich per Rückwärtsrolle aus der Frontreihe - die Schläge der verwirrten Xaurip dort gehen ins Leere. Der Dieb springt auf und rennt im Versuch, so weit wie möglich von dem großen Feuerball wegzukommen, der auf den fallenden Häuptling zufliegt, zum entgegengesetzten Ende der Höhle.



Der Zwerg wirft überglücklich seinen Kopf in den Nacken, sein Lachen kann man trotz der Explosion und der Flammen gut hören.</DefaultText>
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      <DefaultText>Du siehst einen jungen Mann mit beeindruckt glänzenden Augen einem Pferdedieb zwischen Holzlatten hindurch nachspähen. Der Dieb geht mit den Pferden an der Hand hinaus, als würde ihm der Stall gehören, und zwinkert ihm zu, Der junge Mann beantwortet das Zwinkern mit einem Nicken und lautlosem Applaus.

Er schleicht um die andere Seite der Scheune, zwängt sich durch einen Spalt und bindet drei andere Pferde los. Während er seinen neuen Schützlingen gut zuredet, bilden sich ihm neue Ideen im Munde. Das triumphierende Grinsen seines neuen Gefährten teilend reitet er mit ihm von dannen.</DefaultText>
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      <DefaultText>Du siehst eine feste Hand mit präziser Schrift und kleinen, aber deutlich erkennbaren Bildern von einer uralten, aber überraschend robust aussehenden Schriftrolle abschreiben. Der Mönch sucht nach etwas und fährt mit seinen Fingern vorsichtig über Seite um Seite. Die Schrift der uralten Schriftrolle ist fast nicht mehr zu erkennen, aber er gibt nicht auf und kritzelt seitenweise Notizen, mit denen er den Inhalt des Buches in eine verständlichere Form bringt. Plötzlich beginnt er mit wilden Augen hastig zu kritzeln, seine Feder fliegt nur so über die mit frischer Tinte bespritzte Seite. Mit einem Ruck stößt er sich vom Schreibtisch hoch und schlägt mit breitem Grinsen den alten Wälzer zu, was mehrere Staubwolken durch den Raum schickt.

Das Geschriebene unter dem Arm und mit einem neuen Abenteuer im Sinn eilt er zum Ausgang.</DefaultText>
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      <DefaultText>Du siehst eine schlammgetränkte Lichtung, Regen fällt in dicken Tropfen zu Boden. Dieser Mann liegt im Matsch auf dem Rücken. Mit den Händen hält er das Maul eines riesigen Stelgaer offen, der über ihm steht, die Vorderpfoten auf seiner Brust. Der schwere Regen fällt auf sie herab, sein Plätschern klingt wie die Gegenstimme zu dem Stöhnen und Ächzen der Kämpfer. Der Boden um sie herum ist voller toter Stelgaer - und dem Mann ist anzusehen, dass er eine schwierige Schlacht hinter sich hat. Seine Kleider sind zerrissen und hängen an manchen Stellen nur noch in Fetzen an ihm herab. Bisse und Kratzer bedecken seine Arme und Beine. Eine riesige Wunde klafft auf seiner Stirn. Blut und Wasser laufen über sein Gesicht und tropfen in den Schlamm. Der Mann muss all seine Kraft aufbringen, um die Bestie daran zu hindern, zuzubeißen._x000D_

Er sieht sich panisch um, bis sein Blick schließlich auf einer großen Axt zu ruhen kommt, die gerade noch in seiner Reichweite hinter seinem Kopf liegt und langsam mit Schlamm und braunem Wasser bedeckt wird. Er blickt den Stelgaer an und dann wieder zurück zu seiner Axt, mit einem Ausdruck der grimmigen Entschlossenheit auf dem Gesicht. Seine Arme zittern und er scheint die Bestie nicht mehr lange zurückhalten zu können. Er atmet tief ein, umschließt den Unterkiefer des Stelgaers mit seiner rechten Hand und lässt mit seiner Linken den Kopf des Monsters los. Das Maul des Stelgaers schnappt nach seiner rechten Hand, während seine linke über seinen Kopf schnellt und den Schaft der Axt ergreift. Der Stelgaer mahlt seine Zähne und reißt den Kopf nach unten, um sich aus dem Griff des Mannes zu befreien. Blut tropft aus seinem Maul auf das Gesicht des Mannes. Mit einem Grunzen, das schnell zu einem Schmerzensschrei wird, zieht der Mann seine rechte Hand nach unten, bringt den Kopf der Bestie näher zu sich heran und schwingt dabei die Axt durch die Luft. Die Klinge der Waffe bohrt sich in den Hals des Stelgaers und er jault auf. Sein Maul öffnet sich, als er versucht, rückwärts von dem Mann zu springen.

Ehe seine verstümmelte Hand den Halt verliert, zieht und reißt der Mann so sehr er nur kann, um die Bestie zu Boden zu zwingen. Er nutzt den Widerstand des Stelgaers, um sich in eine sitzende Position zu ziehen. Er lässt die Axt erneut auf den Hals des Stelgaers niedersausen. Und erneut. Und ein letztes Mal, als sich der Kopf der Bestie und seine Hand gleichzeitig lösen. Der Kopf fliegt davon und er bewegt seine Hand hinter seinen Rücken, um sich zu abzufangen - denn er stürzt. Als seine Hand auf dem Boden aufkommt und sein ganzes Gewicht darauf landet, schreit er erneut vor Schmerzen auf. Schwer atmend hebt er seine nun verstümmelte Hand, um den Schaden zu begutachten. Der kleine Finger ist fort, irgendwo im Schlamm verloren. Die zwei Finger daneben sind krumm, gebrochen und zerfetzt. Sie sind nur noch durch dünne Fleischfäden mit seiner Hand verbunden. Er seufzt und ergreift die beiden herabbaumelnden Finger mit seiner linken Hand.

Er beißt die Zähne zusammen ... und zieht.</DefaultText>
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      <DefaultText>Du siehst eine junge Frau vor dem Hintergrund einer weitläufigen Grasebene stehen. Im Mondlicht scheint ihr Gesicht ganz aus Silber und Schatten zu bestehen, und sie schaut auf das Holzfloß zu ihren Füßen hinab.

Eine ältere Frau liegt auf dem Floß, ihre Arme im Tod über der Brust verschränkt und Augen geschlossen. Ihr Gesicht ist ebenso dunkelgrau wie das der jüngeren Frau, und ihr Kopf weist dieselben gekrümmten Knochenvorsprünge auf, aber mehr Ähnlichkeiten gibt es nicht.

Die jüngere Frau nimmt der älteren einen Anhänger vom Hals und legt ihn sich selbst an. Das Platinmedaillon zeigt einen Sichelmond, der in einer krausen Welle versinkt, das Symbol der Göttin Ondra.

Die junge Frau schiebt das Floß vom grasbewachsenen Strand in die Flut. In der Brandung stehend beobachtet sie, wie es abtreibt, während ihr eine silbrige Träne die Wange hinabrollt.</DefaultText>
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      <DefaultText>Du siehst, wie sich ein auf einen Holztisch gebundener junger Mann krümmt und schreit. Über ihm knistert es aus einer Maschine, und winzige Blitze liebkosen seinen ausgemergelten Körper. Um ihn herum singen drei Magier, die mit weißen Augen ihre Hände zur Segnung ihres gequälten Opfers erhoben haben. Du weißt nicht, wie lange das alles dauert, bis das Schreien durch schmerzerfülltes Schluchzen ersetzt wird und schließlich Stille herrscht. Eine silberhaarige Frau betritt den Raum, küsst ihn auf die Stirn und beruhigt ihn mit mütterlichen schmeichelnden Händen. Er verstummt - das Schreien hat ihm die Stimme geraubt - und wartet auf einen Tod, den er niemals sehen wird.</DefaultText>
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      <DefaultText>Du siehst eine dunkle Gestalt, die schnell in einem Raum herumgeht, sich Gegenstände schnappt und sie in einen Sack steckt. Der Raum ist völlig in Unordnung. Diese Elfe liegt mitten im Raum auf dem Boden. Sie röchelt flach und ruckartig, ihr Gesicht ist nass vor Tränen. Das Geräusch auf der entgegengesetzten Seite des Raumes zieht ihre Aufmerksamkeit auf sich und sie neigt ihren Kopf leicht zur Seite. Sie beobachtet die Gestalt, wie sie sich im Raum bewegt und alle Wertsachen aus einer Truhe nimmt.

Langsam hebt sie ihre Hände von ihrem Bauch hoch und bringt sie vor ihr Gesicht. Ihr Kopf zittert schwach, als sie ihn zurückbewegt, um ihre mit eigenem Blut bedeckten Finger zu betrachten. Ihre Atmung wird wieder ruckartig und sie stößt ein leises Wimmern aus. Die dunkle Gestalt stoppt ihre Suche, dreht sich zu ihr herum und zischt ihr etwas entgegen.

Dann geht sie zu der Elfe zurück, und als sie über ihr steht, schaut sie nach unten, als ob sie vollkommen vergessen hätte, dass sie dort liegt, bis sie ein Geräusch von sich gibt. Er kniet sich neben sie hin, starrt in ihre unkoordinierten Augen und streckt eine Hand zu ihrem Bauch aus. Wortlos, und ohne den Blickkontakt zu verlieren, stößt er zwei Finger in die klaffende Wunde in ihrem Unterleib. Mit schmerzverzerrter Grimasse reißt sie ihren Mund zu einem stillen Schrei auf. Einen Augenblick später erschlafft ihr ganzer Körper, als sie dem Schmerz nachgibt und ohnmächtig wird. Die Gestalt steht auf, starrt sie ein letztes Mal an ... und spuckt auf sie, bevor sie geht.</DefaultText>
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      <DefaultText>Du siehst eine kleine Gestalt durch das Heu in einer alten Scheune schleichen. Im Mondschein durch die geborstenen Latten glänzt das Messer silbern. Als sich die Gestalt den Pferden nähert, scharren sie ängstlich mit den Hufen und schnauben. Er beschwichtigt sie, schneidet mit einer schnellen Bewegung drei Lederriemen durch und führt die panischen Pferde an der Hand mit zielbewusstem Schritt durch die Vordertür. Er zwinkert in den Schatten, geht um eine Ecke und ist verschwunden. Als man seinen Diebstahl bemerkt, hat er schon einen halben Tagesritt zurückgelegt._x000D_</DefaultText>
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      <DefaultText>Du siehst einen Mann, der an einem Stand am Rand eines belebten Markts einige Waren durchstöbert. Diese Elfe steht neben einem Gebäude in der Nähe und schaut vermeintlich in die Ferne. Obwohl sie dem Anschein nach ruhig oder gar lässig ist, nimmt sie ihre Augen niemals von dem Mann auf der ihr gegenüberliegenden Straßenseite. Ihr Blick wankt nicht, weicht nicht von ihm. Er ist mit dem Stöbern fertig und schlendert die Straße entlang, wobei er immer hin und her schaut. Sie stößt sich erst von der Wand ab und folgt ihm, als er schon fast in der Menge verschwunden ist. Sie bleibt stets in Blickkontakt, kommt ihm aber niemals nahe genug, um selbst gesehen zu werden._x000D_

Schließlich biegt er in eine Nebenstraße ab und geht auf ein stattliches Haus mit einem Privateingang zu. Sie nähert sich ihm vorsichtig und beobachtet ihn, wie er eine Reihe geheimnisvoller Schlösser in der Tür öffnet. Als er damit fertig ist und die Tür aufschwingt, geht sie auf ihn zu. Er hört sie und dreht sich zu ihr um. Sie sieht ihn direkt an und in ihren Augen leuchtet ein kaum wahrnehmbarer Blitz auf, der den Mann wie angewurzelt und mit glasigen Augen dastehen lässt.

Sie lächelt, streckt ihre Hand zum Gruß aus und schaut ins Haus hinein. Wie in Trance und mit leerem, abwesenden Gesichtsausdruck ergreift er ihre Hand. "Ich kann es gar nicht erwarten, all die Sachen zu sehen, die du mir geben wirst", sagt sie im Plauderton, während sie ihn ins Haus führt und über ihre Schulter blickt, dass sie auch ja niemand beobachtet.</DefaultText>
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      <DefaultText>Du siehst den Bug eines Schiffes durch das Deck eines vailianischen Gewürzschiffes pflügen, was zu splitterndem Holz und allgemeiner Panik führt. Die Piraten, ein grober, brutaler Haufen mit goldenen Ohrringen, entern das Schiff fast schneller, als man schreien kann. Als der wettergegerbte Kapitän das Deck betritt, wird die Besatzung über Bord geworfen, geschubst und geschlagen. Die Jagd beginnt sofort, da das Wasser anfängt, das angeschlagene Handelsschiff für sich zu beanspruchen. Die größeren Frachtkisten werden zugunsten der kleineren, filigraneren Kisten und Gefäße ignoriert. Der Kapitän, dem das Wasser schon um die Knöchel wirbelt, wartet an Deck, bis der letzte seiner Mannen mit seiner Beute wieder an Bord ihres Schiffes ist. Nachdem er sie alle abgezählt hat, rennt er auf die Reling zu und wuchtet sich an Bord seines Schiffes, als der Ozean den Rest des Handelsschiffes verschlingt. Die Besatzung applaudiert und bricht in raues Jubeln und Gelächter aus, als sie damit beginnen, die wertvollen vailianischen Gewürze durchzugehen. Auf der Fancington wird heute Abend gut gegessen.</DefaultText>
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      <DefaultText>Du siehst diesen Orlaner, wie er vorsichtig einen Steinkorridor entlanggeht. Mit seinen weit aufgerissenen Augen blickt er ständig über seine Schulter und jedes Geräusch erschreckt ihn. Er scheint für ein Abenteuer gerüstet, aber seine Rüstung sitzt schlecht und sein Rucksack will einfach nicht auf seinem Rücken bleiben. Als er ein weiteres Geräusch hinter sich hört, wirbelt er herum und späht in die Dunkelheit, um den Ursprung des Geräuschs zu ermitteln. Mehrere Sekunden lang steht er seinen Atem anhaltend so da.

Als nichts geschieht, stößt er einen erleichterten Seufzer aus und dreht sich zum Weitergehen um. Sein Rucksack rutscht ihm über die Schulter, Kochutensilien fallen heraus und veranstalten auf dem Boden des stillen Korridors ein klapperndes Getöse. Er bleibt wie angewurzelt stehen und lauscht der Grabesstille nach seinem Mißgeschick. Von hinten hört er dröhnende Schritte herannahen. Er kreischt leicht und rennt vor der Kreatur weg, wobei er seine auf dem Boden verstreute Ausrüstung noch mehr zum Klappern bringt. Die Schritte werden schneller, was der Orlaner mit einem erneuten Kreischen quittiert, als er den Korridor entlang rennt. Als er hinter sich ein kehliges Knurren hört, dreht er sich um und sieht einen Oger aus der Dunkelheit kommen. Sein Kreischen wird zum Schrei, als er seinen Kopf senkt und zu rennen beginnt. Der Oger tritt auf die verstreute Ausrüstung des Orlaners und brüllt vor Schmerzen, gerät völlig außer Tritt und schaut beim Weiterhumpeln auf seinen Fuß hinunter. Voller Panik übersieht der Orlaner einen über den Korridor gespannten Stolperdraht. Der Draht zieht ihm die Füße weg, worauf er stürzt, noch ein bisschen weiterrollt und schließlich auf dem Rücken liegenbleibt. Er hebt seinen Kopf leicht an und schaut den Korridor hinunter. Der Oger ist wieder in Gang gekommen und rennt mit ausgestreckten Händen auf ihn zu. Weder Orlaner noch Oger haben die Streitaxt gesehen, die, versehentlich ausgelöst vom Orlaner, in tödlichem Bogen auf sie zuschwingt.

Die Axt vergräbt sich in das Gesicht des Ogers und stoppt ihn mit ausgestreckten Händen auf der Stelle, während ihm sein Blut in einer Bahn das Gesicht hinunter auf den Boden tropft. Der Orlaner sieht mit weit aufgerissenen Augen zu, wie der Körper des Ogers schlaff wird und sich durch sein Gewicht mit einem nassen, saugenden Geräusch von der Axt löst. Als der Körper fällt und dem Orlaner ein letztes Kreischen entlockt, flitzt er nach hinten, um nicht vom Haupt des fallenden Ogers erschlagen zu werden. Nachdem er das gerade Geschehene einige Augenblicke lang verarbeitet hat, klettert der Orlaner schnell über die Ogerleiche und rennt den Korridor entlang auf den Ausgang zu.</DefaultText>
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      <ID>18</ID>
      <DefaultText>Du siehst zwei Männer langsam einen Steinkorridor hinablaufen. Sie bewegen sich vorsichtig und sehen sich häufig um. Der eine, ein Menschenmann, bleibt stehen und bringt ein Stück Pergament näher an seinen mit einem Lichtzauber belegten Helm, um es lesen zu können. Währenddessen geht der andere weiter und blickt über seine Schulter. Der erste Mann schaut mitten in einem Satz von seinem Pergament auf und hält inne, wobei sich sein Gesichtsausdruck von vorsichtig zu ängstlich ändert. Er will noch eine Warnung rufen, aber dafür ist es schon zu spät. Der Xaurip, der aus der Dunkelheit vor ihnen erschienen ist, stürzt nach vorne und stößt dem anderen Mann sein kleines Schwert in den Bauch. Daraufhin kreischt er, offenbar von dem Geschehenen angewidert, und zieht sich schnell wieder zurück, nur das aus dem Bauch des Mannes ragende Schwert bleibt da.

Als er nach vorne springt, um seinen stürzenden Freund aufzufangen, fällt ihm das Pergament aus den Händen. Die Wunde ist nicht besonders schlimm, anscheinend ist die Klinge nicht besonders tief in ihn eingedrungen. Der Mann richtet seine Aufmerksamkeit wieder auf den Korridor und sucht nach Bewegungen. Da nichts mehr aus der Dunkelheit herausgestürzt kommt, steht er auf und schreitet den Korridor mit fest entschlossenem Gesicht, kampfbereitem Schwert und erhobenem Schild entlang. Der Korridor wird nun breiter, und als er weitergeht, hört er von der entgegengesetzten Seite des Raumes ein wimmerndes Jaulen. Er wird langsamer und bewegt sich langsam auf das Geräusch zu.

Das Licht gibt den Blick auf einen Xaurip frei, der vor der Wand steht und einen kleineren Xaurip hinter sich mit einem Arm festhält. Der größere Xaurip hat sich zwischen ihn und den kleineren gestellt und versucht, das Kind mit seinem Körper abzuschirmen. Als er seinen Schild senkt und das Schwert in die Scheide steckt, weicht die Entschlossenheit aus seinem Gesicht. Er hebt seine Hände hoch, zieht sich langsam zurück und lässt den Xaurip mit seinem Jungen in Frieden. Als sich der Raum wieder zum Korridor verengt, bleibt er stehen. Er greift in seinen Beutel, holt einige Essensrationen heraus und stellt sie auf den Boden, bevor er zu seinem Freund zurückkehrt.</DefaultText>
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      <ID>19</ID>
      <DefaultText>Du siehst drei Menschenknaben über eine Stadtstraße gehen, wobei sie einander schubsen und Späße machen. Sie bleiben stehen, einer von ihnen deutet die Straße hinunter, und sie sehen einander an.

Das Ziel ihrer Aufmerksamkeit ist diese Orlanerin, obwohl sie jünger und kleiner ist. Sie geht mit einigen Münzen, die sie zwischen ihren Händen hin und her wirft, auf den Marktplatz zu. Die Knaben bewegen sich schnell und gehen durch die Menge um sie herum, bis sie alle drei in einer Linie vor ihr stehen und sie in eine dunkle Ecke abseits der Hauptstraße drängen.

Die Knaben verspotten sie, beschuldigen sie, die Münzen gestohlen zu haben, ignorieren ihre Unschuldsbeteuerungen. Sie bedrohen sie, sagen ihr, sie würden sie wegen Diebstahls der Stadtwache übergeben, wenn sie ihnen nicht die Münzen aushändigt, da sie mindestens drei Unglücklichen damit helfen könnten. Einer der Knaben greift nach den Münzen, sie aber zieht ihre Hand zurück. Er gibt ihrem Kopf seitlich einen Klaps, packt ihre Faust und zwingt sie auf, woraufhin ihm die Münzen auf die Handfläche purzeln. Die Knaben lachen, danken ihr für ihre Hilfe und verschwinden dann in der Menge.

Die Orlanerin sieht sich weinend um. Sie erspäht ein Mitglied der Stadtwache, rennt zu ihm hinüber und sagt ihm, dass sie gerade beraubt wurde. Den Wachmann kümmert das nicht sonderlich. Hälfe er ihr, meint er, würde sie es beim nächsten Mal nur wieder geschehen lassen. Sie protestiert und sagt, es wäre seine Aufgabe, ihr zu helfen, der Wachmann aber rührt sich nicht vom Fleck.

Sie starrt ihn einige Zeit lang mit brennender Wut hinter ihren kleinen Augen an. Ohne ein weiteres Wort zu sagen dreht sie sich um und stürmt mit entschlossenem Gesicht davon.</DefaultText>
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      <ID>20</ID>
      <DefaultText>Du siehst, wie ein Schiff auf den Wellen des stürmenden Meers hin und her geworfen wird. Sie heben und senken sich, wobei sie das Schiff mit sich reißen, als wäre es ein Spielzeug. Dieser Mann steht am Steuer des Schiffes, während das Wasser um ihn herumpeitscht. Die Besatzung versucht hektisch, das Chaos unter Kontrolle zu bringen. Er bellt ihnen seine Befehle zu, bedeutet ihnen, wo sie hingehen müssen und gibt jedem von ihnen eine Aufgabe. Obwohl die Männer sichtlich verzweifelt sind, scheinen sie sich zu beruhigen, als sie ihre Befehle erhalten.

Er befiehlt dem Steuermann, wieder das Steuer zu übernehmen und eilt einem Besatzungsmitglied zu Hilfe, das mit einem Seil kämpft, welches mit einem der Segel verbunden ist. Das Schiff überwindet eine Welle, wobei es zuerst vertikal nach oben und dann sofort wieder in die andere Richtung geht. Als das Schiff durchgeschüttelt wird, verlieren mehrere Besatzungsmitglieder das Gleichgewicht.

Nachdem die Welle überwunden und das Schiff wieder relativ normal ausgerichtet ist, prüft der Mann schnell die Lage an Deck und zählt still seine Mannen durch. Dieses Mal hat er zum Glück keinen von ihnen verloren. Er schaut in ihre Fahrtrichtung, sieht aber keine Verschnaufpause vom Sturm kommen. Mit kantigem Kiefer und steifer Oberlippe übernimmt er abermals das Steuer.</DefaultText>
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      <ID>21</ID>
      <DefaultText>Du siehst diesen Mann mitten im Wald mit dem Rücken an einem Baum lehnen. Er hat seinen Kopf gedreht und lauscht angestrengt. Er dreht seinen Kopf auf die andere Seite und rutscht den Baum langsam hinunter, bis er in der Hocke ist. Er bewegt sich langsam nach vorne und bleibt dabei im Schatten. Mit leisen Schritten platziert er seine Füße vorsichtig zwischen Zweige und Blätter.

Der Widerhall eines Grunzens stört den ruhigen Morgen, als schlurfende Schritte raschelnd auf ihn zukommen. Er reckt seinen Kopf um einen Baumstamm herum und erspäht sein Ziel. Er schiebt sich langsam um dem Baum herum, wobei er ihn zwischen sich und seinem Opfer behält. Das Schlurfen kommt näher, und das Grunzen wird nun von einem nassen Schnüffeln begleitet.

Er stemmt sich gegen den Baum und hält wartend seine Position. Dann stößt er sich mit fast übernatürlicher Anmut vom Baum ab und schwingt rechts um ihn herum, wobei er den Stamm praktisch schwebend entlang läuft. Er landet direkt vor dem Eber, der auf der Lichtung herumwühlt, und zieht ihm sein Messer blitzschnell über den Hals. Bevor das erschrockene Tier überhaupt reagieren kann, springt er ihm auf den Rücken, presst ihm seine Knie in die Seiten und krallt sich am Genick im Fell fest. Das Biest beginnt zu bocken und versucht, vor seinem Angreifer zu flüchten, aber der Mann hält sich einfach fest und wartet auf der Unvermeidbare. genießt den Nervenkitzel eines schwer verdienten Festessens und überlegt sich, welche Kräuter die natürlichen Geschmäcker des Eberfleisches wohl am besten herausbringen werden.

Nach Sekunden ist der Kampf vorbei und der Nervenkitzel verschwunden - übrig bleibt nur das stumpfe Verlangen, das ihn überhaupt erst hierher gebracht hatte. Dieses Mal hat es ihn noch schneller verlassen als letztes Mal, und er überlegt sich schon, wie er diese Erfahrung noch überbieten könnte.</DefaultText>
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      <ID>22</ID>
      <DefaultText>Du siehst, wie ein vollkommen erschöpfter Mann langsam die Tür zu einem Haus öffnet. Er geht rein, schnürt seine Stiefel auf und reibt sich die Schläfen. Ein faltiges Lächeln erhellt sein Gesicht, während er in eine weiträumige Küche geht. Er ruft nach jemandem, während er sich eine Scheibe Brot abschneidet. Das Haus knirscht sanft als Antwort. Er schürzt die Lippen und schreitet aus der Küche in einen großen Raum mit einer Treppe. Während er langsam kaut, nimmt er jede Stufe einzeln und ruft erneut. Keine Antwort. Sein Körper erstarrt einen Moment, als er im oberen Stockwerk einen Raum betritt, in dessen Bett nichts außer ein Haufen von verblasstem Filzspielzeug liegt. Er bewegt sich schneller und sieht in jedem Raum nach, während seine Rufe immer dringlicher werden. Keine Antwort. Alle Zeichen von Ermüdung sind verflogen und werden von aufkommender Panik verscheucht. Er sieht in Schränken und im Bad nach, überall, wo ein Kind sich verstecken könnte. Nichts. Dann – ein Brief, neben der Tür, zu der er reingekommen war, mit einem merkwürdigen Symbol auf dem Wachssiegel. Eines, das er schon einmal gesehen hat.

Er fällt in sich zusammen, die Schultern zitternd an die harte Wand gelehnt. Niemand sieht ihn weinen.</DefaultText>
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      <ID>23</ID>
      <DefaultText>Du siehst, wie dem Mann und auch der Frau, die noch jünger ist als er, ein Grinsen übers Gesicht wandert. Im Schein des Talglichts kommt sie ihm selbstsicher und langsam näher. Sie kostet die Erwartung auf seiner Zunge und das Verlangen auf der ihren. 
 
Die Kerze tropft und schickt gelbbraunes Licht über seine facettenreichen Augen. Sie lehnt sich zurück und ist sich seiner leuchtenden Hörner und seiner staubigen blauen Haut nun allzu gut bewusst. Seine Andersartigkeit verschlägt ihr den Atem - ob aus Faszination oder Entsetzen ist nicht zu erkennen. Er streckt eine Hand aus und fährt ihr den Kiefer entlang. Zischendes Flüstern schlängelt sich durch die Luft, verlockend, schmeichelnd. Irgendetwas in ihr bricht, und als er seine Zunge ausstreckt, um ihren Hals nach oben zu lecken, verschwindet sein Grinsen. Eine Haaresbreite von ihrer Haut entfernt aber hält er inne.
 
"Die Sache, über die wir gesprochen hatten ... dein Mann-"

"Ich sollte es nicht tun. Es würde ihn ruinieren." Ein schwacher Protest.

Der Mann wedelt ihr mit dem Zeigefinger vor dem Gesicht, bringt sie verspielt zum Schweigen und fährt ihr mit dem Finger in gerade Linie den Oberkörper hinab, worauf sie sich windet. Sein Finger kommt kurz vor einer delikaten Stelle zum Stillstand. Sie schnappt nach Luft.

"Das ist nicht fair! Das- das ist ja Betrug!" Sie schmollt wie ein Kind.

"Nicht, wenn wir die Regeln machen." Der Mann zwinkert, und sein Finger setzt seinen Weg fort.</DefaultText>
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      <ID>24</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen Mann durch die Luft segeln und mit einem widerlichen Knacken gegen eine Wand in der Nähe knallen. Er steht nicht mehr auf. Sein Gegner, ein kräftiger, gut aussehender Krieger mit einem raubtierhaften Grinsen, dreht sich um und treibt seine Faust einem anderen Angreifer in den Bauch und entfernt ihn so aus der spontanen Schlägerei. Die Schänke ist zu einem Wirbelwind aus Ellbogen, Knien, Fäusten und Füßen geworden, und kein Ende ist in Sicht. Er fühlt sich ganz in seinem Element.



In der Ecke flüstern drei schmächtigere Männer untereinander und werfen dem kräftigeren Mann in der Mitte böse Blicke zu, der lachend einen Stuhl über einem tätowierten Kopf zertrümmert. Die drei Männer positionieren sich in drei verschiedenen Bereichen des Raumes, nicken sich knapp zu und greifen an. Schlecht für sie ist nur, dass der Mann sie kommen sieht - etwas in seinen Augen lodert hell auf und alle drei brechen durch einen Schmerz zusammen, den sie nur in ihrem Verstand spüren.



Der kräftige Mann verbeugt sich vor einem Raum voll Bewusstloser und Kampfunfähiger, bevor er schief pfeifend ins Freie schlendert.</DefaultText>
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      <ID>25</ID>
      <DefaultText>Du siehst eine große Menschenmenge, die sich in einem Hof versammelt hat. Dieser Mann steht mitten unter ihnen. Er hat sich einen Umhang über den Kopf gezogen und hält ihn am Hals geschlossen. Die Menge hat sich um eine Plattform versammelt, wo alle von ihnen gebannt zusehen, wie ein Mann von zwei Mitgliedern der Stadtwache auf die Plattform geführt wird. Der Mann, an Händen und Füßen gefesselt, gibt sich wie ein Edelmann und würdigt die Menge keines Blickes.

Der verhüllte Mann zieht sich den Umhang noch mehr ins Gesicht und wendet sich zum Gehen, wobei er sich vornüber beugt, um nicht erkannt zu werden. Ein Ausrufer auf der Plattform entrollt ein Pergament und beginnt zu lesen, der Mann aber achtet nicht darauf, sondern sieht zu, dass er den Hof verlässt. Während des Vorlesens wird die Stimme des Ausrufers immer lauter und intensiver. Stimmen aus der Menge beginnen, seine Sätze zu unterstreichen. Die Verhöhnungen und Zwischenrufe mehren sich, auf die der verhüllte Mann zuckend und mit hängenden Schultern reagiert. Als der Ausrufer zum Ende seiner Ausführungen kommt, löst er sich aus der Menge und erreicht den Rand des Hofes. Bis auf gelegentliche Rufe ist die Menge wieder leise geworden. Der Mann dreht sich wieder zur Plattform um und sieht, wie sein Vater mit entblößtem Hals vor dem Block kniet.

Der Scharfrichter bezieht Stellung und hebt sein Beil zum Schlag nach oben. Der Mann kann nicht mehr zusehen und wendet sich schnell ab. Dann hört man ein nasses, dumpfes Geräusch, gefolgt vom Jubel und Applaus der Menge. Er lehnt sich gegen die Mauer, sammelt sich wieder und richtet sich auf. Mit offensichtlichem Entschluss geht er von der Menge und seinem Vermächtnis weg.</DefaultText>
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      <ID>26</ID>
      <DefaultText>Du siehst wie eine Gruppe Abenteurer von Xaurips umzingelt und angegriffen wird. Dieser Mann ist bei ihnen, zeigt angesichts des Kampfes aber scheinbar Unbekümmertheit. Wie er so inmitten seiner Kameraden steht, und mit fast glücklicher Miene singt, scheint er gar vom Geschehen losgelöst zu sein. Seine Stimme ist mächtig und tief und donnert wie ein perfekter Gegensatz zum Chaos der Schlacht über die Kämpfer hinweg.

Das Schlachtfeld ändert sich mit jedem seiner Sätze. Seine Verbündeten leuchten in blauem, pulsierendem Licht auf, das die Xaurips um sie herum einfriert. Aus dem Boden erhebt sich ein flammender Scheiterhaufen, der die Kreaturen zerschneidet und verbrennt und sie in alle Winde zerstreut. Einer der gefallen Xaurips explodiert plötzlich, als drei riesige Maden aus seinem Körper krabbeln und die verbliebenen Feinde attackieren.

Völlig gefesselt von der Freude des Augenblicks singt der Mann weiter, bis schließlich nur noch eine der Kreaturen steht. Als sich der Mann ihr immer noch singend nähert, bleiben seine Verbündeten zurück. Er greift sich seinen Hammer und zieht ihn gegen den Xaurip durch. Sein Satz endet genau dann, als der Hammer den Schädel einschlägt und damit den Zauber unterbricht und sein Lied beendet.</DefaultText>
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      <ID>27</ID>
      <DefaultText>Du siehst, wie sich ein Schlüssel vorsichtig und langsam dreht, und hörst ein geisterhaftes Klicken, als die Tür nach innen schwingt. Zwei Gestalten gleiten herein und schließen die Tür hinter sich ab. Dann legen sie mit ihrem Beutezug los. Ihre Jagd ist ergiebig und sie brauchen nicht lange, bis sie eine beachtliche Sammlung an Dokumenten und merkwürdig geformten Samtbeuteln beisammen haben. Flinke Hände füllen Taschen, Rucksäcke und Beutel.

Im unteren Stockwerk öffnet sich die Tür und alles erstarrt. Schritte. Ein müdes Kichern. Kurzatmig und mit aufgerissenen Augen leeren die Diebe ihre Taschen bis auf das Nötigste - alles, was Lärm verursacht, wird eilig ausgetauscht. Unten herrscht Stille, dann folgen zögerliche Schritte auf der Treppe. Eine Stimme ruft. Ein Dieb schleicht vorwärts, der andere gestikuliert wild, um ihn wieder zurückzuholen. Er geht weiter vorwärts, geduckt am Geländer entlang. Er sieht einen bunten Schuh und schiebt ihn weg. Die Frau stürzt mit einem abgestorbenen Schrei und rollt leblos in das untere Stockwerk.

Fluchend greift der zweite Dieb nach seinem Bruder und tritt die Flucht an, wobei sie auf ihrem Weg nach draußen alles von Wert aufsammeln, das sie können.</DefaultText>
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      <ID>28</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen Trupp Elfen vorsichtig durchs Unterholz laufen, die Hände an den Waffen, die Augen auf dem Boden. Sie bewegen sich leise und flüssig, eine in der Jagdkunst geübte Mannschaft. Ein weit entfernter Aufschlag lässt Vögel panisch hochflattern, und die Gruppe ändert ihre Laufrichtung auf den Ursprung des Geräuschs zu. Die Führung hat ein Bogenschütze übernommen, der so angespannt und wachsam ist, dass er zittert. Er springt über eine freiliegende Wurzel und hält eine Hand in die Höhe, was die Gruppe anhalten lässt, dann geht er hinter den knorrigen Baumstämmen in Deckung.

Nun gibt es einen Moment der Stille, bevor sich der Waldboden selbst erhebt, um sie zu begrüßen. Die Kreatur ist riesig - doppelt so groß wie selbst der größte Elf - und ihre schier endlos wirkenden Schlingarme schießen auf ihre Angreifer zu und packen sie an Knöcheln, Armen und Beinen. Ein Elf geht zu Boden, ein anderer wird mit einem zerfleischenden Knacken in einen der Bäume geworfen. Ein anderer rutscht aus und springt vor den schlangenartigen Schlingarmen weg, aber bevor er reagieren kann, hat sich einer von ihnen um seine Taille gewickelt. Die Luft sirrt vor Pfeilen aus dem Köcher des ersten Bogenschützen, der seinen Gefährten damit die Gelegenheit gibt, sich wieder aufzurappeln. Als ein Degen einen der Arme der Kreatur durchdringt und ihn vorübergehend nutzlos macht, stößt die Kreatur ein schauerliches Heulen aus. Der Bogenschütze nutzt die Gelegenheit, wechselt die Pfeile, und zündet die feuchten Schäfte mit elegantem blauem Feuer an. Als die Flammen ihren Tribut fordern, kreischt die monströse Masse der Schlingarme und schlägt nach alles und jedem in ihrer Nähe aus. Zwei Elfen liegen bewusstlos am Boden, einem anderen wurde der Schädel eingeschlagen.

Endlich fällt die Kreatur, aber man hört keinen Jubel, keine Freude. Traurig birgt die Gruppe ihre Verwundeten und den Gefallenen.</DefaultText>
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      <ID>29</ID>
      <DefaultText>Du hörst es, bevor du es siehst. Während etwas, das einmal eine Frau gewesen war, als blutiger Knochenhaufen zu Boden fällt, zerreißt ein Schrei die Luft. Zu ihrer Rechten fällt eine weitere Frau, gelähmt von einer Macht jenseits ihrer Kontrolle, als sie von einer magischen Klinge halbiert wird. Über ihnen hängen im Netz zwei eingesponnene Leichen, an denen sich ein Schwarm Riesenspinnen gierig labt. Unter ihnen steht ein Mann, vor Panik und Trauer bewegungslos geworden, in Unkenntnis der Spinne, die sich ihm über ein dickes Spinnennetz lautlos von oben nähert. Gerade noch rechtzeitig wird er von einem anderen Mann fortgestoßen, der es selbst aber nicht mehr schafft, der Spinne auszuweichen. Sie packt ihn und vergräbt ihre beiden Fangzähne in ihm, die so groß wie Stierhörner sind, was ihm ein entsetzliches Kreischen entlockt.

Ein anderer Mann lacht und beschwört seine Zauber in eine Nacht von Tod und Verrat herauf.

Der letzte Mann, der Gerettete, springt auf und rennt davon. Sein Hals ist rau vom Schreien und seine Augen schillernd vor Panik und Tränen. Er sieht über seine Schulter. Seine Augen verweilen auf dem Körper einer Frau, der nun im Tod unkenntlich geworden ist. Ein Ring auf ihrer Hand passt zu einem auf seiner. Dann wendet er sich wieder dem Ausgang zu und schaut nicht mehr zurück.</DefaultText>
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      <ID>30</ID>
      <DefaultText>Du siehst eine Menschenmenge, die eine enge Dorfstraße entlangläuft. Sie verhöhnen eine Frau, die ernst und mit geradem Rücken vor ihnen geht, und buhen sie aus. Manche werfen Früchte und kleine Steine nach ihr, andere rufen ihr Schimpfnamen nach. Ihre Arme hängen regungslos zur Seite hinab. Sie ist allem Anschein nach realitätsfern, da ihr Gesicht keinerlei Emotionen zeigt. Ihre Fäuste aber, die sie so fest geballt hat, dass die Fingerknöchel weiß sind, verraten ihr Innerstes.

Ihre Peiniger folgen ihr über den kleinen Marktplatz auf den Dorfrand zu. Selbst als die Verhöhnungen noch ungestümer und hasserfüllter werden, verliert ihr Gesicht niemals seinen leeren Ausdruck. Als sie die Dorfgrenze erreichen, tritt ein Mann mit einem großen Stück Pergament in der Hand vor die Menge. Er bringt die Menge zum Schweigen und fordert die Frau auf, sich ihm zuzuwenden. Sie folgt ihm und dreht sich langsam um, wobei sie jeden zum Wegsehen zwingt, der es wagt, ihr in die Augen zu schauen.

Der Mann rollt das Pergament auf und liest so laut vor, dass es alle hören können. Er spricht über die Einzelheiten ihrer Verfehlungen, welche Probleme sie dem Dorf bereitet hat und tadelt sie für die Menschen, die sie verletzt hat. Daraufhin fragt er sie nach letzten Worten, bevor man sie für immer verbannt. Sie starrt ihn mit unbewegtem Gesicht unerschrocken an. Danach dreht sie sich wortlos um und lässt das Dorf hinter sich zurück.</DefaultText>
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      <ID>31</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen jungen rothaarigen Knaben - fast, aber noch nicht ganz ein Mann - der den Spuren eines Panthers folgt, während er einen hässlichen gebogenen Dolch in der Hand hält. Der Panther schleicht mit Leichtigkeit, springt von Fels zu Fels, unbeeindruckt von der Gefahr hinter ihm. Er erklimmt einen Baum und richtet seine grünen, schmalen Augen auf das Kind. Man könnte schwören, ein Lachen zu erkennen, wenn er dazu imstande wäre. Schwarzes Fell blitzt auf und der Panther ist verschwunden, während der Junge flucht und voller Selbstzweifel zurückbleibt.

Der Junge zieht tagelang weiter, auf der Jagd nach etwas, das er scheinbar nie findet. Er schläft immer nur kurz, ein paar Stunden am Stück, ehe er erschöpft und ausgehungert weitergeht. Ein weiterer Tag verstreicht und er tötet einen Hasen, dessen große braune Augen beinahe in Trance sind, während der Junge ihm den Hals von Ohr zu Ohr aufschlitzt und anfängt, ihn roh zu verspeisen. Er zuckt, während er das harte Fleisch herunterschlingt. Geronnenes Blut läuft sein Kinn hinab.

Von trocknendem Blut bedeckt und erschöpft schläft er neben einem Felsvorsprung ein, entschlossen, die Jagd fortzusetzen, sobald er aufwacht. Er muss nicht lange warten - ein Schnüffeln im nahegelegenen Gestrüpp und seine Augen sind sofort geöffnet, eine Hand auf seiner Klinge. Der große schwarze Bär, fast dreimal so groß wie er, mustert ihn und begibt sich dann wieder auf Futtersuche. Der Junge greift nach seinem Dolch, die Knöchel sind weiß und sein Atem kurz und nervös.

Es dauert beinahe einen ganzen Tag, bevor es vollendet ist und er zusammenbricht. Der Arm hängt taub an seiner Seite. Er ruft heiser, die Stimme ist kraftlos. Drei Männer kommen voller Stolz hinter dem Felsvorsprung zum Vorschein. Der junge Mann, der kein Junge mehr ist, fängt mit ihrer Hilfe an, den Bären zu häuten.</DefaultText>
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      <ID>32</ID>
      <DefaultText>Du siehst diese Frau, die auf den Körper eines Mannes hinabschaut, der vor ihren Füßen auf dem Boden liegt. Ihr Gesichtsausdruck ist leer, ihr Körper apathisch. Als ihre Knie versagen, sinkt ihr Kopf nach vorne und ihre Augen schließen sich. Während sie zusammensackt, öffnet sie ihre rechte Hand und lässt eine eherne Bratpfanne fallen, die zuerst auf dem Bein des toten Mannes landet und dann in die größer werdende Blutpfütze neben seinem nun unkenntlichen Gesicht rollt.

Die Frau beginnt zu zittern und zu hüpfen, und es hat den Anschein, als lachte sie wild, Als ihre Schultern erschaudern, schlägt sie ihre Hände vors Gesicht, aber außer einem leichten Schluckauf gibt sie keine Geräusche von sich. Dann wirft sie urplötzlich ihren Kopf in den Nacken und beginnt zu wehklagen.

Sie atmet immer schneller und schneller, bis sie schließlich gar nicht mehr atmet und ihren Kopf hochreißt. Sie sieht sich voller Verzweiflung um, ihren Atem immer noch anhaltend. Sie stemmt sich vom Boden hoch, wirbelt herum und rennt in den nächsten Raum, wo ihr ein weiterer Schrei alle Luft aus den Lungen nimmt. Der Schrei schrumpft zu einem Winseln, unterstrichen durch das immer wiederkehrende Wort "Nein!". Sie begibt sich zu den drei in der Ecke liegenden Leichen, einem Mann und zwei Knaben, von denen keiner älter als sechs Jahre zu sein scheint. Sie wirft sich weinend über sie und hält sie in den Armen. Außerdem dem stetig wiederholten "Nein!" gibt sie keinerlei Geräusche von sich, bevor sie mit der Hand des Mannes in ihrer bewusstlos wird.</DefaultText>
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      <DefaultText>Du siehst eine Frau in einem prächtigen Gewand. Ihre Augen blitzen auf, als sie ein zitterndes Wrack von Mensch auf dem Boden befragt. Sie greift in seine Tasche und schnappt sich grimmig grinsend eine Adresse. Wenige Augenblicke später werden ihre Schritte in einer schmutzigen Gasse immer schneller.  Ihre geflochtenen Zöpfe zischen ihr um eine Ecke hinterher, und dann sorgt sie für klare Verhältnisse. All das dauert nicht besonders lange, da sie mit Leichtigkeit Mann um Mann durchgeht und ihre Gesichter und Kleidung durchsucht, nach etwas schreit, was sie nicht finden kann. Frustriert zieht sie weiter, aber nicht schnell genug: Ein Orlaner, dessen Siegelring vor Bosheit glänzt, greift sie von hinten an. Als sich die Frau abdreht, um seinem Schlag auszuweichen, leuchten ihre Augen auf, nein, sie brennen gar ... vielleicht war diese Reise letztendlich doch keine Zeitverschwendung.</DefaultText>
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      <DefaultText>Du siehst eine in dicke, erstickende Dunkelheit gehüllte Kammer. In der Mitte des Raumes befindet sich ein Podium, auf dessen steinerner Oberfläche eine Art Symbol geschrieben steht. Auf den sechs kleinen Plattformen, die einen Kreis um das Podium bilden, etwa anderthalb Meter entfernt, befinden sich ähnliche Runen. Außerhalb dieses Rings steht ein Mann, der sich über das Zentrum einer dieser Plattformen beugt. Mit einem kleinen Messer kratzt er einen kleinen Teil der Farbe ab, mit der das Symbol gemalt wurde.

Dann steht er auf und geht zum Podium hinüber, wo er seinen Vandalismus am dortigen Symbol wiederholt. Er sieht sich um und erblickt etwas Pulver in einer aufwändig verzierten Schale. Er greift in seine Robe, zieht eine Handvoll von etwas heraus, das wie Erde aussieht, und lässt es in die Schale fallen. Er nimmt sich ein Schmuckzepter und verrührt damit die Erde mit dem Pulver, worauf er das Ende des Zepters mit dem Saum einer an der Wand hängenden Robe abwischt.

Durch eine geschlossene Tür auf der entgegengesetzten Seite des Raums dringen Stimmen in den Raum. Der Mann sieht sich noch ein letztes Mal um, bevor er schnell zu einem anderen Ausgang eilt und den Raum in dem Moment verlässt, in dem ihn mehrere Männer in Roben für das Ritual betreten. Er verbirgt sich im Schatten und sieht durch die Vorhänge hindurch, die über die Türöffnung hängen.</DefaultText>
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      <ID>35</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen Mann, der heimlich und alleine hinter einer Reihe ungeschnittener Büsche kauert. Seine Augen sind auf eine ebenso wunderschöne wie schreckliche Delemgan gerichtet, die mit halboffenen Augen ein Lied summt. Auf ihrer Schulter sitzt ein sanft trällernder Vogel mit fantastischem blau-orangefarbenem Gefieder, was den Mann völlig entzückt. Die Beschaulichkeit der Situation wird durch das erschrockene Krächzen des Vogels zerstört, als der Mann zitternd und zögerlich aufsteht. Die Delemgan lächelt ansatzweise und winkt ihn mit zwei zweigartigen Fingern zu sich.


Während er sich ihr nähert, sagt sie kein Wort, aus seinem Mund aber kommen Geräusche der Ehrfurcht und Bewunderung. Neckisch und verführerisch wartet sie auf ihn, und mit quälender Langsamkeit steht er endlich vor ihr. Dann - ändert sich etwas. Sie sieht etwas schlaff von seiner Seite hängen und beginnt zu zischen. Ihre Finger sind plötzlich zu Klauen geworden und ihre Augen schwarz vor Hass. Zu seiner Axt oder seinem Zauberbuch zu greifen, dafür bleibt ihm keine Zeit ... und kaum hat sie zugeschlagen, ist sie auch schon verschwunden, der einzige Beweis ihrer Existenz das zitternde Wrack am Boden. Er schnappt sich sein Zauberbuch trotzdem und beginnt zu singen - die Worte aber, Worte einer magischen Sprache seiner eigenen Vorstellung, die er in wahnsinniger Kurzschrift hingekritzelt hat, klingen hohl, und die Stille setzt sich unvermindert fort. Er dreht sich um und zuckt vor jemand oder etwas mit den Achseln, aber wenn dort etwas ist, so kannst du es nicht sehen.</DefaultText>
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      <DefaultText>Du siehst einen Mann am Dock stehen. Um ihn herum wimmeln Matrosen, Soldaten und Huren, er aber beobachtet, wie das Schiff am Horizont verschwindet.

Er sollte froh sein, dass sich seine Männer nur sein Schiff und nicht sein Leben genommen haben, aber für einen Vailianer ist das Versagen fast so schlimm wie der Tod ... Und nur die Götter wissen, dass es ihm im Handelsunternehmen seiner Familie nicht besser ergangen war.

Fast erleichtert es ihn, den letzten Herold seines Scheiterns in die Ferne segeln zu sehen, da dies ihm die Schmach erspart, zurück zu seinem Vater zu gehen und ein weiteres Mal eine Niederlage eingestehen zu müssen. Außerdem: Wenn man einen scharfen Verstand und ein Auge für Geschäftsmöglichkeiten hat, gibt es immer eine Chance für einen Neuanfang.

Er nimmt sich seinen Flachmann vom Gürtel und nimmt einen langen Schluck. Die Zeit dafür wird später kommen. Er rückt seine Augenklappe zurecht und findet den Turm des Bordells. Mit einem Grinsen im Gesicht plant er den neuen Verlauf seines Abends.</DefaultText>
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      <ID>37</ID>
      <DefaultText>Du erkennst eine Elfe, deren bleiche Gesichtsfarbe sie im fallenden Schnee beinahe unsichtbar macht. Sie ist in weißes Fell gehüllt, angespannte Augen blinzeln im grellen Licht. Sie bewegt sich schnell. Die Stiefel hinterlassen kaum Spuren im Schnee, während sie immer wieder einen Blick nach hinten wirft. Es ist ein Heulen zu vernehmen, das schnell von weiterem Geheul begleitet wird. Nach einem Stoßgebet an den Wind fängt sie an zu rennen. Die Wölfe machen schnell Boden gut und springen mit Leichtigkeit auf sie zu. Sie tastet nach ihrem Zauberbuch, doch es ist in den Lederschlaufen auf ihrem Rücken verfangen.

Fluchend ändert sie ihren Kurs in Richtung eines Eisvorsprungs. Sie kann sie jetzt hören, ihren heißen Atem, der in der gefrorenen Luft knistert. Unter schweren Atemzügen versucht sie, schneller zu rennen, ihre feuchte Nase kräuselt sich angesichts des Schweißes, der ihr Gesicht hinabläuft. Mit einem Schrei der Erleichterung erreicht sie das Eis - und verschwindet. Sie fällt mit einem dumpfen Schlag durch die schmale Öffnung, hält ihren Atem an, während die Wölfe oben auf dem Schnee verwirrt versuchen, sie aufzuspüren. Sie zittert unkontrollierbar, ob vor Kälte oder vor Angst, und versucht, abzuwarten.</DefaultText>
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      <ID>38</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen schummrig beleuchteten Raum mit extravaganter Dekoration. Der Boden um einen großen, samtbedeckten Divan ist von Kissen aus Seidenbrokat bedeckt. Auf dem Divan sitzt ein Mann, das Hemd aus der Hose und nur zur Hälfte zugeknöpft. Hinter ihm steht diese Elfe, die so aufwändig herausgeputzt ist wie die Raumdekoration.

Während sie langsam um den Mann tanzt und zu singen beginnt, lässt sie sanft die Hüften kreisen. Seine Trunkenheit trübt ihm den Blick und er schaut mit verschwommenen Augen zu ihr hoch. Er lächelt und summt unmelodisch mit ihr mit. Ihre Worte sind zu leise, als dass man sie deutlich hören könnte, aber als ihr Gesang immer intensiver wird, dämpfen sich die Lichter im Raum noch mehr, bis alles an Schärfe verliert. Sie nimmt sein Gesicht in ihre Hände und singt ihm direkt zu, wobei sie ihm ihre Hände die Schultern und Arme hinabgleiten lässt, bis sie schließlich seine Hände hält.

Die Augen des Mannes werden schwer und er sinkt schlafend nach hinten. Sie hält seine Arme, fängt ihn auf und legt ihn sanft über den Divan. Nachdem sein Kopf auf das Kissen gesunken ist, hört sie auf zu singen, woraufhin das Licht plötzlich wieder hell wird und alles deutlich zu erkennen ist. Sie steckt ihre Hand in seine Jackentasche und holt einen Gegenstand heraus, den sie in eine kleine Schachtel auf einem Tisch in der Nähe legt. Sie schaut zu dem Mann zurück, schüttelt den Kopf und flüchtet in die Nacht.</DefaultText>
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      <ID>39</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen Mann, der von fremdartigen Gewändern behindert ins Straucheln kommt. Er stemmt sich wieder hoch und setzt seinen Weg auf der leeren Straße fort. Seine Lippen sind rissig und trocken, seine Haut staubüberzogen, aber etwas daran, wie er seinen Kiefer hält, sagt dir, dass er noch sehr weit laufen muss. Als die Nacht den Himmel beschmutzt, hält er an und flüstert mit etwas Holz ein Feuer ins Leben. Zu den Sternen hinaufstarrend versucht er, zu schlafen.

Auf diese Weise geht es mehrere Tage, und nur gelegentlich trinkt er Wasser aus einer Ziegenhaut. Tage braucht er, um den Tempel zu erreichen, und als er endlich an dessen Schwelle steht, geben seine Knie nach und er stürzt zu Boden. Die Mönche holen ihn herein und er teilt ihnen seine Kunde mit, obgleich sie für alle außer ihm selbst bedeutungslos ist. Nachdem er sich erholt hat, setzt er seine Reise fort - der Gang gestärkt durch Essen und Rast, der Verstand klar durch Meditation und voller Erfüllung ... und sein Weg ist noch lang.</DefaultText>
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      <ID>40</ID>
      <DefaultText>Du siehst, wie sich eine kleine Menschenmenge in der Nähe eines Tempeleingangs versammelt. Dieser Mann lehnt gegen die Mauer und die Menge bildet einen Halbkreis um ihn herum. Er spricht mit ruhiger, gemäßigter Stimme, deren beruhigender Klang sich über den Stadtlärm um sie herum legt. Er spricht über die Welt, über Geschichte, die Götter und über Religion. Er spricht über das Kochen, das Brauen, die Erziehung von Kindern und erzählt Ammenmärchen. Es scheint kein Thema zu geben, über das er nicht zumindest ein wenig weiß.

Wenn er gefragt wird, gibt er Antworten, die manchmal sehr detailliert und tiefgründig ausfallen, manchmal aber auch nur allgemeiner Natur sind. Egal was gesagt wird, all seine Antworten scheinen immer den Kern der jeweiligen Frage zu treffen, denn jeder Fragesteller ist zufrieden mit dem Erlernten.

Leute kommen und gehen, die Menschenmenge wächst an und schrumpft wieder, aber sie löst sich niemals ganz auf. Nach mehreren Stunden scheint er immer noch nicht zu ermatten und teilt sein Wissen weiter bereitwillig mit jedem, der dadurch profitieren könnte. Als das Tageslicht zur Neige geht, sind schließlich nur noch so wenige Zuhörer übrig, dass er seine Sitzung beendet. Als er seine Habseligkeiten sammelt und schon aufbrechen will, nähert sich ihm ein Mann, der wissen will, warum er das tut, denn er bittet weder um Geld, noch um Essen. Welchen Nutzen er denn aus seinem Tun ziehe? Er sieht den Mann an, sammelt seine Gedanken und sagt: "Wissen führt zu Weisheit. Das ist mein Glauben".</DefaultText>
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      <ID>41</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen hellen, warmen Raum voller Grünpflanzen. Es gibt keinen Fleck, wo nicht irgendeine Art von Pflanze zu wachsen scheint. Hier keimen in einer Ecke Samen, dort klettern lange Ranken die Wand hoch. Obwohl sich die meisten Pflanzen in einer Art Topf befinden, gibt es auch welche, die auf der Erde am Boden gewachsen sind, die aber dieselbe liebevolle Pflege wie die anderen erfahren.

Dieser Mann wandert mit einer alten Pfeife zwischen den Zähnen durch die Pflanzen und lächelt jede von ihnen an. Neben einer Pflanze hält er an, berührt ein Blatt, hebt es an, um dessen Unterseite zu sehen, und reibt es dann vorsichtig zwischen seinen Fingern. Er nimmt eine Handvoll des Substrats, in dem die Pflanze wächst, und zerbröselt es mit seinen Fingern. Zufrieden wirft er das Substrat zurück in den Topf und fährt mit der nächsten Pflanze fort.

Während er so seine Pflanzen kontrolliert, summt er ein frohes Liedchen, das er ab und zu unterbricht, um einzelnen Pflanzen ein paar Wörter vorzusingen. Schließlich erreicht er die Tür, nachdem er jede Pflanze im Raum überprüft hat. Mit einem Ausdruck gelassener Zufriedenheit im Gesicht dreht er sich noch einmal zu ihnen um. Dann dreht er sich wieder um und ist weg.</DefaultText>
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      <ID>42</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen dunklen Raum mit greller Einrichtung - ein mit Kopfkissen bedecktes Bett, mehrere Sofas und teure Teppiche. Dieser Mann sitzt in einem Stuhl, der gegen die Wand der Tür gegenüber geschoben wurde. Er ist dunkel gekleidet, seine Schultern umfängt ein schwarzer Umhang, dessen Kapuze er sich tief ins Gesicht gezogen hat. Schatten fallen über ihn, die Dunkelheit macht ihn fast unsichtbar. Die beiden anderen Männer warten mit ihm in der Dunkelheit und behalten die Tür im Auge. Alle drei sind regungslos. Aus dem Gemeinschaftsraum unter ihnen dringt Lärm durch die Bodendielen.

Der Türgriff klappert. Ein Mann taumelt herein und zieht eine junge Frau hinter sich her. Die beiden stehenden Männer tauschen einen kurzen Blick aus. Einer von ihnen neigt den Kopf und zuckt leicht mit den Achseln, bevor sie sich blitzartig ihrer Aufgabe zuwenden. Einer geht nach vorne, greift das Mädchen am Handgelenk und entreißt sie ihrem Begleiter mit einer Hand, während er die Tür mit der anderen zudrückt. Danach legt sich die Hand schnell über den Mund des Mädchens, bevor sie überhaupt bemerkt, dass sie sich in den Armen eines anderen Mannes befindet. Er nimmt einen Dolch aus seinem Gürtel und zieht ihn ihr über die Kehle. Er hält sie fest und wartet, bis sie aufhört zu kämpfen.

Der andere stehende Mann hat sein Ziel schon bezwungen, es mit Armen und Beinen an einen Stuhl gefesselt und ihm einen Lappen in den Mund gestopft. Das mittlerweile regungslose Mädchen wird unter das Bett gelegt, und der Mann, der sie getötet hat, geht neben seinen Gefährten. Zu zweit starren sie den Mann an, der durch den Lappen schreit, aber wegen der lärmenden Menge unter ihnen können sie die gedämpften Geräusche nicht hören. Einer der Männer beginnt sanft zu murmeln, während er dem Mann im Stuhl eine Hand unter das Kinn legt. Einen kurzen Lichtblitz später stellt der Mann mit einem friedlichen Ausdruck in den Augen seine Gegenwehr ein. Die beiden Geiselnehmer stellen ihm verschiedene Fragen, die der Gefesselte bereitwillig beantwortet. Nachdem sie ihr Verhör abgeschlossen haben, sehen die beiden den an der Wand sitzenden Mann an. Während all der Ereignisse, die sich vor ihm abgespielt haben, hat er sich keinen Millimeter bewegt, sondern nur still beobachtet. Er steht auf, hüllt sich in seinen Umhang und nickt den beiden Männern zu. Danach geht er zur Tür, öffnet sie gerade so viel, dass er hindurchgehen kann, und überlässt ihnen die Vollendung ihrer Aufgabe.</DefaultText>
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      <DefaultText>Du siehst eine sich wiegende Frau, deren Stimme glorreich, trällernd und süß über dem Hof schwebt. Sie wickelt sich um sie, und sie lächeln verzückt, als sie ihre Herzen eins nach dem anderen berührt. Sie beginnt zu tanzen, aber irgendetwas an ihren Schritten ist ungewöhnlich. Verwirrt hält sie inne und vernimmt in der Luft ein fremdes Geräusch. Herausfordernd, widerstehend. Sie braucht einen Augenblick, um den kleinen, leise singenden Mann mit einer einzelnen Augenbraue zu erkennen, der ihr Lied mit seinem abgehackten Zauberspruch unterbricht. Sie tanzt noch intensiver, schwingt ihre Hüften weiter, wirbelt mit ihren Füßen über den quadratisch gefliesten Boden, und macht den eigentlichen Gesang ihres Liedes noch überzeugender.

Seine Lippen winden sich angespannt und vibrieren vor Anstrengung, als er versucht, ihrer Anmut etwas entgegenzusetzen. Und dann - ein Ton, kristallklar, hell und klingelnd. Als sie ihr Lied fortsetzt, beginnt er benommen zu grinsen und vergisst allen Widerstand.  Sie hat den Kampf und den Hof für sich gewonnen.</DefaultText>
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      <ID>44</ID>
      <DefaultText>Du siehst eine schwarzgekleidete Gestalt, die gebückt und langsam durch ein Feld geht. Die Gestalt hält eine schimmernde Klinge in der Hand, die sie hinter ihrem Rücken verbirgt. Sie nähert sich einem anderen Mann, der zur Hälfte unter einen großen Busch gekauert ist, weshalb man auch nicht sieht, was er dort tut. Die Gestalt bleibt stehen, als der Mann unter dem Busch hervorkommt. Du siehst, dass es dieser Mann ist, der von einem kleineren, im Unterholz verborgenen Busch eine Handvoll Beeren geerntet hat. Er kriecht wieder unter den großen Busch zurück und pflückt weiter Beeren.

Die Gestalt beginnt sich wieder zu bewegen und schleicht auf den Mann zu. Er hört nicht auf zu pflücken, aber du siehst, wie er seinen Kopf ganz leicht zur Seite neigt. Er arbeitet weiter an dem Busch, bis ihn die Gestalt fast erreicht hat. Er kriecht mit vollen Händen rückwärts aus dem Busch und legt die Beeren in einen Korb. Dann geht er vor dem Korb in die Hocke, sortiert die Beeren, entfernt Blätter und jede Beere, die nicht völlig makellos aussieht.

Die Gestalt erreicht den Mann von hinten und erhebt die Klinge zum Hieb. Der Mann macht plötzlich einen Satz nach oben, wirbelt herum und bietet dem Angreifer die Stirn. Er packt das Handgelenk der Gestalt, und während er auf seinen Rücken fällt, stellt er der Gestalt einen Fuß mitten in die Brust. Die Gestalt fliegt über den Mann hinweg und landet auf ihrem Rücken im Schmutz. Im Handumdrehen grätscht der Mann über der Gestalt und packt mit den Fingern mehrere Punkte an Kopf und Hals. Die Gestalt wird augenblicklich bewusstlos. Der Mann steht wieder auf und holt sich seinen Korb, sammelt die Beeren und legt sie dorthin zurück, wo sie hingehören. Und dann pflückt er weiter.</DefaultText>
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      <ID>45</ID>
      <DefaultText>Du siehst am Rand eines gewundenen Weges ein langsam brennendes Feuer. Niemand ist dort. Es scheint kein Feuermaterial zu geben, weder Holz noch Öl für das Feuer, weder Heu noch Zweige. Trotzdem lodert, knackt und heult es im Wind. Nach einem Augenblick erkennst du langsam eine Gestalt in den Flammen. Ihre zitternden Hände wiegen ein junges Gesicht. Geschmolzene rote Tränen verunzieren die kohlefarbene Haut. Der Junge duckt sich, die Flammen hüllen ihn ein, während er die Knie mit den Armen an die Brust drückt.

Aus der Ferne nähert sich ein gesichtsloser Mann. Er reicht dem verängstigten Kind die Hand, das sie zunächst misstrauisch betrachtet, ehe es zugreift. Die Flammen ersterben, verlassen die Glieder des Jungen und setzen sich wie hörige Haustiere auf seinen Kopf. Die Tränen sind getrocknet, sie laufen zusammen, Feuer und Tod, Hand in Hand.</DefaultText>
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      <ID>46</ID>
      <DefaultText>Im frühen Morgenlicht siehst du einen üppigen Wald, still und dunkel. Diese Frau wandet mit einem faszinierten Gesichtsausdruck zwischen den Bäumen umher. Während sie langsam zwischen den mächtigen Stämmen hindurch schreitet, scheint sie kein besonderes Ziel im Sinn zu haben, schaut aber manchmal durch die Zweige nach oben und gibt ab und an ein leises Zwitschern von sich. Als ihr ein Zwitschern antwortet, dreht sie ihren Kopf in diese Richtung, wobei sie sich offensichtlich keine Sorgen macht, sich zu verlaufen.

Ein lautes metallisches Schnappen durchschneidet gefolgt von einem kurzen Jaulen die Luft, und sie schaut in die Richtung, aus der das Geräusch kam. Dann rennt sie schon fast darauf zu. Plötzlich aber scheint sie zu bemerken, dass Vorsicht angebracht ist, bleibt wie angewurzelt stehen und schaut nach unten. Ihr Fuß schwebt über der Druckplatte einer gut versteckten Bärenfalle. Sie lehnt sich zurück und stellt ihren Fuß behutsam neben die Bärenfalle auf den Boden. Sie sieht sich um, und die Wut verdunkelt ihr Antlitz. Nun schnappt sie sich einen Zweig in der Nähe, drückt damit auf die Platte und entschärft so die Falle. Als sie zuschnappt, hört sie abermals ein Jaulen, dieses Mal aber viel näher. Während sie den Boden nach weiteren Fallen absucht, macht sie sich vorsichtig zu dem gefangenen Tier auf.

Als sie um einen Baum herumgeht, erspäht sie ihn - einen großen Wolf, ganz knochig vor Unterernährung, dessen rechter Hinterlauf von rostigen Metallzähnen fixiert ist. Er schaut sie an und beginnt leise zu knurren. Sein Nackenfell sträubt sich, und sie hält kurz inne, damit er ihren Geruch aufnehmen kann. Sie beugt sich weiter zu Boden und streckt ihre Hände mit den Handflächen nach unten von sich. "Was bist du nicht für ein hübscher Kerl!" Sie nähert sich dem Wolf ganz langsam und vorsichtig.</DefaultText>
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      <ID>47</ID>
      <DefaultText>Du siehst eine Gruppe Leute umringt von mehreren bewegungslosen Körpern auf einer freien Erdfläche stehen. Inmitten der Gruppe liegt eine kleine Gestalt zusammengerollt auf dem Boden und versucht, sich vor den Fußtritten der Leute zu schützen. Diese Frau ist dort, abseits der Gruppe, und hält ein monströses Schwert. Gebeugt und schwer atmend stützt sie sich damit wie mit einer Krücke ab.

Sie starrt die Leute an, grunzt, richtet sich gerade auf und hebt das Schwert dann vom Boden an. Sie atmet lang und tief ein, beginnt dann zu rennen und legt die Entfernung zur Gruppe schnell zurück. Urplötzlich stößt sie ein markerschütterndes Heulen aus. Mitten im Treten bleibt der Mob wie angewurzelt stehen und starrt den fürchterlichen Stier von Frau an, der jetzt auf sie zugestürmt kommt. In letzter Sekunde krümmt sie sich leicht nach vorne und fliegt als eine Art Projektil mitten in die Angreifer der kleinen Gestalt auf der Erde, und wirft sie alle zu Boden. Hinter ihnen rollt sie sich auf dem Boden ab, springt wieder auf und dreht sich zu ihnen um. Sie stellt beide Füße fest auf den Boden, hebt ihr Schwert und überblickt das Feld. Plötzlich wirbelt sie auf ihren Fersen herum, schwingt ihr Schwert mit wilder Anmut durch und streckt den nächsten Angreifer nieder. Sie lässt sich in den Schwung ihres Schlags hineinziehen, dreht ihr Schwert auf diese Weise mit seitwärts gerichteter Klinge herum und begräbt es direkt im Kopf eines Gegners. Die Unterseite des Hefts zerschmettert seine Schläfe, worauf er vor ihr zu Boden sackt.

Sie schaut mit wuterfüllten Augen auf und fordert die beiden verbleibenden Männer heraus, ihr doch näher zu kommen. Sie sehen einander mit einem kurzen Seitenblick an, dann machen sie kehrt und geben Fersengeld. Einer schaut beim Rennen sogar über seine Schulter zurück, ob sie ihnen nicht etwa folgt. Sie hält nun nicht mehr die Luft an und atmet langsam aus, dann hilft sie der Gestalt, die noch immer am Boden zusammengerollt ist.</DefaultText>
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      <ID>48</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen vor Verzweiflung gebrochenen Mann, dessen Augen hinter hornartigen Wucherungen verborgen sind. Sein frenetisches Herumlaufen lenkt einen anderen Mann ab, der flucht, und dann seinen Gesang von neuem beginnt. Vor ihm auf dem Tisch liegt der Körper einer Frau mit schlaffer weißer Haut und Löchern in der Brust und einem gewölbten Bauch. Das Leben hat ihren Körper schon vor Tagen verlassen, jetzt aber singt der Mann über ihrer leeren Hülle einen merkwürdig klingenden Zauber nach dem anderen, bis Schweiß über seine Wimpern auf sein Kinn tropft.

Einen Moment lang öffnen sich ihre toten Augen, kalt und leer. Das Herumlaufen hört auf. Mit einem Knacken fällt ihr Körper zurück auf den Tisch und rührt sich nicht mehr. Der gebrochene Mann vergießt schwarze Tränen aus seinem missgestalteten Gesicht.

Die Männer gehen. Zeit verrinnt. Der Körper schreit noch bis zum Morgen.</DefaultText>
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      <ID>49</ID>
      <DefaultText>Du siehst eine Gruppe Roben tragender Gestalten um ein Feuer sitzen. Diese Frau, viel jünger und kleiner, ist bei ihnen. Sie besprechen eine Reise und schmieden Pläne, entscheiden darüber, welche Straße sie am schnellsten zu ihrem Ziel bringen wird. Ein raschelndes Geräusch erlangt die Aufmerksamkeit mehrerer Gruppenmitglieder, die sofort aufstehen, und sich anstrengen, über das Feuer etwas zu erkennen.

Eine riesige schattenhafte Kreatur bahnt sich ihren Weg ins Lager, und die Identität des Neuankömmlings langsam preisgebend weicht die Dunkelheit dem Feuerschein. Viele Mitglieder der Gruppe stehen auf und machen ihre Waffen bereit, andere rufen ihren Gott an und bereiten Zauber für das Gefecht vor. Das Mädchen sieht sich verwirrt um, als der Mann neben ihr aufsteht und seine Arme ausbreitet. Er schimpft die anderen Gruppenmitglieder, weil sie einem Fremden nicht die ihm gebührende Gastfreundschaft erwiesen haben. Der Mann geht mit ausgestreckter Hand auf den Oger zu und spricht in dessen Sprache Begrüßungsworte.

Der Oger starrt den Mann einen kurzen Augenblick an, dann zieht er die Keule, die er hinter sich hergezogen hatte, mit einer Schnelligkeit durch, die bei einem Wesen seiner Größe unnatürlich wirkt. Die Keule trifft den Kopf des Mannes mit einem nassen, zerschmetternden Geräusch. Die Frau zur Rechten des Mädchens schreit und eilt dem Mann zur Seite, und bevor er noch zu Boden gefallen ist, hat sie schon die Hälfte der Entfernung zurückgelegt. Aus der Dunkelheit um die Gruppe herum werden ihre Schreie mit schrecklichem und markerschütternden Geschrei beantwortet, als sich ihr durch die Finsternis noch mehr Gestalten nähern.</DefaultText>
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      <ID>50</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen dunklen Raum, in den durch eine Tür in der Nähe Geräusche dringen. Während draußen ein Kampf tobt, werden die Kampfgeräusche - Geraufe, Metall auf Metall, Schmerzensschreie - lauter und leiser. Plötzlich gibt es ein wütendes Brüllen und ein Xaurip, der sich ein Buch gegen die Brust presst, rennt in den Raum hinein. Er sieht verzweifelt aus, als ob er nach etwas suchen würde. Er eilt zur anderen Seite des Raums und öffnet eine Kiste, die auf einem provisorischen Tisch steht. Er legt das Buch in die Kiste, schließt sie wieder und beugt sich dann nach unten, um sie unter den Tisch zu stellen.

Ein kleiner Stein trifft den Xaurip am Hinterkopf und stößt ihn etwas nach vorne. Der Stein springt am Boden auf und rollt klappernd ein Stück entlang, ehe er neben dem Fuß des Xaurip zur Ruhe kommt. Der Xaurip bleibt mit aufgerissenen Augen und den Händen immer noch an der Kiste regungslos stehen. Als das Klappern des Steins aufhört, herrscht wieder absolute Stille im Raum. Die Schlacht im Freien hat aufgehört. Der Xaurip wirbelt herum und sieht diese Frau mit einem brutal aussehenden Zweihänder in der Tür stehen.

"In dem Buch stehen die Antworten, die ich brauche", knurrt sie ihn an, während sie sich ihm nähert. Er faucht und geht ihr entgegen. Sekunden später, nachdem sie seinen Kopf mit einem geübten Schwertschlag vom Hals getrennt hat, hebt sie den Stein vom Boden auf. Sie grinst, küsst den Stein und steckt ihn dann wieder in eine Tasche an ihrem Gürtel, wobei sie ihn liebevoll tätschelt. Sie beugt sich nach unten, zieht die Kiste unter dem Tisch hervor und öffnet sie begeistert ob ihres Fundes.</DefaultText>
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      <ID>51</ID>
      <DefaultText>Zuerst kannst du nichts sehen, tiefschwarze Dunkelheit erfüllt deine Sicht, während äonenalter Staub in deine Nase dringt. Du hörst einen Schlag, und das Feuer einer Fackel wird entfacht. Es enthüllt einen Mann ohne Gesicht und eine Bibliothek, die im trüben Orange schimmert. Der Mann begibt sich zum nächsten Regal, steckt die Fackel in eine Halterung und nimmt behutsam ein schwarz gebundenes Buch in die zittrigen Hände. Er blättert liebevoll durch das Buch, liebkost jede Seite, ehe er zur nächsten und zur darauffolgenden blättert. Schließlich ist er fertig, steckt das Buch in einen Beutel an seiner Seite und nimmt erneut die Fackel auf.

Er verbringt Stunden damit, umherzulaufen, zu lesen, aufzusammeln, bis sein Beutel so dick und halb so schwer wie er selbst ist und er sich auf den Weg zurück zum Eingang macht. Mit einem kaum hörbaren Seufzen zieht er die beiden vermodernden Türen zu, und die Fackel erlischt.</DefaultText>
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      <ID>52</ID>
      <DefaultText>Kurz bevor der Mann springt, kannst du nur kurz einen Blick auf die gezackte, entstellende Narbe werfen, bevor er sie mit einer Kapuze verbirgt. Fenster für Fenster klettert er mit weichen, behandschuhten Händen ein Spalier empor und bewegt sich geschwind durch die Obergeschosse einer unbekümmerten Stadt. Der Nachmittag ist träge und leer, er stibitzt rasch drei kleine Dinge - eine Schriftrolle, die im Schrank irgendeiner Edelfrau verborgen liegt, eine Flasche dunkelroten Weines aus einem rußigen und heruntergekommenen Keller sowie einen Münzbeutel von einem verschwenderischen, überschminkten jungen Elf. Er spült sein Abendessen in einer in viel zu knalligem Orange gehaltenen und grob gescheuerten Schänke mit dem Wein hinunter - seinen Blick stets auf die Tür gerichtet. Kaum hat er sein Essen beendet, da schließt sie sich hinter einer unwirschen Weißelfe, deren rote Augen nach Antworten suchen. Er küsst sie gelassen auf die Wange und steckt ihr die Schriftrolle diskret in ihre Tasche, bevor er, dank des Goldes in seiner Hand, nun bedeutend reicher wieder zu seinem Tisch zurückgeht.</DefaultText>
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      <ID>53</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen betenden Mann, dessen Stimme eine kleine Gruppe eifriger Akolythen berieselt. Er spricht über Toleranz und über Eigenverantwortung, über Schmerz und Schönheit. Die Gruppe nickt mit offensichtlicher Zustimmung auf ihren durchschaubaren Gesichtern, und der Prediger runzelt die Stirn. Er fährt fort und spricht über die Wichtigkeit des Zorns, über die Stärke von Hass und Frustration. Als sie ganz hingerissen nicken, runzelt er die Stirn noch tiefer. Er ruft einen von ihnen herbei, einen älteren Mann. Er solle sich keine Sorgen machen, sagt der Prediger, ihm werde nichts geschehen. Lächelnd begibt sich der Mann in die Umarmung des Predigers. Sein Körper erschaudert, als er sich mit einem dünnen Stilett in der Brust wegstößt. Er fällt zu Boden und atmet nicht mehr lange.

Die Gruppe stöhnt verwirrt. Das Gesicht des Predigers ist dunkel von Zorn. Ihr dürft niemandem blind vertrauen, sagt er ihnen. Nehmt die Welt nicht für bare Münze: Unter der Oberfläche liegen fürchterliche Dinge verborgen, und man muss sich vorbereiten, bevor man die Wahrheit sieht.

Die Gruppe dünnt sich aus, die Leiche wird weggetragen, und der Prediger schweigt. Ein paar von ihnen bleiben, um weiter zuzuhören, und ihnen lächelt er zu.</DefaultText>
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      <ID>54</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen emsigen Marktplatz, die Straßen gesäumt mit Ständen, deren Inhaber Passanten zurufen, sie mögen doch einmal ihre Waren begutachten. Diese Frau schlendert Hand in Hand mit einer anderen Frau durchs Gedränge. Sie stöbern durch die Waren der Verkäufer, verweilen bei einem Buchhändler mit einer Reihe alter und schöner Wälzer, und unterhalten sich über das Gesehene. Die eine nimmt sich ein Buch und zeigt es der anderen, die es ihr abnimmt, einen Kommentar dazu abgibt und es wieder in sein Regal stellt. Dann schnappt sich die erste Frau das Buch schnell wieder und bezahlt den Händler, bevor es sich die andere Frau zurückholen kann.Immer noch Hand in Hand gehen sie schwer beladen mit Büchern vom Markt weg und stehen eng, behaglich und vertraut beieinander.

Als sie eine recht menschenleere Straße hinabgehen, trifft diese Frau ein Objekt in die Brust, das von ihr abprallt und auf eines der Gebäude zurollt. Die Frauen bleiben stehen, um das Objekt anzuschauen - einen Apfel- und dann die Person, die ihn geworfen hat. Abgesehen von seinem wütenden Blick und den beiden anderen Äpfeln in seinen Händen ist an ihm nichts außergewöhnlich. Bevor sich eine der Frauen bewegen kann, holt der Mann wieder aus und wirft ihnen einen weiteren Apfel entgegen, der die zweite Frau auf der Stirn trifft. Er schreit ihnen etwas Spöttisches und Hasserfülltes entgegen, irgendetwas über ein Vermächtnis und über Verantwortungslosigkeit. Die Frau wischt sich den Saft und die Apfelstücke aus ihrem Gesicht und starrt den Mann herausfordernd an. Die erste Frau drückt ihre Hand und legt die andere um die Schultern ihrer Gefährtin. Die andere Frau zieht ein Buch aus ihrem Bündel, hält es vor sich hin und murmelt leise.. Sie zieht ihre Hand weg und schwenkt sie über das Buch, worauf sich eine Aura um sie herum bildet. Die erste Frau versucht immer noch, sie zu beruhigen, aber alles, was sie sagt, vergeht ungehört. Der Mann, dem das Geschehen vor sich völlig gleichgültig ist, holt erneut aus und wirft den letzten Apfel. Als er in einem Bogen auf sie zufliegt, reckt die zweite Frau ihre Hand nach oben und deutet auf den Apfel. Aus ihrer Hand schießt eine glühende Kugel, die den Apfel trifft und ihn explodieren lässt, worauf er in kleinen Stückchen auf die Straße und die benachbarten Gebäude abregnet.

Die Wut im Gesicht des Mannes ist nun der Angst gewichen, und er scheint unentschlossen, ob er sich für Flucht oder Angriff entscheiden soll. Die zweite Frau hat mit glühenden Händen wieder zu singen begonnen, und sie kneift ihre Augen immer mehr zusammen. Diese Frau tritt vor sie hin und stellt sich zwischen ihre Liebe und ihren Angreifer. Sie berührt ihr Gesicht und streichelt es sanft, während sie beruhigende Worte flüstert. Ein Kuss. Das Antlitz der Frau ändert sich. Sie beruhigt sich, ihre Augen werden weicher und auf ihre Lippen huscht das verlorene Lächeln zurück. Auch die erste Frau lächelt wieder und küsst die andere.

"Zaubererpack" sagt der Mann hinter ihnen, worauf sich die beiden Frauen zu ihm umdrehen und ihn herausfordernd anstarren. Wieder Händchen haltend gehen sie weiter und an ihm vorbei, ohne ihn auch nur eines Seitenblicks zu würdigen.</DefaultText>
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      <ID>55</ID>
      <DefaultText>Du siehst ein Paar Kettenhandschuhe, die zwischen zwei Männern auf einem Tisch liegen. In die Handschuhe sind Goldrunen eingelegt und sie sind von einer schwach leuchtenden blauen Aura umgeben. Dieser Mann steht auf einer Seite des Tisches. Ihm gegenüber steht ein weiterer Mann, in arkane Roben gehüllt. Der Mann holt einen kleinen Beutel vor, reicht ihn dem Zauberer und fordert ihn auf, seine Bezahlung nachzuzählen. Der Zauberer lächelt, verneigt sich halb vor dem Mann und leert den Beutel dann in seine Hand. "Du wolltest, dass diese Handschuhe vor Dieben und anderen unangenehmen Zeitgenossen sicher sind", sagt er, und lässt die Münzen eine nach der anderen wieder in den Beutel fallen. "Streife sie über und sie werden auf ewig dein sein!"

Der Mann streift die Handschuhe mit einem zufriedenen Lächeln langsam über. Doch kaum hat er die Hände in den Handschuhen, verschwindet das Lächeln. Die Handschuhe blitzen kurz auf und es ertönt ein leises metallisches Klirren. Die Zufriedenheit in seinem Gesicht weicht der Sorge und er versucht hastig, sich die Handschuhe von den Fingern zu ziehen. Er zerrt an den Handschuhen, doch sie sind geschrumpft, seine Hände sind gefangen. Das Metall fängt an, sich in seine Haut zu bohren. Kleine Blutstropfen erscheinen auf der Oberfläche der Handschuhe. Der Mann fällt auf die Knie, ringt mit den Handschuhen und schreit vor Schmerz. Die Handschuhe ziehen sich zusammen, bis sie vollkommen um die Hände des Mannes geschrumpft sind und sich mit seinem Fleisch vereint haben.

Entsetzt blickt der Mann auf seine Hände, dann hinauf zum Zauberer, der das Geld fertig gezählt hat und an der Tür steht. "Nun wirst du sie gewiss nicht verlieren!", sagt er, tritt durch die Tür und schlägt sie laut zu. Zurück bleibt der Mann, der auf dem Boden kauert und auf seine Hände starrt.</DefaultText>
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      <ID>56</ID>
      <DefaultText>Du siehst eine kleine Gruppe von Leuten, die sich um die Ruine eines Hauses versammelt hat. Die Zerstörungen erstrecken sich von dem einzelnen Haus auf das gesamte Dorf. Nicht ein einziges Gebäude steht noch, und überall liegt Schutt herum.

Einer der Männer beugt sich über etwas in den Trümmern. Es ist dieser Mann, aber jünger, eigentlich kaum älter als ein Knabe. Der Mann schüttelt den Knaben an der Schulter. Der Knabe macht kein Geräusch und reagiert gar nicht auf die Störung des Mannes. Der Mann schaut zu den anderen Mitgliedern der Gruppe hinüber, zuckt mit den Achseln, und will wieder zu seinen Freunden hinübergehen.

Plötzlich setzt sich der Junge mit weit aufgerissenen Augen auf. Er krabbelt rückwärts von der Gruppe weg und sieht sich erschrocken um. Als die Gruppe gemeinsam auf ihn zugeht, stößt er einen Schrei aus und versucht, sich noch weiter zu entfernen. Eine Frau in der Gruppe breitet ihre Arme aus und hält den Rest auf. Sie dreht sich vorwurfsvoll zu ihnen um und bedeutet ihnen, nicht weiter zu gehen. Dann schaut sie wieder den Knaben auf dem Boden an, der versucht, sich durch die Überreste einer Mauer zu drücken. Ihm scheint nicht einmal bewusst zu sein, dass er stehengeblieben ist. Die Frau geht mit ausgestreckten Händen langsam auf den Knaben zu und spricht mit leiser, beruhigender Stimme. Anfangs hört sie der Knabe gar nicht, er schließt nur seine Augen und drückt sich gegen die Mauer, als ob er Schläge erwarten würde. Schließlich aber durchdringen die Worte der Frau seine Angst und er hört sie. Er öffnet seine tränenerfüllten Augen und starrt sie an.

Sie streckt ihm eine Hand entgegen. Er scheint von dem Angebot verblüfft zu sein und blickt ihre Hand an, dann streckt er zögerlich die seine aus. Sie nimmt seine Hand in ihre und beugt sich nach unten, um ihm beim Aufstehen zu helfen.</DefaultText>
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      <DefaultText>Du siehst einen orlanischen Mann, der sich über eine halb gezeichnete Karte beugt und aufmerksam Linie um Linie schattiert. Die Notizen, mit denen er arbeitet, riechen nach Salz und Meer. Von Wasser verschmierte Skizzen umrahmen ein Durcheinander an Illustrationen und Messungen. Er beendet jeden Pinselstrich mit Präzision, eher er den nächsten ansetzt, langsam und abwägend. Nichts ist fehl am Platz. Leise ertönt eine Glocke in der Ferne und er hält inne, wobei er seine Feder gegen einen Dolch austauscht, den er in seinen Gürtel steckt. Er öffnet die Tür seines Ladens, setzt ein Lächeln auf und begrüßt seinen Kunden, einen alten Zwerg mit grauem Bart. Der Zwerg erkundigt sich nach einigen Gegenständen, probiert ein paar Rüstungsteile und ein paar Armschienen an, doch nichts scheint sein Interesse zu wecken. Mit einem Brummen geht der Zwerg wieder - ein wenig zu eilig, ein wenig zu nervös. Der Ladenbesitzer grunzt, nimmt eine Armbrust von der Wand und schließt die Tür hinter sich ab. Im Lärm der läutenden Glocke ist der Einschlag des Armbrustbolzens kaum zu hören, während der Dieb auf seinem Weg aufgehalten wird. Der Ladenbesitzer schlendert zu dem jammernden Mann hinüber und durchwühlt unbesorgt dessen Taschen. Ein Trank hier, ein kleiner Beutel mit Silbermünzen da, einige Schriftrollen - das war gut. Aber nicht gut genug.</DefaultText>
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      <ID>58</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen kleinen Krähenschwarm, der sich auf einem Feldweg versammelt hat, der sich durch trockenes Ackerland zieht. Sie folgen diesem Orlaner, der langsam den Weg entlanggeht. Manchmal hüpfen sie, manchmal fliegen sie und gleiten hinter ihm her, immer aber bleiben sie hinter ihm. Ab und zu lässt sich ein Vogel kurz auf seiner Schulter nieder, nur um im nächsten Augenblick wieder zu seinen Artgenossen zurückzufliegen.

Als er sich einem kleinen Dorf nähert, landet eine Krähe auf seiner Schulter und beginnt, aufgeregt zu krähen. Der Orlaner lächelt und nickt, als ob er ihr zustimmen würde. Er nimmt eine kleine Brotkrume aus der Tasche seines Umhangs und gibt sie der Krähe, die sie sich mit ihrem Schnabel schnappt und ein kleines Stückchen wegfliegt, um ihre Belohnung in Ruhe zu fressen. Angelockt vom Lärmen der Krähe rennen einige kleine Kinder herbei, um zu sehen, wer denn der ankommende Fremde ist.

Als sein Publikum groß genug ist, hebt der Orlaner beide Arme seitlich hoch, und alle Krähen fliegen wie dressierte Vögel zu ihm und setzen sich auf seine Hände und Arme. Während er so dasteht und leise ein flottes Liedchen summt, schunkeln sie hin und her und krächzen fast im Einklang.

Er schaut die Kinder an und beginnt, ihnen merkwürdige Sachverhalte zu erzählen. Er erzählt ihnen, wie unterschiedlich Krähen krächzen können, und was diese Laute bedeuten. Dann berichtet er ihnen über die Hackordnung, über Krähenkönige und -königinnen längst vergangener Zeiten und über deren Herrschaft. All das dauert einige Zeit, während seine Arme das volle Gewicht von einem halben Dutzend Krähen tragen.

Letztendlich ermüden seine Arme und er lässt sie wieder fallen, weshalb die Krähen losflattern, in einer Spirale über seinem Kopf in die Höhe gleiten und dann in verschiedene Richtungen gleiten - ein schwarzer, gefiederter Tornado, der sich im ausgehenden Tageslicht auflöst. Während die Kinder zurück in ihr Dorf rennen, hallen ihre entzückten Schreie die Straße entlang. Der Orlaner steht alleine auf dem Feldweg und sieht zu, wie seine Krähen in der Ferne verschwinden.</DefaultText>
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      <ID>59</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen Körper auf einer Bank, eine Gruppe Magier und Heiler, die Befehle und Beschwörungen rufend durch den Raum eilen. In der Brusthöhle des Körpers liegt ein pulsierendes Kristallgerät, das im magisch abgekühlten Raum leicht dampft. Die Heiler nähen die Haut, während ein Priester einen Heilzauber murmelt. Endlich ist es vollbracht: Der Körper ist wieder ganz.

Während die anderen zusehen, versammeln sich die Magier für eine abschließende Verzauberung, ein kompliziertes Ritual, das ihnen den Schweiß in Sturzbächen heraustreibt. Stille verbreitet sich im Raum, als der Körper zu erzittern beginnt, während sich ein Lichtbogen über ihn spannt, und die Augen blinzelnd geöffnet werden. Einen Augenblick lang ist er unter ihnen - aber irgendetwas stimmt nicht, er beginnt zu schreien und - ist wieder tot. Als sie niedergeschlagen hinaustrotten, ist es still im Raum, aber ... etwas kaum Greifbares bleibt zurück, das, seinen eigenen Körper zum ersten Mal sehend, wortlos zu schreien beginnt.</DefaultText>
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      <ID>60</ID>
      <DefaultText>Du siehst zwei Gestalten vor diesem Mann stehen, einen Menschen und einen Aumaua. Der Mensch steht nur da, offensichtlich wütend, während der Aumaua mit zornesrotem Kopf schreit und tobt. Er lehnt sich nach vorne und speit einen Strom aus unschönen Bildern und Beschreibungen hervor, bis sein Gesicht fast dunkelviolett anläuft. Der Mann lässt diesen Ansturm über sich ergehen, aufrecht, ungerührt, mit dem Anflug eines Lächelns auf den Lippen. Er hält ein Florett lässig neben seiner üppigen Hüfte, mit der Spitze nach unten, doch seine Hand umklammert den Griff fest, seine Knöchel sind weiß.

Der Aumaua hört auf zu schreien, um kurz Luft zu holen, will seine Tirade aber sofort wieder fortsetzen. Der Mann hält seine linke Hand empor und spricht während der kurzen Stille. Er versucht, die Lage zu entschärfen und weitere Beschimpfungen zu verhindern. Der Aumaua gibt ein Grunzen von sich und stößt dem Mann mit dem Finger auf die Brust, um ihn am Sprechen zu hindern. Um die Botschaft zu unterstreichen, belässt er den Finger dort.

Der Mann mit dem Florett senkt den Kopf nach unten, blickt auf den Finger, der auf seiner Brust ruht, und sieht anschließend wieder den Aumaua an, ohne den Kopf zu bewegen. Der Aumaua erkennt zu spät, dass er zu weit gegangen ist. Der Mann packt seine Hand, drückt sie zusammen und verdreht sie. Ein lautes Knacken ertönt und der Aumaua schreit auf. Der Mann hebt sein Florett und verpasst dem Aumaua einen Faustschlag, dem er mit dem Griff zusätzliche Kraft verleiht. Ein zweites Knacken ist zu hören und der Aumaua fällt bewusstlos zu Boden. Blut strömt aus seiner Nase.

Der zweite Fremde blickt von dem reglosen Körper seines Freundes auf und stellt fest, dass die Spitze des Floretts bereits auf ihn gerichtet ist. Das Gesicht am anderen Ende der Klinge ist reglos, unfreundlich, ernst. Er hebt seine Hand, um sich zu ergeben, und stolpert rückwärts. Als er weit genug weg ist, um sicher zu sein, dass er nicht eingeholt wird, dreht er sich um und rennt davon. Der Mann wendet sich ab. Das Lächeln kehrt langsam in sein Gesicht zurück.</DefaultText>
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      <ID>61</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen Mann mit blutenden Knien, zerrissener Kleidung und toten Augen stolpern. Seine Haut ist feucht vor Schweiß, aber er taumelt trotzdem weiter. Sein Rücken ist gebogen, besiegt. An seiner Seite hängt ein Bogen mit vor Nichtbenutzung erschlaffter Sehne. Er stolpert blind durchs Unterholz und ignoriert alle Geräusche bis auf seine eigene Qual.

Er kommt an einem Hirsch vorbei, dessen Eingeweide sich über den Waldboden erstrecken, in der kalten Nachtluft noch immer dampfend. Ein Stelgaer hockt auf dem Stamm eines riesigen, umgestürzten Baumes und beobachtet ihn von oben. Der Mann braucht einen Moment, um die Gefahr zu erkennen, in der er sich befindet, und er scheint fast froh darüber zu sein. Der Stelgaer löst sich vom Baum und beäugt ihn vorsichtig. Als er hinunter springt, streift sein ausgedehnter Bauch fast den Boden und der Mann hechtet auf ihn zu. Einen Moment lang, als Mann und Biest zusammenprallen, scheint die Zeit stillzustehen. Der Stelgaer brüllt und schlägt mit seinen Krallen nach ihm, drückt ihn schon bald zu Boden und macht sich bereit, seinen Angriff mit großen gelben Zähnen und ätzendem Atem zu beenden, als er selbst mit einem nassen, reißenden Geräusch qualvoll vom Hals bis zum Rumpf ausgeweidet wird.

Der blutüberströmte Mann atmet tief und schwerfällig aus. "Noch nicht. Noch nicht."</DefaultText>
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      <ID>62</ID>
      <DefaultText>Du siehst eine Frau, deren dunkle Haut straff vor Sorge ist. Sie geht nach Achtern, steigt in die Takelage und schreit die Besatzung verzweifelt an. Das Schiff wendet einfach nicht schnell genug. Sie schaut den Kapitän an und schnappt dann angesichts des herannahenden Schiffes lautlos nach Luft. Vom schnellen Abstieg und dem Springen von Seil zu Seil bekommt sie Brandblasen an den Händen. Sie schreit ihn an, etwas zu tun, das Kommando zu übernehmen, IRGENDWAS. Bezahlt sie ihn nicht gut dafür, ihr Schiff vor Piraten zu verteidigen?

Mit einem quietschenden Geräusch werden Leitern herübergeworfen und das Schiff wird geentert. Sie rennt unter Deck und nimmt drei Stufen auf einmal, bis sie den Frachtraum erreicht. Sie wühlt unter den Kisten, bis sie endlich findet, was sie gesucht hat: eine voll geladene Donnerbüchse.

Jemand packt sie von hinten. Sie reißt ein Knie hoch, wirbelt herum und schießt. Der Rückstoß schmettert sie mit dem Rücken in die Wand, ihr Angreifer aber geht mit einem halben Kopf und mit einem Arm weniger zu Boden. Sie schleppt sich die Stufen hinauf, lädt die Donnerbüchse und greift den Feind zusammen mit ihrer Besatzung an. Als Piraten zu ihrer Linken und Rechten zu Boden gehen, zieht sie eine Augenbraue in die Höhe. Das hatten sie offensichtlich nicht erwartet, als sie sich ihr Schiff zum Entern aussuchten!</DefaultText>
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      <ID>63</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen Mann lautlos am Boden beten. Seine Lippen bewegen sich zu einer uralten und unerkannten Hymne. Sein Schwert, das in seinen Händen liegt, wird in blendend weißes Licht gehüllt, welches die Dunkelheit um ihn herum augenblicklich in Ecken und Regale verbannt. Während er sein stilles Gebet fortsetzt, öffnet er langsam seine Augen, um sie an das neue Licht zu gewöhnen. Sein Gesicht ist vor schierer Konzentration ganz angespannt. Er steht auf und geht auf eine enorme Eisentür zu, auf deren verrosteter Oberfläche merkwürdige Symbole eingraviert sind. Als er sich der Tür nähert, wird sein Gebet lauter und gewinnt an Substanz. Mit vor Eifer brennenden, blauen Augen beobachtet er, wie die glühende Spitze seines Schwertes den Mittelpunkt der Tür berührt - und durch sie durchdringt. Während der Paladin singt, breitet sich weißes Licht über ihre Oberfläche aus und Symbole leuchten auf

Ein sanfter Ton hebt an und hallt durch das uralte Gebäude. Die Tür beginnt, sich zu öffnen, und die Symbole sind nun ebenso verschwunden wie der Rost. Der Paladin schreitet hindurch in das Unbekannte, ein Licht tragend, dass er jetzt erst zu verstehen beginnt.</DefaultText>
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      <ID>64</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen ruppig aussehenden Aumaua vor dieser Frau stehen und ihr Handgelenk festhalten. Er hebt seinen Arm und zieht damit ihre Füße fast vom Boden. Gleichzeitig beugt er sich nach unten und bringt sein Gesicht vor das ihre. Sie grinst schüchtern, holt ihre andere Hand vom Rücken nach vorne und bietet ihm die Halskette an, die sie gerade gestohlen hat. Kurz betrachtet er die Halskette, dann wieder die Frau. Mit seiner freien Hand reißt er ihr die Halskette aus der Hand und stopft sie in seinen Waffenrock.

Er hebt sie weiter nach oben, ihre Füße baumeln nun über der Straße, und wirft sie dann gegen das Gebäude hinter ihr. Sie schlägt gegen die Mauer und ihr Schmerzensschrei nimmt ihr die Luft aus den Lungen. Sie stürzt zu Boden, ihre Beine versagen unter ihr, und als sie nach oben schaut, ragt der Aumaua über ihr. Er holt mit einer Faust aus, hält dann aber inne, seine Mordlust ist Verwirrung gewichen. Er dreht sich um, befühlt seinen Hinterkopf und spürt den blutigen Knoten, der nun dort wächst. Hinter ihm steht ein boshaft grinsender, älterer Mann mit einem Streitkolben. Der Aumaua grunzt und stürzt auf den Mann zu. Der Mann geht dem Aumaua einen Schritt entgegen und schwingt den Streitkolben dabei nach oben. Der Streitkolben trifft das Kinn des Aumaua mit einem ordentlichen Knall, schlägt seinen Kopf nach unten und nimmt ihm den Wind aus den Segeln. Während er versucht, wieder zu sich zu kommen, steht er mit herabhängenden Armen da. Der ältere Mann nutzt die Benommenheit des Aumaua und schlägt beidhändig mit dem Streitkolben zu, wobei er sein ganzes Gewicht in den Schlag legt. Der Streitkolben schlägt mit einem feuchten Knacken im Schädel des Aumaua ein, der bewusstlos zu Boden sackt.

Der Mann wendet sich der Frau zu, die immer noch auf dem Boden sitzt und versucht, das gerade Geschehene zu verarbeiten. Er streckt ihr eine Hand entgegen und führt dabei eine leichte Verbeugung aus. Sie nimmt sie zögerlich und schaut ihn dabei schief von der Seite an. "Lass uns reden", sagt er lächelnd.</DefaultText>
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      <ID>65</ID>
      <DefaultText>Du siehst eine von Gebäuden gesäumte Straße im Dämmerlicht. Die meisten von ihnen sind dunkel und still, eines am Kanalrand aber trotzt der Nacht mit Helligkeit und Lärm. Dieser Aumaua steht, zusammengekauert vor der Kälte der Schatten in der Dunkelheit und hält sich von allem fern. Er starrt die Tür des erleuchteten Gebäudes an und studiert sie aufmerksam. Auf der Seite des Gebäudes hängt ein Schild, das in der Dunkelheit kaum lesbar ist, aber dort scheint "Fuchs und Gans" zu stehen.

Bewegungen im Gebäudeinneren lassen den Aumaua munter werden. Er verdeckt sein Gesicht noch mehr mit seinem Umhang, seine Atmung wird schneller und er ringt ein wenig nach Luft. Seine Aufregung ist greifbar. Der Haupteingang des Etablissements öffnet sich und entlässt eine Kakofonie aus Gelächter und Schreien auf die Straße. Licht strömt auf die Straße und erleuchtet eine einsame Gestalt im Torbogen. Der Aumaua steht dort und hebt seine rechte Hand mit ausgestreckten Fingern und der Handfläche nach unten vor sein Gesicht. Die Gestalt verlässt das "Fuchs und Gans", taumelt in die Dunkelheit und geht die Straße schwankend und wackelig hinunter.

Der Aumaua folgt der Gestalt, flüstert ein paar Worte und wackelt sanft mit seiner Hand. Seine Fingerspitzen beginnen leicht zu glühen und verströmen Dampf in die kalte Luft. Er wird schneller, da er die Gestalt, die nun in der Dunkelheit verschwindet, erreichen möchte. Abermals schüttelt er seine Hand, worauf die Fingerspitzen in Flammen aufgehen und das flackernde Licht das manische Leuchten in seinen Augen offenbart. Er schließt, vor Freude fast hyperventilierend, zu der Gestalt auf und flüstert einen Namen: "Keronne." Erschrocken springt die Gestalt leicht in die Höhe und dreht sich genau in dem Moment um, in dem der Aumaua seine Hand ausstreckt und seine Finger direkt auf die Gestalt ausrichtet.</DefaultText>
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      <ID>66</ID>
      <DefaultText>Du siehst ein zerlumptes Mädchen, das mit einer Öllampe in der Hand eine Gasse entlanggeht. Trotz der Kälte schieben sich schlammverkrustete Socken auf kleinen tauben Füßen nach vorne. Sie hat nur Augen für das weiche Heu in der Scheune vor sich. Sie macht sich mit einer Haarnadel am Schloss zu schaffen. Trotz der Kälte schließt sie die Tür mit geübten Fingern auf und schiebt ihre ausgemergelte Gestalt hinein. Nachdem sie die Tür schloss und bevor sie sich ins Heu fallen ließ, muss ihr aber die Lampe entglitten sein. Die Flammen probieren das Heu zögerlich, finden Gefallen daran und breiten sich immer schneller und weiter aus. Das Mädchen schreit.

Draußen kommt eine Frau herbeigeeilt, aufgeschreckt durch Schreie und Rauch. Bevor sie noch die Flammen sieht, bewegen sich ihre Hände, und aus ihren Fingerspitzen schießen drei fast unsichtbare Kraftströme. Das Scheunentor wird zerschmettert, aber Feuer hat gerne Gesellschaft und wird brüllend noch größer. Die Schreie haben aufgehört. Die Frau umgibt sich mit einer Eisenhaut, murmelt ein Gebet und stürzt sich ins Inferno. Das Feuer kreischt vor Hunger, sie aber antwortet mit Zorn, Frost und Hagel. Sie weicht nicht von dannen und das Feuer wird besiegt.

Das Kind ist schwach, hustet trocken und schwelt vor Rauch, aber es lebt. Die Frau trägt sie zum Jubel und Applaus der Leute hinaus, während dicker Schweiß ihre Stirn herabtropft.</DefaultText>
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      <ID>67</ID>
      <DefaultText>Du siehst im Schatten eines kleinen, alten Eichenwaldes eine beeindruckende Ansammlung von wilden Orlanern in zeremonieller Bekleidung. Unter der größten Eiche stehen zwei junge Orlaner, die sich die Hand geben und mit klaren Augen ihr Versprechen abgeben, sich im Zuge der Vereinigung ihrer Clans zu lieben und füreinander zu sorgen. Ein älterer Orlaner schreitet zu ihnen, um zu sprechen. Sein Bart scheint direkt unter den Augen zu sprießen. Er erklärt die Vereinigung für abgeschlossen. Die feiernden orlanischen Clans tragen das frisch vermählte Paar unter Gelächter und plumpen Witzen zu ihrem Zelt und lassen den älteren Orlaner alleine unter der uralten Eiche sitzen. Er seufzt, während er die Szene aus der Entfernung beobachtet. Er flüstert eine leise Segnung, freut sich mit ihnen, und verschmilzt ohne weitere Worte mit den Bäumen. Er hat genug Glück für einen Tag gesehen.</DefaultText>
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      <ID>68</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen kleinen fahrbaren Stand mit verschiedenen Waren und Allerlei. Diese Frau steht neben ihm und führt eine lebhafte Diskussion mit einem Mann, der einen der Gegenstände hochhält, den sie zum Verkauf anbietet. Sie hat ein unbeschwertes, freundliches Gesicht, und versucht dem Mann zu erklären, wie er den Gegenstand kontrollieren kann. Er bewegt seine Hände über dessen Oberseite und murmelt etwas, das sich wie Geschwafel anhört. Nach mehreren Versuchen brummt er böse, stößt ihr den Gegenstand entgegen und dreht sich zum Weggehen um.

Sie stoppt ihn mit einer Hand an der Schulter und hält ihm den Gegenstand vor's Gesicht. Sie zieht einen Finger über dessen Oberseite und wiederholt langsam und deutlich immerzu denselben Satz. Das Objekt leuchtet urplötzlich so hell wie eine Fackel auf. Auch die Miene des Mannes hellt sich wieder auf und er schaut sie erwartungsvoll an. Sie führt zwei Finger seitlich am Objekt entlang, worauf das Licht wieder erlischt. Sie gibt es ihm zurück und geht wieder hinter ihn, von wo sie seine Hände führt und ihm die richtigen Worte ins Ohr flüstert. Nach vielen fehlgeschlagenen Versuchen ist der Mann in der Lage, das Objekt bei jedem Versuch zum Leuchten zu bringen.

Ermutigt gibt er es ihr zurück, als sie sich wieder hinter ihren Stand aufmacht. Während er nach den passenden Münzen sucht, stellt sie den Gegenstand auf ein Regal auf der Rückseite ihres Stands und ersetzt ihn mit einem anderen aus einer kleinen Kiste daneben. Geld und Ware wechseln die Besitzer und sie sieht dem Mann zu, wie er zufrieden mit seinem Kauf von dannen zieht. Dann schaut sie in die Menge und sucht nach ihrem nächsten Opfer.</DefaultText>
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      <ID>69</ID>
      <DefaultText>Du siehst eine tadellose Schänke mit glänzenden Schanktischen aus dunklem Holz und lauten, grinsenden Gästen. Zwei Männer stehen hinter der Theke und scherzen, während sie Getränke ausschenken. Sie haben solch ähnliche Züge, dass sie Brüder sein müssen. Der Jüngere schnappt sich einen Armvoll Getränke und trägt sie durch den Raum. Er plaudert fröhlich, während er die Bestellungen verteilt. Als er das letzte Bier abgestellt hat und sich umdreht, stürmt ein rotgesichtiger Aumaua durch die Tür, gefolgt von drei grimmigen Elfen direkt hinter ihm. Der Aumaua knurrt, stößt den jungen Mann aus dem Weg und verlangt ein Bier von seinem Bruder hinter der Theke. Der Mann weigert sich und der Rest der Kneipe wird schlagartig ruhig, als der Ärger spürbar wird. Der ältere Bruder fordert den Aumaua erneut auf, zu gehen, und der jüngere Bruder legt seine Hand fest auf dessen Rücken und schiebt ihn Richtung Tür - und dann friert die Szene ein. Mit einem widerlichen Knacken wird der Mann rückwärts gegen die Wand geworfen. Sein Genick kippt nach hinten, ehe er auf den Boden fällt. Er steht nicht wieder auf. Unmittelbar darauf eilen die anderen Gäste dem Schankwirt zu Hilfe und ziehen den Aumaua und seine Gefährten durch den Hinterausgang, doch der Schaden ist schon angerichtet. Der Teppich trieft vor Blut, das langsam in die Fasern eindringt, während ein Bruder stirbt und der andere mit Entsetzen in den Augen auf die Knie fällt. Als er wieder aufsteht, ist der Aumaua längst verschwunden.</DefaultText>
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      <ID>70</ID>
      <DefaultText>Du siehst diesen Mann, viel jünger als jetzt, auf einer großen Steinplatte liegen, die sich auf einem Podium im Mittelpunkt eines kreisrunden Raums befindet.Auf sieben Positionen um das Podium herum knien sich ältere Männer über verzierte Runen, die in den Steinboden gemeißelt wurden, und singen mit tiefer Bassstimme.

Ein achter Mann betritt den Raum mit einer Elfenbeinkiste, deren intarsierte Goldrunen zu den Runen auf dem Boden passen. Er steht am Kopfende der Platte, senkt sein Haupt und öffnet langsam die Kiste, Nacheinander wendet er sich jedem der knienden Männer zu und neigt die Kiste dabei in ihre Richtung. Danach stellt er die Kiste abgewandt vom jungen Mann, der auf der Platte liegt, an deren Kopfende. Er greift in die Kiste, nimmt einen kleinen Onyx-Zylinder heraus und geht dann ans andere Ende der Platte, wo er bei den Füßen des jungen Mannes stehen bleibt.

Er hält den Onyx hoch, spricht ein Wort und drückt ihn dann gegen den rechten Fuß des jungen Mannes. Als er seine Haut berührt, wird der Onyx weicher und verwandelt sich in einen schwarzen Egel, der sich an der Fußsohle des jungen Mannes festsaugt. Diese Schritte wiederholt der Mann so lange, bis sich an beiden Händen und Füßen und auf der Mitte seiner Brust, seines Halses und seiner Stirn ein Egel befindet. Daraufhin nimmt der ältere Mann seinen Platz am Kopfende der Platte ein, hebt seine Hände und stimmt in den Gesang mit ein, während sie alle dem jungen Mann beim Ausbluten zusehen.</DefaultText>
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      <ID>71</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen Zauberer auf dem Hauptplatz mit Illusionen spielen, wobei er mit den Fingern Farben und Klänge aus der Luft zupft und damit Szenen von Schönheit und Schrecken webt. Eine Zuschauermenge ringt nach Luft und jubelt begeistert ob der Darbietung - bis auf einen Knaben, der mit offenem Mund auf der Seite steht. Seine grünen Augen sind bleich vor Erstaunen, als Vision um Vision vor ihm erscheint und etwas in dem Knaben klickt. Ohne Vorwarnung stürzt er sich nach vorne, verschwindet in der Menge und bahnt sich verzweifelt einen Weg hindurch.

Kurz darauf beendet der Zauberer seine Vorstellung mit einem Silberdrachen, der auf die Menge herabstürzt, und mit tausend Sternen, die ins Nirgendwo explodieren. Er geht in der klatschenden Menge reihum, sammelt Münzen ein, verbeugt sich und nickt jedem Zuschauer im Vorbeigehen kurz zu, bis ihm schließlich ein kleiner Beutel in die Hände geworfen wird. Einen Augenblick steht der Knabe klein und schüchtern vor dem Zauberer und fleht ihn an, ihn zum Lehrling zu nehmen. Er betrachtet den schweren Beutel - und den Jungen - und wägt seine Entscheidung genau ab. Schließlich nickt er aber und schnippt leicht in Richtung des Beutels, worauf dieser verschwindet. Der Knabe grinst. Wie er das gemacht hätte, fragt er, aber der Illusionist zwinkert ihm nur zu.</DefaultText>
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      <ID>72</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen Mann, der ruhelos im Schlaf auf einer Matte liegt. Er wirft sich hin und her, findet aber keinen völligen Frieden. Hinter seinen Lidern sieht man seine Augen hektisch umherschauen, und von seinen Lippen dringt ein bedrängtes Stöhnen. Mit Schweiß auf der Stirn rollt er sich aus der Rückenlage auf die Seite und wieder zurück.

Die Tür zur seiner Kammer öffnet sich langsam, und das schwache Licht aus dem Flur fällt auf das Gesicht des schlafenden Mannes. Dieser Mann, der viel jünger ist als jetzt, betritt geschmeidig den Raum. Er geht mit äußerster Präzision und absolut lautlos über den Boden. Er nähert sich dem Mann auf der Matte und hebt dabei zwei Dolche. Er steht über dem Mann, und schaut mit großem Hass hinter seinen unbewegten Gesichtszügen auf ihn herunter. Er bewegt sich nicht, wie eine schlagbereite Statue verharrt er am Bett des Mannes.

Der Mann reißt die Augen auf, blinzelt verwirrt und versucht, den Schlaf aus seinem Verstand zu treiben. Als er den Knaben mit den Dolchen über sich stehen sieht, hört das Blinzeln auf. Die Verwirrung weicht dem Schrecken, und bevor ihn der Knabe attackiert, bleibt ihm nur noch Zeit für ein einziges Wort: "Du!" Der Angreifer lässt sich fallen, stößt dem Mann ein Knie in den Hals und rammt ihm einen der Dolche in den Magen. Der Knabe beugt sich vor und neigt seinen Kopf nach hinten, was den Blick auf eine lange schwarze Narbe freigibt, die von der rechten Seite seiner Kieferpartie über seinen Hals bis zu seinem linken Schlüsselbein führt. Der Mann gurgelt und gibt ein gedämpftes Husten von sich, als er durch seine zerquetschte Luftröhre zu sprechen versucht. Der Knabe sieht ihn wieder an, blickt ihm direkt in die Augen und hält so lange Blickkontakt, bis der Tod den Mann zu fordern beginnt. Danach hebt er beide Dolche und stößt sie dem Mann in die Augen.</DefaultText>
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      <ID>73</ID>
      <DefaultText>Du siehst eine Gruppe Kinder schreien, verzerrtes Gelächter aus viel zu kleinen Mündern. Ein augenloser Knabe, aus dessen Gesicht merkwürdige schwarze Stoßzähne ragen, kauert sich gegen einen Holzklotz. Als er sich im Versuch, die endlose Tirade an Beleidigungen abzublocken, selbst zuflüstert, zittern seine schmalen Schultern. Missgeburt. Monster. Totenkopf. Der Knabe bleibt noch lange, nachdem die anderen Kinder schon längst weg sind.

Viele Jahre später siehst du denselben augenlosen Knaben, nun ein Mann. Wieder schart sich eine Gruppe um ihn, dieses Mal aber ist es ein Publikum. Er erzählt einen langen Witz über ein Gespenst und einen Abort, und als er zur Pointe kommt, fängt die Gruppe zu schreien an, was sie ziemlich wie die erste klingen lässt.</DefaultText>
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      <ID>74</ID>
      <DefaultText>Du siehst, wie ein muskulöses Paar Beine durch die Luft wirbelt, zwei Gegner niedertritt und sich wieder ineinander zurückdreht. Der Mönch holt tief Luft und dreht sich geschmeidig um, ein brutaler Aufwärtshaken setzt einen vierten Widersacher außer Gefecht, und ein Beinfeger besiegelt seinen Sieg, als der Fünfte zu Boden geht. Blitzschnell schwingt er sich über eine Wand und springt geschmeidig durch ein offenes Fenster. Der Raum ist leer. Er sammelt sich und fährt damit fort, einen Wächter nach dem anderen bewusstlos zu schlagen. Die einzigen Geräusche auf seinem Vorstoß sind das Grunzen und Stöhnen der Verletzten und außer Gefecht gesetzten Gegner - heute Nacht gibt es keine Toten. Er bahnt sich zielstrebig seinen Weg durch das Gebäude in einen zentralen Raum. Er betritt den Raum, nachdem er zwei weitere Wächter mit einer bewegungslosen Invasion auf ihren Geist außer Gefecht gesetzt hat - eine Fertigkeit, die ihm aus einem anderen Leben noch halb in Erinnerung geblieben ist. Die Andeutung eines Mannes im Raum verbeugt sich mit spöttischem Grinsen und verschwindet - lediglich eine Projektion. Der Mönch verneigt sich ebenfalls und kehrt auf dem gleichen Weg zurück, den er gekommen war.</DefaultText>
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      <ID>75</ID>
      <DefaultText>Du siehst diese Frau durch die Straßen einer Kleinstadt rennen. Sie schubst sich ihren Weg durch die Menge frei und blickt sich dabei über ihre Schulter um. Ihre Kleidung ist zerfetzt, ihre Haare sind zersaust. Obwohl sie so wirkt, als würde sie vor jemandem fliehen, funkeln ihre Augen vor Freude. Sie hat ein enormes Grinsen auf dem Gesicht, dem manchmal auch ein leichtes Kichern entwischt.

Während sie über ihre Schulter schaut, rennt sie frontal gegen einen gutgekleideten Mann, der vor einem der Marktstände steht. Ihr Gesicht verändert sich in dem Augenblick, in dem sie den Mann sieht, gegen den sie da geprallt ist, Angst ist an die Stelle der Freude getreten. Ihr Grinsen verzerrt sich zu einem Stirnrunzeln, und ihre Unterlippe erbebt. Angesichts ihres Auftretens äußerst der Mann Besorgnis um ihr Wohlergehen, und als sie sich gegen ihn lehnt, spinnt sie ein Märchen um einen gefühllosen Mann, der seine Finger nicht bei sich behalten kann. Während sie spricht, wandern ihre eigenen Hände suchend und erkundend über seinen Körper.

Von der anderen Seite der Menschenmenge dringt ein Brüllen zu ihnen herüber und sie beide sehen einen kräftigen, wütenden Mann auf sie zukommen, der sich auf grobe Weise seinen Weg durch die Leute zwischen ihnen bahnt. Sie spannt ihren Körper an und gibt vor, Angst zu haben. Der Mann sagt ihr, sie müsse keine Angst haben und stellt sich zwischen sie und den anderen Mann, der ihnen immer näher kommt. Die Frau lächelt, zieht sich langsam von ihnen zurück und lacht dann gackernd. Ihr Beschützer dreht sich verwirrt um und sieht sie lachend mit einem Münzbeutel in der Hand weggehen. Sie wirbelt herum und rennt über den belebten Marktplatz. Völlig durcheinander fasst sich der Mann an seinen Gürtel. Sein Gesichtsausdruck verhärtet sich und er schreit wütend, dann reiht er sich in die Verfolgung der lachenden Frau ein, die in der Menge verschwunden ist.</DefaultText>
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      <ID>76</ID>
      <DefaultText>Durch die Bäume eines dichten Waldes siehst du eine kleine Lichtung. Dieser Mann, der nicht mehr als einen Lendenschurz trägt, steht am Rand des Waldsaums. Von der Lichtung kann man lautes Hacken und Sägen hören, und mit jedem dieser Geräusche wird die Miene des Mannes grimmiger.

Er schaut nach oben und beobachtet die Krähen, die sich in den Bäumen versammelt haben. Dann dreht er sich um und schaut die Männer an, die an den Bäumen arbeiten. Wütend knurrend spricht er mit den Krähen. Wie können sie es nur wagen? Erkennen sie das Heilige denn nicht, wenn sie es sehen? Er sagt ein Wort und legt seine Hand auf einen der Bäume. Die Rinde scheint aus dem Baum herauszuwachsen. Sie arbeitet sich langsam seinen Arm hinauf, bis sie schließlich seinen ganzen Körper bedeckt. Seinen Stab hochhaltend beginnt er wieder zu sprechen, und mit dem letzten Wort seiner Beschwörung bringt er ihn wieder zu Boden. Die Pflanzen und Wurzeln am Rand der Lichtung beginnen sich zu bewegen, wachsen wellig wie eine Schlange in die Länge, und machen sich bereit zum Angriff. Als er wieder nach oben schaut, starren ihn alle Krähen an und warten auf seinen Befehl.

Den Stab hoch über seinen Kopf erhoben, tritt er auf die Lichtung. Als er die Baumgrenze überschreitet, bemerkt ihn einer der Arbeiter und ruft den anderen zu. Sie ziehen sich auf die entgegengesetzte Seite der Lichtung zurück, als eine zäher aussehende Gruppe von Männern kampfbereit vorrückt. Er starrt sie einige wenige Augenblicke lang an und sagt: "Ich habe euch gewarnt." Dann senkt er seinen Stab und richtet ihn auf die Männer, die über seinen Wald herfallen.</DefaultText>
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      <ID>77</ID>
      <DefaultText>Du siehst eine Frau aus Feuer, die durch eine Horde von Skelett-Feinden wirbelt und tanzt. Pfeile schwirren durch die Luft, doch mit einer Drehung ihres Handgelenks sendet sie eine Feuerwand auf die angreifenden Bogenschützen, die alles auf ihrem Weg in Flammen setzt. Sie schreit und verliert die Konzentration, als eine Pike ihr Bein trifft und sie zu Boden zwingt. Während sich das Skelett nähert, fängt sie an, heller und heißer zu brennen und singt etwas hinter zusammengebissenen Zähnen. Sie flimmert für einen Moment, das Feuer zieht sich zusammen, und dann - explodieren Wellen weißen Feuers aus ihr, die alles auf ihrem Weg zerstören. Lediglich das Geräusch ihres Keuchens und das schmerzerfüllte Grunzen sind noch zu hören, als sie die Pike aus ihrem Bein herausdreht und in den Boden steckt, um sich beim Aufstehen aufzustützen. Sie schickt sich an zu gehen und humpelt langsam auf die Tür zu, doch etwas veranlasst sie, stehenzubleiben.

Ein kehliges, unmenschliches Flüstern bahnt sich seinen Weg durch die Luft, als die letzte Gestalt sich vor ihr aufbaut, sie einfordert und heranwinkt. Gegen ihren Willen wird sie vorwärts gezogen. Ihre Nase ist voll des Gestanks von Tod und Staub. Ihr Gesicht ist glasig und teilnahmslos. Sie fällt vor die Füße von Wżdt und etwas in ihr erwacht. Mit brennenden Augen steht sie erneut auf und streckt eine Hand aus. Sie streichelt die beinerne Wange des Skeletts, wobei Knochen zu Schlacke und Asche werden.

Sie bleibt noch lange, nachdem es fort ist, dort stehen, während die Asche in geisterhafter Brise verweht. Etwas hat Besitz von ihr ergriffen ...und das war noch nicht das Ende vom Spiel.</DefaultText>
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      <ID>78</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen dunklen Raum, in dem gewaltige Unordnung herrscht. Die Jalousien sind heruntergezogen und von draußen hört man Schreien und Rennen. Dieser Mann bewegt sich durch ein Haus und wirft Gegenstände in einen Sack. Er packt etwas Essen ein, sammelt einige Kleider zusammen und sucht in einer Truhe nach verschiedenen kleinen Gegenständen, die magischen Komponenten ähneln. Er bleibt vor einem Bücherregal stehen und streift mit seinen Fingern über die Buchrücken, während er die Titel liest. Er seufzt, lässt seinen Finger erneut über die Bücher gleiten und murmelt etwas vor sich hin. Schließlich wählt er einige Bücher aus, nimmt sie aus dem Regal und legt sie zu den übrigen Dingen, die er bereits gesammelt hat.

Eine kleine Gruppe aus Eichhörnchen und Vögeln folgt ihm auf seinem Weg durch die Räume. Sie bewegen sich fast, als wären sie ein einzelnes Wesen. Sie versuchen, in seiner Nähe zu bleiben, scheinen aber auch zu wissen, dass sie ihm aus dem Weg gehen sollten. Er ist offensichtlich in Eile, und tut doch alles, was er tut, bewusst und mit Bedacht.

Die äußere Tür wird mit einem lauten Knall aufgeschlagen. Die Tiere stieben verängstigt auseinander. Der Mann wendet sich um, hebt eine Hand - in der anderen ein Buch - und flüstert etwas kaum Hörbares. Eiskristalle beginnen, sich an seinen Fingerspitzen zu bilden. Sie knistern in der Hitze des Raums. Er sieht den Mann in der Tür stehen und lässt seine Hände augenblicklich sinken. Das Eis verschwindet so schnell, wie es gekommen war. Der Mann in der Tür bedeutet ihm, er solle sich beeilen, und zeigt auf den Horizont draußen. Der Mann im Haus winkt ab und sagt, er sei beinahe fertig und werde bald kommen. Er lässt den Blick noch einmal durch den Raum streifen, um zu sehen, ob er etwas vergessen hat. Dann geht er, wobei er noch nicht einmal die Tür hinter sich schließt. Draußen sieht er Menschen, ähnlich bepackt wie er, die sich von der Stadt entfernen, fort von den am Horizont aufsteigenden Rauchsäulen.</DefaultText>
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      <ID>79</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen Mann, der sich auf der Jagd nach dem Klick-Klick-Klick des Erfolgs an einem Schloss zu schaffen macht. Es dauert zwar länger als nur einen Augenblick, aber da ist es. Klick. Er dreht die Nadel weiter herum. Klick. Noch ein bisschen weiter. Klick. Sein Grinsen ist reines süffisantes Selbstbewusstsein, als er in das gut befestigte Gebäude eindringt. Er schaudert, als er die Schwelle überschreitet. Seine Pupillen verengen sich kurzzeitig, als die Tür hinter ihm von selbst zuschwingt. Klick-Klick-Klick. Verschlossen.

Er bewegt sich durch das ruhige Gebäude, ohne Feinsinn in seiner Suche. Er steckt nichts ein, trotz der Schmerzen, die sein offen stehender Mund verursacht, als er sowohl an Juwelen als auch an Tränken vorbeischreitet. Niemand hält ihn auf, während er von Raum zu Raum schleicht - er ist alleine und auf seiner Suche ungestört.

Schließlich entdeckt er in einem schäbigen, von Staub überzogenen Raum eine Falltür, die nachlässig mit einem ausgefransten Teppich verborgen wurde. Das Schloss ist verrostet, alt und simpel, und mit Leichtigkeit zerbricht er es mit Hilfe seines Schwertheftes.. Er pfeift zwischen den Zähnen angesichts der Sammlung, die sich ihm präsentiert: Hammer aus Adra, Obsidianklingen, Rüstungen aus Drachenschuppen. Er tauscht sein Schwert gegen eine schwarze Klinge mit riesigen Symbolen und nimmt ansonsten so viel mit, wie er nur kann. Als er die Falltür wieder schließt, hört er ein heulendes, stechendes Kreischen. Panisch versucht er zu rennen, doch seine Sammlung ist zu schwer. Er flucht, lässt alles bis auf das Schwert fallen, und klettert an einem Bücherregal hinauf zu einem vergitterten Fenster. Er zerschlägt das Glas mit seinem Schwert und fängt an, auf die alten Eisenstäbe einzuschlagen. Ein Schrei aus der Ferne lässt seine Verzweiflung erneut aufkommen, und mit einem lauten Klirren fallen die Stäbe aus dem Fenster. Er zwängt sich durch die Öffnung, wobei jede Stelle freigelegter Haut von Glas zerschnitten wird. Er rennt, während die Obsidianklinge auf seinem Rücken leicht in der dunklen Nacht leuchtet.</DefaultText>
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      <ID>80</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen ausgebrannten Raum. Dieser Mann steht mitten darin. Brandflecken umgeben seine Füße und von seiner versengten Robe steigt Rauch auf. Überall liegen Trümmer herum - zerborstene Regale, zerrissene und verbrannte Bücher, zerschmetterte Stühle, ein entzweiter Tisch. Die Wand hat Sprünge, und durch ein kleines Loch im Dach scheint Licht herein. Jedes Fenster des Raumes wurde zertrümmert, und in der Ecke liegt eine Lampe auf der Seite, deren brennendes Öl unter ihr auf dem Steinboden eine Pfütze bildet.

Der Mann schaut sich um und begutachtet die Verwüstungen. Seine Augen bleibt kurz auf den fünf Leichen hängen, die in den Trümmern liegen. Sie sind verzerrt, verkohlt, zerrissen und fast unkenntlich. Er dreht sich zu dem einzigen überlebenden Mann um, dem ein schwerer Steinbalken Beine und Becken zerschmettert hat, und der sitzend gegen die Wand lehnt. Der sterbende Mann starrt leer über den Balken hinweg, während ihm das Blut aus dem Mundwinkel läuft. Der unverletzte Mann beugt sich zu ihm hinüber und blickt ihm in die Augen. "Niemand anderes besitzt dieses Wissen", sagt er. Der andere Mann öffnet seinen Mund, um zu sprechen, aber dieser Mann ist bereits gegangen.

Er lässt seine Hand nach unten fallen und spricht einen kurzen Satz. Ein tiefschwarzer Tropfen fällt von seiner Hand auf den Boden und wächst dort zu einem Ring aus schwarzer Energie heran, der sich nach außen fortpflanzt. Als der Ring den anderen Mann erreicht, transformiert er ihn. Seine Haut wird fahl und grau, sein Fleisch trocknet aus und verrunzelt nach innen. Der Ring geht über den Mann hinaus und hört auf zu existieren, als sein Körper, nun nicht mehr als Asche, in sich selbst kollabiert.</DefaultText>
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      <ID>81</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen Mann, der ein Paar auf der Kopfsteinpflasterstraße fest im Blick hat. Er bewegt sich ein bisschen zu auffällig, ein bisschen zu natürlich, und während er sie von Gebäude zu Gebäude verfolgt, lässt er die zersausten Locken der Frau niemals aus den Augen.

Die Frau lacht betrunken, ihre Hand liegt in der eines spitznasigen Edelmannes, dessen makelloser Wams etwas zu eng für seine ausladende Figur ist. Während sie gehen, reibt sie sich an ihm, was für den Geschmack ihres Schattens eine Spur zu intim ist. Als sich das Paar in einen geräumigen Torweg zurückzieht und die Hand des Edelmannes ihr Kleid heruntergleitet, verengen sich seine Augen zu wütenden Schlitzen. Als sie sich noch enger an ihn schmiegt und zu stöhnen beginnt, atmet er nur noch in kurzen Stößen.

Der Zuschauer hält mit zugepresstem Mund und schwellenden Adern inne. Mit dem Dolch in der Hand schleicht er die Wand entlang, und genau in dem Moment, als die Frau in den Wams des Edelmannes beißt, tritt er aus dem Schatten. Wenige Augenblicke später ist alles vorbei. Er schließt seine Augen, der Dolch gleitet aus seiner blutverschmierten Hand, und er flüchtet.</DefaultText>
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      <ID>82</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen Reiter, der vor einer Karawane durch leicht bewaldetes Gelände reitet. Dieser Mann reitet neben ihm, und sie unterhalten und scherzen vergnügt miteinander. Die Männer sehen sich verblüffend ähnlich und sind beide mit Rüstung, Schwert und Bogen unterwegs.

Ein orlanischer Reiter nähert sich, lässt sein Pferd neben ihnen anhalten und fällt dann in ihr Tempo ein. Die Straße ist frei, bedeutet er ihnen, und kilometerweit ist alles friedlich. Die Worte haben kaum seinen Mund verlassen, als ein Pfeil aus dem Schutz der Bäume geflogen kommt. Er trifft den Orlaner im Genick und wirft ihn vom Pferd, das sich auf die Hinterbeine stellt. Erschrocken scheuen auch die beiden anderen Pferde und werfen ihre Reiter ab. Dieser Mann fällt frei zu Boden, steht schnell wieder auf und eilt in den Feuerschutz des nächsten Karawanenwagens. Der andere Mann dagegen hat nicht so viel Glück. Sein Fuß bleibt im Steigbügel hängen, und im Sturz wird sein Knöchel erst nach hinten gebogen und dann nach unten gerissen, als sein Pferd nach vorne schießt. Dadurch wird sein Fuß zwar aus dem Steigbügel befreit, allerdings mit einem leichten knackenden Geräusch aus seinem Knöchel. Er schreit vor Schmerzen auf, rollt auf den Bauch und zieht sich auf den Wagen zu.

Der Wagen hat angehalten und die Nachhut, zwei Aumaua, reitet auf die andere Seite um ihn herum. Einer springt von seinem Pferd und eilt dem verletzten Mann zur Seite und reicht ihm eine helfende Hand. Der andere Aumaua reitet nach vorne und zieht dabei sein Schwert aus der Scheide. Der erste Mann sieht, was gleich passieren wird, aber sein Warnruf kommt zu spät. Der reitende Aumaua schwingt sein Schwert und erledigt den anderen, der dem verletzten Mann helfen wollte, noch bevor er ihn erreichen kann. Dann gleitet er aus dem Sattel und erhebt abermals das Schwert. Der Mann hinter dem Wagen schreit ein zweites Mal, einen neuen Pfeil hat er bereits im Bogen. Er schießt den Pfeil ab und beobachtet ihn beim Flug auf sein Ziel, das dem verletzten Mann bereits sein Schwert in den Rücken geschlagen hat.</DefaultText>
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      <ID>83</ID>
      <DefaultText>Du erblickst einen kräftigen Mann mit einer enormen Mähne aus wildem orangem Haar. Er scheint sich in dem kleinen kerzenbeleuchteten Raum ein wenig eingeengt zu fühlen. Ihm gegenüber sitzt eine korpulente Frau mit einem auf die Stirn aufgemalten dritten Auge. Sie starrt ihn an und schnalzt abfällig mit der Zunge, worauf er strammsteht. Er ist gut anderthalb Köpfe größer als sie, doch sie ist diejenige, die in dem Raum das Sagen hat. Sie schließt ihre Augen und spricht mit der Hand auf seiner Brust. Sie sieht eine kleine, graue Kreatur, die von Ort zu Ort springt, rennt, und entwischt. Sie jagt nach ihr, vier Beine springen und hüpfen wild durch den Raum, als ... 

Sie lacht, öffnet die Augen und zieht ihre Hand zurück. Sofort entschuldigt sie sich schuldbewusst und vermeidet den Blickkontakt. Er möchte von ihr wissen, was mit ihm nicht stimme, was der Grund für sein merkwürdiges Verhalten sei. "Bevor du geboren wurdest, hat sich deine Seele gespalten, Kind", erklärt sie und unterdrückt dabei ein Lächeln. "Während die Hälfte an dich ging, scheint die andere Hälfte eine eher katzenartige Natur geworden zu sein".

Er taumelt zurück, während ihn ein Gesichtsausdruck nach dem anderen durchzuckt. Sein Mund öffnet und schließt sich mehrmals, ehe er den Kopf neigt und sich der Ansatz eines Lächelns zeigt. Plötzlich fängt er an zu lachen, er krümmt sich, und Tränen laufen sein Gesicht hinab. Er kommt wieder zur Besinnung, dankt ihr, und geht - das Mysterium ist gelöst.</DefaultText>
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      <ID>84</ID>
      <DefaultText>Du blickst in hunderte ernste Gesichter. Sie stehen in stillem Gedenken. Ein Dorf, das öffentlich das Opfer eines mutigen Helden betrauert. Seine Gefährten stehen kraftlos an der Seite. Der Beamte erzählt so gut er kann ihre Geschichte, von der Errettung des Dorfes und von dem Einen, der in der Schlacht gegen die Trolle fiel. Doch die Gesichter seiner Freunde sagen weitaus mehr über die Wahrhaftigkeit der Rede aus.

Endlich ist es vorbei, und die Dorfbewohner kehren wieder zu ihrem Alltag zurück. Die Abenteurer verweilen noch ein wenig, reden miteinander und erinnern sich, ehe sie für die Nacht zum Gasthaus zurückkehren. Sie trauern auf ihre eigene Weise: Tränen, Wut, Svef, zerbrochene Flaschen.Der Anführer der Gruppe bleibt ruhig, den Blick nach innen gekehrt. 

Wochen vergehen und er spricht nur wenig. Er verlässt das Gasthaus früh am Morgen und kehrt spät in der Nacht erschöpft zurück. Schließlich nimmt er die anderen mit, um sie ihnen zu zeigen: eine Statue in Lebensgröße, schön in ihrer einfachen Gestalt. Die Dorfbewohner stellen sie auf dem Dorfplatz auf, als die Gruppe das Dorf verlässt, noch immer leer, jedoch etwas weniger gebrochen. Die Statue lächelt sie an, während sie gehen.</DefaultText>
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      <ID>85</ID>
      <DefaultText>Du siehst drei farbenprächtige Orlaner, die mit Waffen als Instrumente miteinander in brutaler Disharmonie wetteifern. Hinter ihnen führt eine Schaustellertruppe kullernd, springend und gestikulierend mit gefletschten Zähnen enormer Schärfe eine bizarre Pantomimenvorstellung auf. Der kleinste von ihnen, der erst ein Kind und im nächsten Moment ein alter Mann zu sein scheint, führt mit glasigen Augen und steifem Grinsen obszöne Stoßbewegungen in Richtung der Zuschauer aus. Die unzufriedene Menge rempelt sich angesichts seiner Darbietung unwohl an.

Als die Schausteller mit ihrer Vorstellung fortfahren, wird kein Geld geworfen und kein Lob geäußert. Die unbehagliche Menge löst sich auf, und als der Knabe ihnen beim Fortgehen zusieht, wird sein Grinsen immer obszöner.</DefaultText>
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      <ID>86</ID>
      <DefaultText>Du siehst, wie sich diese Frau auf einem großen Divan räkelt. Sie greift in eine aufwändig verzierte Glasschale, nimmt Datteln heraus und führt sie gedankenverloren zu ihrem Mund, während sie aus dem Fenster starrt. Ihre Haare sind nicht frisiert, sie ist nur halb bekleidet und sie gähnt gelegentlich, von ihrer Umgebung offenbar gelangweilt. Auch ihre Kammer wirkt alles andere als frisch - eher, als habe seit Wochen niemand hier Ordnung gemacht. Alles ist mit einer Staubschicht bedeckt. Kleider und Essensreste bedecken den Boden, die Möbel gehören repariert und poliert.

Es klopft an der Tür und sie gibt ein leises Grunzen von sich, ignoriert das Klopfen ansonsten aber. Sie greift nach einer weiteren Handvoll Datteln und beginnt, sie eine nach der anderen in die Luft zu werfen und zu versuchen, sie mit dem Mund aufzufangen. Das gelingt ihr jedoch höchst selten. Die Datteln fallen zu Boden und bilden bald einen ungleichmäßigen Kreis um den Divan. Es klopft erneut und sie schreckt hoch, wodurch die eben in die Luft geworfene Dattel auf ihrer Stirn aufschlägt, ehe sie davonrollt. Sie grunzt, blickt zur Tür und atmet scharf durch die Nase aus. Ein gedämpfter und entfernter Schrei ertönt von irgendwo außerhalb der Kammer.

Sie rollt sich auf die Seite, mit dem Rücken zur Tür, und zieht sich ein Kissen über den Kopf, um nichts hören zu müssen. Mehrere Minuten verharrt sie so. Ihre Augen schließen sich langsam und sie entgleitet in den Schlaf. Die Tür öffnet sich und jemand betritt den Raum. Zögerlich nähert er sich dem Divan und bleibt daneben stehen. Ebenso zögerlich streckt er den Arm aus und berührt sie an der Schulter. Er schüttelt sie sanft. Das Kissen fällt ihr vom Kopf und sie wendet sich dem Mann mit einem streitlustigen Blick in den Augen zu. "Herrin", sagt er und kniet vor ihr nieder. "Wir brauchen Ihre Hilfe".

Die Frau seufzt tief und laut auf, rollt die Augen und beginnt sich zu erheben. Sie nimmt sich eine letzte Handvoll Datteln und geht laut schmatzend aus dem Raum.</DefaultText>
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      <ID>87</ID>
      <DefaultText>Du siehst eine Waldlichtung, wo sich durch das Unkraut auf dem Boden der Nebel der kalten Morgenluft kräuselt. Diese Ruhe wird gelegentlich durch ein schwaches Geräusch unterbrochen, dessen Echo durch die Stille hallt. Diese Frau kommt aus den Bäumen, hält inne und fällt dann zu Boden. Sie kriecht an den Rand der Lichtung und kauert sich neben einen Baum. Sie sieht sich verstohlen um und lauscht aufmerksam im zunehmenden Licht. Sie drückt ihren Rücken gegen den Baum, spannt sich an und macht sich sprungbereit.

Aus der Entfernung kann man jetzt noch ein Geräusch hören - ein Rascheln im Unterholz. Kaum hat sie es gehört, schießt sie auch schon nach vorne und bleibt so niedrig am Boden wie möglich. Sie legt eine Hand an ihre Kehle und stößt einen schrillen Vogelruf aus, aber die Geräusche aus ihrem Mund scheinen aus einigen Metern Entfernung zu kommen. Hinter ihr, nahe dem Ursprung des Raschelns, kann man kurz ein Grunzen hören, das aber schnell abgewürgt wird. Sie springt in einen großen Busch am Rand der Baumgrenze, hält ihren Kopf unten und schlängelt sich leise durch Blätter und Zweige. Sie bezieht Stellung in den Büschen und wendet sich der Richtung zu, aus der sie gekommen ist. Abermals hebt sie ihre Hand, dieses Mal aber ahmt sie einen Stelgaer nach und platziert das Brüllen direkt hinter die Männer, die sich vergeblich an sie heranschleichen. Diesem Ruf antworten mehrere Stimmen, die nun allesamt panisch und eilig klingen, sich in diese Richtung bewegen und jeden Gedanken an Heimlichkeit verworfen haben.

Sie kriecht unter dem Busch hinaus und geht hinter ihm in die Hocke. Während sie ihren Bogen vom Rücken holt, nimmt sie Schusshaltung an und wartet auf das Erscheinen ihrer Jäger.</DefaultText>
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      <ID>88</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen kräftigen Mann, der ein marodes Gasthaus inspiziert. Der Aumaua-Verkäufer neben ihm wirkt wie ein Zwerg, während sie durch das einst so stolze Etablissement streifen. Die Wände sind voller Flecken und Wael allein weiß, was sonst noch auf jeder Oberfläche verschmiert ist. Nicht ein Gegenstand ist unversehrt, und von Motten zerfressene Decken, verfaultes Essen und Müll zeugen von einer Reihe von Hausbesetzern.

Der Mann runzelt die Stirn, während er den Ort eingehend prüft. Der Aumaua macht ihm ein letztes Angebot, wobei er bei jeder Silbe seine allzu weißen, übergroßen und bedrohlichen Zähne aufblitzen lässt. Mit einem Seufzen und dem Klimpern des überreichten Münzbeutels kauft der Mann die Müllhalde eines Gasthauses und beginnt mit seiner Planung.</DefaultText>
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      <ID>89</ID>
      <DefaultText>Du siehst, wie ein halb ausgetrunkenes Bier zu seinem Mund schwappt und auf die alten Essensreste spritzt. Glasige Augen beobachten die Prügelei im Raum und glühen auf, als der Kampf sich ausweitet. "Noch ein Bier", murmelt er dem Schankwirt zu, kippt sein Getränk herunter und wendet sich der Wand zu. Er zieht ein Bild aus seiner Tasche, eine Zeichnung eines kleinen Kindes mit braunen Haaren und grünen Augen, und hält es über eine Kerze. Das Bild brennt nicht.

Einige Biere später fängt er an zu singen. Die Kneipe ist ein Durcheinander aus zerbrochenen Stühlen und verletztem Stolz, und für einen Moment hören sie ihm alle zu, bevor sie mit ihren Getränken, Svefs und Gesprächen fortfahren. Sein Schmerz erfüllt den Raum - seine traurige Geschichte erinnert sie an ihre eigenen traurigen Geschichten. Als er mit seinem Gesang fertig ist, ruht eine Stille in der Luft, die zwischen dem Rauch, dem Schweiß und dem hefigen Geruch von Bieratem greifbar ist. Er ist der erste, der das Schweigen bricht, indem er eine Runde Bier für alle bestellt. Der allgemeine Lärm von Gesprächen keimt wieder auf, doch die Fröhlichkeit wird nun von weit entfernten Erinnerungen und Gedanken gedämpft.</DefaultText>
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      <ID>90</ID>
      <DefaultText>Du siehst eine Gruppe um einen Wagen herumstehen, die ein Schwert betrachtet, das in großem, elegantem Bogen geschwungen wird. Dieser Mann hält das Schwert, wechselt es mit entspannter Leichtigkeit von Hand zu Hand, und lässt die Klinge vor seinem Publikum tanzen. Er wirft das Schwert in die Luft, wirbelt herum, und legt dann einen Arm auf den Rücken, um es aufzufangen. Die Menge klatscht begeistert, und ein paar ringen auch um Luft, da sie eine Tragödie erwartet hatten.</DefaultText>
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      <ID>91</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen kleinen Jungen, der mit einem breiten Grinsen auf seinem vom Wind durchpeitschten Gesicht die Rampe eines gigantischen Schiffs mit schwarzen Segeln hochschleicht. Das Schiff ist fast leer, die Mannschaft ist an Land und trinkt und feiert ihre letzte Überfahrt. Der Junge umgeht mit Leichtigkeit die betrunkenen Wachposten, die auf dem Oberdeck Karten spielen, und ihre Geschichten von Eroberungen austauschen, die der Junge noch nicht versteht. Er rennt die Treppen hinab auf das Unterdeck. Unter Deck ist das Schiff still, während er es erforscht. Lediglich die sanften Wogen des Ozeans gegen den Rumpf sind zu hören sowie das gedämpfte Geräusch von aufgeregten Füßen, die zwischen den Kisten umherrennen und bei jeder Kiste halten, um einen Blick hinein zu werfen. Plötzlich sind weitere Schritte zu hören, und der Junge springt auf und versteckt sich hinter einem Berg von Säcken. Die Schritte verschwinden, der Junge ist jedoch schließlich eingeschlafen ...und das Schiff erwacht wieder zum Leben, als die betrunkene Mannschaft eine halsbrecherische Flucht mit einem unfreiwilligen blinden Passagier unternimmt.</DefaultText>
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      <ID>92</ID>
      <DefaultText>Du siehst ein Paar makellos polierter Lederstiefel und einen tadellos gepflegten Spitzbart. Ihr Besitzer ist ein Mann mit leicht gekrümmter Nase, schelmischem Grinsen und schmalen Augen. Er hebt seinen gefiederten Hut, als er an einem Kaufmann vorbeiläuft, ein kleines Stück Pergament fest in seiner Faust gehalten, die fahlen Finger von Tinte verfärbt. Scheinbar kennt er die meisten Kaufleute auf dem Marktplatz, denn er hält an, um sich mit einigen zu unterhalten, während er anderen zunickt und sogar mit manchen kleine Güter austauscht. Dabei lächelt er stets und tauscht lachend Sticheleien aus. Er nähert sich mit einem unnachgiebigen Grinsen einer stämmigen Aumaua und scherzt über das Wetter. Auch sie macht Witze, während sie ihm unbemerkt einige Goldmünzen zusteckt. Als er weiterläuft, ist das Papier aus seiner Hand verschwunden und das Lächeln auf seinem Gesicht weitaus natürlicher. Er tippt sich an den Hut, zwinkert ihr zu und zieht mit neuem Schwung weiter.</DefaultText>
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      <ID>93</ID>
      <DefaultText>Du erblickst eine Frau, die ihre Tasche auf ihrem Bett entleert und ihr Inventar begutachtet. Tränke, Verbandsmaterial, Tinkturen und Kräuter sind willkürlich in ihrem Raum verteilt. Sie beißt sich auf die Lippe, neigt den Kopf zur Seite und wägt ab. Sie beginnt, einen Gegenstand nach dem anderen von Neuem vorsichtig und mit Bedacht einzupacken, wobei ihre Hände zittern. Jeder Gegenstand hat seinen eigenen Platz, doch wie auch immer sie die Tasche packt, sie ist nicht damit zufrieden. Das Zittern wird schlimmer und sie leert die Tasche mit einer Hand vor dem Mund erneut aus. Die Tränen steigen auf, sie gibt jegliche Ordnung auf und stopft alles, was sie kann, in die Tasche hinein. Sie greift nach ihr und rennt aus dem leeren Haus.

Mit aufrechtem Gang läuft sie zum Dock, das Kinn vorgestreckt, der Blick hart und die Augen rot. Ein junger schlaksiger Elf bekundet sein Beileid, doch sie nimmt ihn angesichts des Ozeans, der sich vor ihr offenbart, nicht wahr. Sie streift durch die Hafenanlage, bietet jedem, der ihr zuhört, ihre Dienste als Heilerin an; jedem, der mit der nächsten Flut auslaufen wird. Kaum eine Stunde später beobachtet sie, wie ihre Kindheit in der Ferne verschwindet: ein kleiner Fleck Insel. Sie versucht, nicht zu springen.</DefaultText>
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      <ID>94</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen abgemagerten Jungen in Ketten, mit schwarzen Höhlen statt Augen, der blind auf eine Wand starrt. Ein Mann in einem dunklen Mantel tritt herein. Er hält eine Schriftrolle und eine merkwürdig geformte Feder in der Hand. Der Junge starrt ihn ausdruckslos an. Eine Leiche, die auf Belebung wartet. Der Mann schnalzt deutlich abfällig mit der Zunge. Der Junge steht mit hängenden Gliedern auf. Der Mann nimmt die Feder und fängt an, auf die Brust des Jungen zu schreiben, indem er spitze, verwinkelte Symbole von der Schriftrolle kopiert. Der Junge bleibt regungslos, während sich die Feder in seine Haut gräbt und blutende Stellen hinterlässt. Der Zauberer endet mit einem Schnörkel und bellt ein geheimnisvolles Kommando, das den Symbolen ein trübes Glühen verleiht. Der Junge schreit auf, fällt hart mit den Knien auf dem Steinboden auf, seine Brust schwarz und rot brennend. Schließlich verschwindet das Glühen und hinterlässt nur harte schwarze Narben auf der Haut. Er fällt zuckend zur Seite, während er die Augen verdreht. Der Zauberer grunzt und tritt ihm auf dem Weg nach draußen auf das Bein. Der Junge liegt bis zur Dämmerung auf dem Boden, die Augen weiterhin wie schwarze Löcher, während die Zuckungen zu krampfhaftem Schütteln werden.</DefaultText>
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      <ID>95</ID>
      <DefaultText>Du siehst die Innenausstattung eines kleinen, dunklen Geschäfts. Die Regale sind mit verschiedenartigen Waren bestückt, manche gewöhnlicher Natur, manche etwas exotischer. Dieser Mann geht lächelnd an den Regalen des Geschäfts vorbei und berührt die Gegenstände auf liebevolle Weise. Er manövriert sich durch die Gänge des Geschäfts, in dem er alleine ist.



Er bleibt vor einem großen Schaukasten stehen, in dem sich das Modell eines großen Lindwurms befindet. Eine Plakette vorne am Schaukasten bietet genaue Informationen über sein natürliches Habitat, seine Nahrungsvorlieben und seine Paarungsrituale. Er geht von Schaukasten zu Schaukasten und lässt jeden auf sich wirken. Schließlich blickt er durch das Fenster vorne im Laden und sieht, dass die Sonne schon über den Gebäuden steht. Frühaufsteher gehen über den Markt, besuchen Geschäfte und bummeln auf der Suche nach Schnäppchen an den Ständen vorbei.



Der Mann steht mit dem Rücken zu seinem Geschäft vor der Eingangstür und lächelt wieder. Schließlich sperrt er die Tür auf, öffnet sie, und lässt die Geräusche des Markts herein.</DefaultText>
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      <ID>96</ID>
      <DefaultText>Du siehst eine lange, leere Straße, die zwei große Getreidefelder voneinander trennt. Die Luft ist kaum in Bewegung und das Land scheint für den frühen Nachmittag zu still zu sein. Diese Frau geht ein Pferd führend langsam die Straße hinunter und sieht sich neugierig um. Sie scheint zu spüren, dass etwas nicht stimmt, aber sie kann nicht genau erkennen, was es ist.

Sie bleibt stehen und legt ihre Nase schnüffelnd in den Wind. Sie wirft ihre Stirn in Falten und sieht sich um, nach irgendwas. Der Himmel ist klar. Keine Wolken. Sie schnüffelt nochmal, während sie sich immer noch mit bestürztem Gesicht umschaut, und sagt ein einzelnes Wort: "Feuer?"_x000D_

Sie schaut über die Felder hinweg, worauf sich ihre Bestürzung in Angst wandelt. Sie hält ihre Hand gegen die Sonne hoch und sieht noch einmal hin. Da sie nicht findet, wonach sie gesucht hat, springt sie wieder in den Sattel, ihre Angst nun reine Panik. Sie gibt dem Pferd die Sporen und lässt es den Pfad entlang schießen, der sich dort um einige Bäume biegt, wo das Bauernhaus stehen sollte.

Mit entsetztem Gesicht hält sie kurz vor den verbrannten und schwelenden Resten ihres Elternhauses an. Mit Tränen in den Augen treibt sie dem Pferd wieder die Sporen in die Seite und rast auf die Trümmer zu.</DefaultText>
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      <DefaultText>Du siehst einen älteren Zwerg hinter einem schmutzigen Schaufenster Münzen zählen. Seine Haare sind völlig fettig und verschwitzt, seinen verkniffenen Mund umspielt ein höhnisches Grinsen. Vor ihm liegen die Schnäppchen des Tages auf dem Tisch verstreut, von kitschigem Schmuck bis zu einem mit Säure verkrusteten Dolch, der gefährlich nah am Tischrand liegt. Als ein Kunde den Laden betritt, ein zerzauster, junger Edelmann mit einem ehemals weißen Wams, der die Spuren eines aus den Fugen geratenen Lebens zeigt, zuckt seine Stupsnase erwartungsvoll. Bevor er den Inhalt seines Sackleinenbeutels auf den Tisch entleert, sieht er sich nach etwaigen Verfolgern um. Der Zwerg beugt sich nach vorne und geht mit den Fingern durch das Tafelsilber und verschiedene Pokale. Er schüttelt seinen Kopf mit Nachdruck, nun mit ausgeprägtem höhnischen Grinsen, und schiebt die Gegenstände zu dem Mann zurück. Der Mann fleht und bettelt mit panischen Augen und bittet um eine Kleinigkeit, um Irgendetwas, wenigstens um ein paar Silberstücke. Der Zwerg guckt heimtückisch und wirft drei Kupferstücke auf den Tisch. Zum kaum verhohlenen Entzücken des Zwerges reißt sich der junge Edelmann verzweifelt einen Siegelring vom Finger. Ein paar Münzen mehr gesellen sich zu den Kupferstücken und der besiegte Mann verlässt unter bösen Flüchen den Laden. Der greise Zwerg grinst ob seines Glücks und inspiziert seine Beute, während er sich Essensreste aus seinen überscharfen Zähnen pult.</DefaultText>
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      <DefaultText>Du siehst eine Gruppe junger Männer um ein behelfsmäßiges Übungsziel herumstehen. Dieser Mann steht in ihrer Mitte und erklärt ihnen den Bau und die Benutzung eines Bogens. Während er spricht, hält er den Bogen hoch und erklärt jedes Teil und dessen Funktionsweise. Danach geht er gut 70 Meter vom Ziel weg und sagt ihnen, sie sollen bleiben, wo sie sind. Er legt sorgsam an, erklärt ihnen dabei jeden Schritt und schießt den Pfeil ab. Zur großen Überraschung und Freude der Knaben neben dem Ziel trifft er es direkt ins Zentrum.

Er lächelt, geht auf die Knaben zu und erläutert ihnen die richtige Körperhaltung und wie man einen Bogen am effektivsten hält. Von der Baumgrenze nahe ihres Übungsplatzes hört er ein Geräusch und bleibt stehen. Er kneift die Augen gegen die Sonne zusammen und sucht den Wald ab. Ein Schatten bewegt sich dort, und er bahnt sich seinen Weg durch den Wald hinter ihnen. Er zieht einen Pfeil aus dem Köcher und legt ihn aufs Ziel an, wobei er die Bewegungen der verborgenen Kreatur sorgsam berücksichtigt. Er lässt den Pfeil fliegen, vergeudet aber keine Zeit und schnappt sich schnell einen weiteren. Die Knaben wirbeln herum und sehen, wie der Pfeil in den Wald saust und sofort in den Bäumen verschwindet. Plötzlich gibt es im Unterholz explosionsartige Bewegungen, als ein Hirsch aus der Baumgrenze bricht und über den Rand der Lichtung rennt. Die Knaben lachen und wollen den Mann schon ob seines schlechten Schusses veralbern. Als sie den Pfeil in seinem gespannten Bogen sehen, den er auf den Hirsch angelegt hat, hören sie zu sprechen auf. Er schießt zum letzten Mal und sie lassen sich zu Boden fallen, als der Pfeil den Hirsch punktgenau hinter seiner Schulter trifft, Herz und Lunge durchdringt und ihn fast augenblicklich tot zu Boden stürzen lässt.

Die Knaben starren den Hirsch einige Sekunden lang an, dann drehen sie sich mit neuentdecktem Respekt langsam zu dem Mann um. Er lächelt wieder und stößt ein kurzes Seufzen der Erleichterung aus.</DefaultText>
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      <ID>99</ID>
      <DefaultText>In einer ungepflegten Schänke siehst du eine große Frau allein mit ihrem Getränk sitzen. Die wenigen anderen Gäste lassen sie in Ruhe und machen einen großen Bogen um sie herum. Selbst der Schankwirt meidet Blickkontakt mit ihr, als er ihr weitere Getränke serviert, sie aber scheint davon nichts zu merken.

Ein Mann stolziert herein ... und er bemerkt sie wohl. Er nickt dem Schankwirt gebieterisch zu und setzt sich direkt neben die Frau, an deren vollem Busen er offensichtlich Interesse gefunden hat. Sie wendet sich ab, er aber gibt nicht auf und legt eine Hand auf ihr Knie. Innerhalb weniger Sekunden findet er sich schockiert auf dem Boden wieder und will wieder aufstehen - an was ihn aber ihr Schuh auf seinem Hals hindert. Mit leerem Gesichtsausdruck hebt sie eine Augenbraue hoch, als er am Boden stotternd um Gnade winselt.

Als sie schließlich nachgibt, ist er schon ganz rot angelaufen, und während er mit beleidigtem Blick nach hinten und aus der Tür stürzt, wendet sie sich wieder ihrem Getränk zu. Die anderen Gäste schütteln wissend ihre Köpfe.</DefaultText>
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      <ID>100</ID>
      <DefaultText>Du siehst eine Dreieckfahne hoch oben träge im Wind wehen, auf die eine aufgehende Sonne gestickt ist, die Vorhut einer kleinen Paladintruppe. Die Atmosphäre ist heiter, wenn auch maßvoll, und die Elemente haben ihren Rüstungen noch nicht zugesetzt - dieser Feldzug ist frisch, jung und voller Begeisterung und Eifer. An ihrer Spitze steht ein Befehlshaber, in voller Rüstung etwas plump wirkend, aber doch entschlossenen Schrittes. Trotz der Begeisterung seiner Mannen lächelt er nicht. Vielmehr steht er mit schiefem Mund und grimmigem Gesichtsausdruck da. Er reißt eine Hand hoch und bringt seinen Trupp zum Anhalten. Als sich mit tiefem Grollen dunkle Gewitterwolken zusammenziehen, werden sie still. Er befiehlt ihnen, sich kampfbereit zu machen und auszuschwärmen. Augen huschen von Horizont zu Horizont, Hälse drehen sich, um den Ursprung des Geräuschs auszumachen.

In der Ferne heben sich Staub und Blitze vom Boden, als über ihnen rasch stygische Wolken zusammenziehen. Die Soldaten halten ihre Stellung, ihre nervliche Anspannung verrät allein ihre nervöse Atmung. Der Befehlshaber schließt seine Augen und ruft einen Segen auf seinen Trupp herab. Gestärkt und unbesiegbar warten sie, während der Feind ihnen immer näher kommt.</DefaultText>
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      <ID>101</ID>
      <DefaultText>Du siehst diesen Mann nackt vor einem Podium in der Mitte eines großen runden Raumes knien. Auf der anderen Seite des Raumes von ihm aus gesehen steht ein großer Thron. Die Lehne des Throns und zwei seiner Beine sind gebrochen, was ihn unbenutzbar macht und ihn gefährlich auf seinem Podest kippen lässt. Der Raum wird von Gestalten in schwarzen Roben umringt, deren leiser Gesang den Raum mit einem tiefen Brummen erfüllt.

Auf dem Podium, auf der anderen Seite der Feuerschale steht noch ein Robenträger, der ein ledergebundenes Buch mit verkohlten Markierungen in den Händen hält. Er erzählt dem nackten Mann über Treue, Hingabe und Gebote. Als er fertig ist, gebietet er den anderen, sich zu erheben, und hält das Buch über die brennenden Kohlen in der Feuerschale zu ihm hin. Der nackte Mann nickt, worauf der Robenträger das Buch ins Feuer fallen lässt. Der nackte Mann sinkt auf ein Knie und drückt seine Stirn kurz seitlich gegen die Feuerschale. Dann steht er auf und stößt beide Hände in die Kohlen in der Feuerschale. Er holt das Buch zurück und übergibt es feierlich dem Robenträger vor ihm. Der Mann reibt seinen Daumen in der Asche, die sich auf dem Einband des Buches angesammelt hat, und malt mit ihr über die verbrannte Haut auf der Stirn des nackten Mannes ein Zeichen.

Der nackte Mann beugt sein Haupt und flüstert: "War das gut so, Papa?" Der Robenträger nickt geduldig.

Dann schaut der Mann den kaputten Thron mit kindlichen Augen an und sagt: "Hast du das gesehen, Mama?"</DefaultText>
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      <ID>102</ID>
      <DefaultText>Du siehst diesen Mann, der sich in einem tiefen Gespräch mit einem Elf befindet. Der Elf scheint eine Art Aufseher zu sein und diskutiert mit dem Mann darüber, wie viel er sich als Tageslohn verdient hat. Der Mann sieht verwirrt aus und sagt dem Elf, er wäre sich sicher, dass er viel mehr als das verdient hat, was er bekommen hat. Der Elf lächelt herablassend und beginnt ihm abermals zu erklären, warum er nicht so viel bekommt, wie er gedacht hatte. Er spricht schnell und gibt scheinbar zufällige Zahlen von sich, wobei sich seine Hände mit ausladenden, wischenden Gebärden bewegen.

Während der Elf spricht, wird der Mann immer verwirrter. Endlich bringt der Elf seine Ausführungen zu Ende und händigt dem Mann sein Geld aus. Eine Stimme unterbricht den Vorgang und sagt dem Elf, er solle die Zahlen doch noch einmal überdenken. Sie drehen sich zum Ursprung der Stimme um und sehen einen älteren, wütend aussehenden Mann, der sie beobachtet. Der alte Mann nähert sich ihnen mit gezogenem Schwert. Mit unbeugsamer Stimme trägt er dem Elf auf, den Lohn des Mannes neu zu berechnen und ihm dieses Mal alles auszuzahlen, das ihm zusteht. Der Elf möchte schon protestieren, als der Mann mit seinem Schwert nach oben schnippt und ihm seinen Münzbeutel vom Gürtel schneidet, der mit gedämpftem Klingeln zu Boden fällt. Der ältere Mann sagt dem jüngeren, er solle den Münzbeutel aufheben, denn dessen Inhalt käme dem, was ihm geschuldet werde, schon näher. Während er spricht, nimmt er seine Augen keine Sekunden vom Elf, dass er sich unterstehen möge, weiter aufzubegehren.

Nachdem der jüngere Mann die Münzen an sich genommen hat, wendet sich der ältere Mann wieder an den Elf. "So etwas wirst du mit den Leuten nie wieder versuchen", sagt er ihm, und schnippt das Schwert wieder nach oben. Dieses Mal zerschneidet es das Hemd des Elfen von der Schulter bis zur Hüfte, wobei es eine dünne rote Linie über seine Haut zieht. Der Elf schreit auf, springt zurück und greift dann zum Dolch an seiner Seite. Der ältere Mann schlägt mit der flachen Seite des Schwerts auf sein Handgelenk und bringt es dann kopfschüttelnd unter sein Kinn. Der Elf überlegt es sich anders und stürzt davon.

Der ältere Mann wendet sich dann dem jüngeren zu und sagt: "Ich glaube, wir müssen uns unterhalten."</DefaultText>
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      <ID>103</ID>
      <DefaultText>Du siehst diesen Mann auf blutbesudelter Erde stehen. Schweiß läuft ihm die Stirn hinunter und tropft auf seine Wangen, wo er sich mit dem Staub, dem Schmutz und dem verkrusteten Blut um seinen Mund herum vermischt. Sein Atem verlässt ihn explosionsartig in tiefem, bewusstem Rhythmus, der auf die Geräusche der jubelnden Menge auf den Rängen um ihn herum abgestimmt ist.

Er tritt seinem letzten Gegner entgegen und lässt das massive Breitschwert in seinen Händen mit einem dumpfen Geräusch auf den Boden fallen. Als er seine Umgebung betrachtet und seinen Gegner einschätzt, kneift er seine Augen immer mehr zusammen. Der Kämpfer wird innerhalb von Sekunden angesprochen, beurteilt und verworfen. Seine Lippen ziehen sich zurück und geben den Blick auf unerhört scharfe Zähne frei, zwischen denen noch Blut und Fleisch des letzten Gegners hängen. Er spuckt aus und nimmt damit verachtungsvoll die Gegenwart des Kriegers zur Kenntnis, der sich ihm nun langsam nähert, dann grinst er wieder und bedeutet ihm, er möge sich doch beeilen.

Die Menge jubelt immer lauter und schneller, wodurch sie einen hypnotischen Rhythmus erzeugt, der seine fieberhafte Atmung immer mehr beschleunigt. Sein Gegner stürzt auf ihn zu, wobei er seinen Streitkolben in einem seitlichen Bogen direkt auf ihn zuschwingt. Er tut nichts, um dem Schlag auszuweichen, vielmehr dreht er sich einfach ab und stählt sich für ihn. Der Streitkolben landet mächtig mitten auf seiner linken Schulter, und er schreit auf - aber nicht aus Schmerz, sondern aus unverfälschter Euphorie. Er dreht sich um, ergreift das Handgelenk des Kriegers und reißt es nach außen, auf sich zu. Mit einem nassen, reißenden Geräusch reißt er seinem Gegner die Schulter aus dem Gelenk. Als dem Krieger ein Schreckensschrei über die Lippen kommt, lacht der Mann - fast hört es sich wie ein Bellen an. Er nimmt den Ellbogen des ausgekugelten Arms, dessen Hand er immer noch mit seiner anderen Hand hält, und zieht ihn auf sich zu, was den ganzen Arm rückwärts gegen das Gelenk klappt. Ein schallendes Knacken hallt durch die Arena, und das Wehklagen wird von einem Schrei unermesslichen Schmerzes ersetzt.

Er lässt den nun nutzlosen Arm fallen und packt seinen Gegner nahe des Halses an den Schultern. Dann drückt er fest, um die Oberseite des ausgekugelten Arms zu bearbeiten. Der Jubel der Menge hat sich mittlerweile in ein fieberhaftes Getöse verwandelt, als immer und immer wieder dasselbe Wort skandiert wird: "Reißen! Reißen!" Der Mann lächelt ein letztes Mal, bevor er wieder die Zähne fletscht und der Menge gibt, für was sie gekommen ist. Sein Kopf schießt nach vorne, vergräbt seine Zähne in den Hals des Gegners und spürt, wie ihm dessen Blut über die Lippen in den Mund strömt. Das ist, für was er geschaffen wurde. Das ist, was er ist.</DefaultText>
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      <ID>104</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen Zwerg mit mattem, von Regen und Schmutz geglättetem Bart. Seine Zähne sind im Wind zusammengebissen, sein Mantel fest um sich gezogen. Er läuft mit einundzwanzig anderen in Formation. Alle tragen das gleiche Symbol - eine Söldnertruppe. Alle sind durchtränkt von Matsch und Dreck, haben eingefallene Gesichter und herabhängende Schultern. Sie sprechen nicht, während sie laufen, und sammeln sich in einem uneinheitlichen Kreis. Ihr Anführer, ein dienstfertig aussehender Orlaner, gestikuliert und führt sie durch die durchnässten Straßen auf ein heruntergekommenes Gebäude zu. Die Decke ist teilweise eingestürzt, und etwas an der zu perfekten Tür veranlasst die Gruppe, anzuhalten. Der Orlaner bellt sie aufgeregt an. Die Söldner bilden einen engen Kreis. Etwas stimmt hier nicht. Dann - Hufe, Schüsse. Sie wurden verraten.

Der Kampf ist schnell und effizient. Söldnerblut befleckt die Pflastersteine, während die Soldaten sich um die Verbliebenen formieren. Ein Pferd tritt plötzlich aus und trifft den Zwerg seitlich am Kopf. Er geht sofort zu Boden und Blut schießt aus seinem Ohr. Die Soldaten hinterlassen ein Chaos und scheren sich nicht um ihn. Ihre Befehle wurden ausgeführt.

Die Nacht bricht heran und die Leichen versteifen. Der Regen hat die Straße gereinigt, als der Zwerg stöhnend ein Auge öffnet. Er kommt torkelnd auf die Beine und greift sich mit der Hand an den Kopf. Er lässt seinen Mantel auf dem Boden liegen, wobei die Insignien darauf den Himmel grüßen. Er geht langsam davon.</DefaultText>
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      <ID>105</ID>
      <DefaultText>Du erblickst eine Menschenmenge, die sich vor Lachen krümmt, als eine schelmisch-dreinblickende Frau die Geschichte ihres letzten Abenteuers zum Besten gibt, die einen ungewöhnlich gehemmten Troll beinhaltet. Sie hat sie genau an dem Punkt, an dem sie sie haben wollte, als sie die Pointe von sich gibt, was jedem, der nicht bereits lächelte, die Lachtränen in die Augen treibt. Sie macht einen Knicks, setzt ein blühendes und schelmisches Grinsen auf und begibt sich zur Theke, dicht gefolgt von einer Legion von Verfolgern, die ihre Zuneigung mit einem Getränk erkaufen möchten. Sie lehnt jeden von ihnen ab, jedoch nicht ohne ein Lächeln. Zufrieden genießt sie ihr Getränk und fängt an, den Anfang ihrer nächsten Vorstellung zu notieren, während sie über ihre eigene Witze lacht.</DefaultText>
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      <ID>106</ID>
      <DefaultText>Du siehst, wie ein Xaurip, der einer kleinen Klinge an den Hals zum Opfer gefallen ist, leicht gurgelnd zu Boden geht. Ein großer Mann in dunkler Rüstung wischt die Klinge an seinem Umhang ab, bevor er sich zum nächsten Wächter aufmacht. Wieder blitzt die Waffe auf und der zweite Xaurip sinkt zu Boden. Dann der nächste, und der nächste. Schließlich wird er von einem Späher entdeckt, der Alarm gibt. Im Laufen steckt sich der Mann das Messer mit einer geschmeidigen Bewegung in seinen Stiefel und zieht zwei Langschwerter, mit denen er den nächsten Xaurip enthauptet. Bis auf das schnittige Pfeifen seiner Klingen, wie sie durch Monster um Monster fahren, ist sein Angriff absolut lautlos. Dann aber bleibt eines der Schwerter im Schädel eines besonders robusten Xaurip stecken. Da er es nicht mehr frei bekommt, wirft er sein anderes Schwert weg und greift zu seinem Zauberbuch. Seine Hand verschießt einen Flammenkegel, der die Haut dreier Xaurips in seiner Nähe zum Kochen bringt und die restlichen in die Flucht schlägt.

Als eine Xaurip-Hohepriesterin in der Nähe zum Angriff übergeht, erbebt die Erde und Felsdornen durchdringen den Boden. Aber es ist zu spät: Der Mann, das Ziel des Zaubers, bewegt sich unnatürlich schnell durch die Gegend und greift die verbleibenden Xaurips mit Schwert und Zaubern an. Während er einen enormen Feuerball beschwört, brennt ihm der Schweiß in den Augen, und dann schickt er ihn durch die Luft auf die Hohepriesterin und ihre verbliebenen Anhänger los. Außer verkohlten Leichen bleibt von ihnen nichts mehr übrig.

Außer Atem geht er auf die Knie, um ihn herum sind fast achtzig Xaurip gefallen. Als er gerade aufstehen will, beginnt der Boden abermals zu beben. Zweimal. Dreimal. Schwere Schritte - und dann, als er hinter einen Felsdorn in Deckung springt, versengt ihm ein Feuerstrahl den Umhang. Der Drache hat ihn bemerkt.</DefaultText>
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      <ID>107</ID>
      <DefaultText>Du spürst eine seltsame Kluft in der Seele dieser Frau, eine unnatürliche Grenze zwischen zwei gegensätzlichen Willen.

Du siehst die Frau am Straßenrand stehenbleiben, und dem Kutscher eines angehaltenen Wagens etwas überreichen. Diese Kräuter sollten die Erkrankung seiner Gesellschaft heilen können, sagt sie ihm. Er könne mehr davon entlang der Straße finden, leicht zu erkennen an ihren gezackten Blättern, aber er solle die mit den grünen Beeren meiden, denn das sei eine andere Art. Und giftig noch dazu. Er dankt ihr und bietet ihr Münzen an, aber sie winkt ab und erklärt, dass sie nur das tut, was ihr Orden von ihr verlangt. Er nickt, worauf sie auf der Straße weitergeht, während er die Kräuter hungrig zu verschlingen beginnt.

Du siehst die Frau jetzt am Straßenrand nach etwas suchen, der Wagen kommt gerade erst die Straße hoch, und dir wird klar, dass du in ihrer Erinnerung zurückgesprungen bist, Sie konzentriert sich auf eine Pflanze mit gezackten Blättern und grünen Beeren, von denen sie einige Handvoll eine nach der anderen pflückt, und sie auf den Boden wirft. Ohne nach unten zu sehen, stupst sie sie mit ihrem Stiefel von der Straße, als wollte sie sie vor ihrem eigenen Blick verbergen, und geht mit großen Schritten und ausgestreckten Händen auf den Wagen zu.</DefaultText>
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      <ID>108</ID>
      <DefaultText>Du siehst eine große Menschenmenge, die sich im Gemeinschaftsraum einer großen Schänke versammelt hat. Dieser Mann steht in ihrer Mitte und ist in ein Gespräch mit jemandem vertieft. Lächelnd und gesellige Gespräche führend bewegt er sich von einer Person zur anderen. Er ist sogar in der Lage, sich aus einem Gespräch zurückzuziehen und an einem anderen teilzunehmen, ohne dabei außer Tritt zu kommen.

Er küsst die Hand einer gutgekleideten Frau, wirft ihr einen flüchtigen Blick zu und wirbelt sie dann zurück in die Arme ihres Begleiters. Er geht zu einer anderen Gruppe, klopft jemandem auf den Rücken, während er über einen Witz lacht, und dann ist er wieder verschwunden. Er gleitet zwischen den Leuten hindurch, umarmt jemanden, schüttelt Hände - er ist pausenlos unterwegs. Schließlich aber scheint er seine Grenzen erreicht zu haben und entschuldigt sich zur großen Betroffenheit aller Anwesenden von der Versammlung.

Lächelnd und winkend verabschiedet er sich, und verbeugt sich leicht mit einer schwungvollen Handbewegung, als er die Tür schließt. Kaum ist er aus der Schänke und um eine Ecke gegangen, da zieht er mehrere Objekte aus einer verborgenen Jackentasche. Jeden dieser Gegenstände betrachtet er abwechselnd - eine Halskette, eine Brosche, ein paar Münzbeutel und ein kleines Juwel. Lächelnd lässt er die Münzen auf seine Handfläche klimpern und zählt sie schnell durch, während er immer noch ziellos durch die Straßen läuft. Er geht an einem Bettler vorbei, der ihm eine Schale entgegenstreckt und um eine milde Gabe bittet. Der Mann bleibt stehen, lächelt den Bettler an und lässt sämtliche Münzen in dessen Schale fallen. Dann zieht er fröhlich pfeifend von dannen.</DefaultText>
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      <ID>109</ID>
      <DefaultText>Du siehst ein Mädchen, von dessen Handgelenk eine schwere Kette zur Wand führt, das eine Küchenfliese mit absichtlicher Langsamkeit schrubbt. Die Verfärbungen sind dunkel und hartnäckig, sie aber schrubbt und schrubbt stundenlang. Wie die Zeit vergeht, bemerkt sie nicht, und auch den aufsteigenden Mond grüßt sie nicht. Während sie schrubbt, ist ihr Gesicht regungslos und nüchtern.

Als sie fertig ist, erstrahlt die Küche im neuen Glanz, bereit für einen neuen Tag - sie aber ist noch nicht fertig. Zitternd nähert sie sich dem Körper in der Ecke. Das Weiß in ihren Augen wird noch größer, als ihre Finger den Weg in eine Tasche finden, nach Freiheit lechzen, und sie in Form eines Schlüssels finden.

Das Blut auf ihrer Bluse bemerkt sie ebenso wenig wie das Starren der Städter, als sie auf die weit entfernte Küste und die Docks zurennt.</DefaultText>
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      <ID>110</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen dunklen, unheimlichen Raum, mit schwerem Weihrauch verhangen. Zwei Gestalten stehen in der Mitte des Raums und führen mit langsamen, bedächtigen Bewegungen ein Ritual aus. Dieser Mann folgt den Bewegungen eines älteren Mannes. Offensichtlich lehrt der Ältere den Jüngeren, wie das Ritual auszuführen ist. Er sagt Schritte an, korrigiert Fehler und tadelt den Jüngeren, wenn er einen Fuß falsch setzt. Als du die Bewegungen des jüngeren Mannes beobachtest, hast du den Eindruck, als würde er absichtlich Fehler begehen - was er damit aber zu bezwecken hofft, das ist dir schleierhaft. Je weiter das Ritual voranschreitet, desto mehr ärgert der Meister sich über den jungen Mann. Er schreitet zu ihm hinüber, lehnt sich zu ihm und beginnt, ihn von Angesicht zu Angesicht zu tadeln.

Darauf hatte der junge Mann die ganze Zeit gewartet.

Sein Meister ist abgelenkt, was er gnadenlos ausnutzt. Er lässt sein Rauchfass fallen und fixiert den älteren Mann mit seinen Blicken, vollständig auf sein Ziel konzentriert. Ein Energiehauch springt von jüngeren Augen auf die älteren über und der Meister erhebt sich, seine Augen nun milchig-weiß, und wankt unsicher auf seinen Beinen. Der junge Mann nimmt seinen Blick nicht von dem älteren, während er ihn langsam umkreist. Er wirkt enttäuscht. Er bleibt stehen, Zeh an Zeh, und blickt voll Abscheu in die leeren Augen. "Ist das alles?", flüstert er, während er seinen Meister wie eine angriffsbereite Schlange anstarrt. "Wie konnte ich je glauben, dass du mir etwas zu bieten hättest?" Er blinzelt und wendet seinen Kopf zur Seite. Er macht auf dem Absatz kehrt und schreitet entschlossen aus dem Raum. Ein heller blauer Nebel strömt aus den Augen und dem Mund des Meisters und umschlingt seinen Körper mit dünnen Ranken. Er umschließt seine Arme, gleitet hinab zu seinem Bauch, über seine Beine. Immer schneller umkreist der Nebel den Leib des Meisters, immer heller erleuchtet er den Raum. Schneller und schneller wird der Nebel, bis er nicht länger wie Nebel aussieht, sondern wie ein glänzender Kokon, der den Körper des alten Mannes umgibt. Ein leises Summen erklingt aus dem Nebel und wird von Sekunde zu Sekunde lauter und stärker. Der junge Mann hält an der Türschwelle inne und blickt mit nur mäßigem Interesse zurück auf den alten Mann. Mit einem lauten Zischen entzündet sich die Luft um den Meister und setzt ihn in Brand. Der Geruch seines eigenen brennenden Fleisches weckt ihn aus seiner Lähmung und ein Schrei entweicht seinen Lungen. Der junge Mann wendet sich ungerührt wieder ab und geht davon. Der Todesschrei seines Meisters bleibt ungehört.</DefaultText>
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      <ID>111</ID>
      <DefaultText>Du siehst eine aufgerollte, verletzte Hand, die mit einem gebogenen Nagel auf dem Boden fixiert ist. Der Boden wird von Blut bedeckt, das auch von der Einrichtung und den Wänden tropft. Dieser Mann kauert über einem Körper, von dem er nun aufschaut, um sich das Blutbad anzusehen, das er der Familie angetan hat, in deren Haus er sich jetzt versteckt hält.

Insgesamt liegen vier Körper mit verbundenen Augen auf dem Boden - eine Frau, zwei junge Männer und ein Mädchen. Ihre Beine sind gefesselt, und beide Hände wurden mit Nägeln am Boden befestigt. Er hat die Augenbinde der Frau hochgeschoben und macht sich gerade an ihren Augen zu schaffen. Er zieht eine kleine Klinge zurück und bedeckt ihre Augen wieder, wobei er die Augenbinde sanft tätschelt. Er steht auf und sieht sich um, scheinbar zufrieden mit seinem Teufelswerk. Als sich jemand der Zimmertür nähert, wird seine Atmung plötzlich schneller. Er springt auf der Stelle, als ihn die Begeisterung fast übermannt, dann eilt er zurück in den Raum und versteckt sich im Schatten. Aus seinem Blickwinkel sind alle Körper perfekt auf die Tür ausgerichtet, und begrüßen den Mann des Hauses mit ausgebreiteten Armen, als wollten sie ihn umarmen.

Als er langsam einen weiteren Nagel aus dem Gürtel zieht, öffnet sich die Tür und seine Zungenspitze spielt in freudiger Erwartung seine Zähne entlang.</DefaultText>
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      <ID>112</ID>
      <DefaultText>Du siehst ein bescheiden eingerichtetes Haus, das vom Feuer der Kochstelle am anderen Ende erwärmt wird. Dieser Mann sitzt mit einem großen Buch und einem kleinen Knaben auf seinem Schoß auf einem Stuhl mit hoher Rückenlehne. Er lächelt und stellt dem Kind Fragen zu verschiedenen Teilen der Bilder im Buch, auf die er mit den Fingern deutet. Als eine Frau hereinkommt, um etwas in dem Topf über dem Feuer umzurühren, schaut er auf. Sie gibt einige Karotten hinzu und rührt sie ein. Dann steht sie auf und wendet sich dem Mann zu. Sie sagt etwas zu ihm und beugt sich gerade nach vorne, um ihn zu küssen, als jemand an die Tür klopft.

Der Mann will aufstehen, aber die Frau bedeutet ihm, sitzen zu bleiben. Sie geht zur Tür und schaut durch das Fenster. Draußen ist es schon zu dunkel, um noch etwas erkennen zu können. Sie entriegelt die Tür und öffnet sie einem großen, schlaksigen Mann mit einem merkwürdigen Lächeln im Gesicht.

Man hört ein nasses, reißendes Geräusch und die Frau stöhnt schwach, als sie zusammenbricht und dann in einer schnell größer werden Blutpfütze am Boden liegt. Der Mann auf dem Stuhl springt auf, schnappt sich seinen Sohn und stellt sich schützend vor ihn. Der Mann in der Tür steigt über den Körper am Boden und betritt das Haus. "Galark hat geschworen, du würdest seinen Schmerz spüren", sagt der Mann im Plauderton, als hinter ihm vier weitere Männer das Haus betreten. "Anscheinend ist deine Miete jetzt fällig."</DefaultText>
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      <ID>113</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen einzelnen Mann, der auf einem Feld steht. Er sieht sich um und begutachtet die Feldfrüchte. Hier und da beugt er sich nach vorne, um ein Blatt aus der Nähe zu betrachten. Er weiß, was er tut, und er ist vollkommen auf seine Arbeit konzentriert. Dieser Mann nähert sich ihm von hinten. Er bewegt sich langsam, tut aber sonst nichts, um sich zu verbergen. In seiner Hand hält er ein großes Schwert. Im Gebaren des Mannes kann man keine Arglist oder Feindschaft ausmachen, vielmehr scheint er zufrieden zu sein.

Der erste Mann hört ihn kommen und steht auf, wobei er sich von der Pflanze abwendet, die er untersuchte. Er beginnt zu lächeln und breitet seine Arme aus, um den herannahenden Mann willkommen zu heißen. Als ihm der zweite Mann aber das Schwert so durch den Magen rammt, dass es im Rücken herauskommt, gefriert sein Grinsen zu einer Grimasse. Als seine Arme langsam zur Seite fallen, beginnt Blut vom Schwert auf die Pflanzen unter den beiden Männern zu tropfen.

Als der erste Mann auf die Knie sinkt und der zweite das Schwert herauszieht, rollt seinem immer noch lächelnden Gesicht eine Träne langsam die Wange hinunter.</DefaultText>
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      <ID>114</ID>
      <DefaultText>Bevor du noch den Mann siehst, in all seiner Kälte und Wildheit, fallen dir ein Dickicht aus verfilztem, weißen Haar und ein strahlender Frostfeuerstab auf. Während er Zauber um Zauber in die konfuse Horde Dörfler donnert, die schreiend auf ihn zu gerannt kommt, kaut er langsam und gemächlich an einem verschrumpelten Apfel. Als er nach vorne schlendert und dabei Pfeile wie Flüche ignoriert, schlagen kalte Flammen aus seiner Nase, und aus seinem Mund schießen seitlich Apfelkerne hinaus. Eine wohlüberlegte Drehung mit seinem Stab, und eine Energiekugel gleitet durch die Körper zweier Angreifer.

Ein Brüllen bläht seinen Hals auf, als er sich in ihre Mitte wirft und mit seinem Stab in ihre Essenzen dringt. Flehend reckt sich eine Hand zu ihm empor und fällt wieder schnell zu Boden, ohne berücksichtigt zu werden.

Stille greift um sich, als der zerlumpte Mann seine Beute holt: einen Korb frischer Birnen. Er isst sie mit einem Summen auf den Lippen.</DefaultText>
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      <ID>115</ID>
      <DefaultText>Du siehst eine große Gestalt, die den Teppich mit nervösen Gesten auf- und abschreitet. Die Kampfgeräusche werden immer lauter, schlängeln sich durch Höhlen und Korridore, vorbei an Türen und Soldaten, während der Magier noch immer schreitet. Nachdem er seine Tür geöffnet hat, läuft er durch die instandgesetzte Höhle, nimmt sich Schriftrollen aus den Regalen und verlangt Tränke von seinen erschrockenen Bediensteten. Er tritt einen umgefallenen Stuhl beiseite und kehrt zurück in seinen Raum, wo er weiterschreitet und sich vorbereitet. Während der Feind immer näher heranrückt, beginnt er, seine Magie heraufzubeschwören, Spruch um Spruch, Verteidigungen, zusätzliche Kraft, Fallen. In dem Moment, als seine Haut sich zu Metall erhärtet, stürzen sie mit fliegenden Schwertern und surrenden Pfeilen herein. "Letzte Chance, die Sache zu überdenken", sagt er. Als Antwort pfeift ein Pfeil an seinem Kopf vorbei. Er seufzt und er spitzt seine Lippen in Anstrengung, als er seinen Angriff beginnt.

Es sind sechs von ihnen, doch bald sind es vier, drei, und nur noch einer. Für den letzten verwendet er einen Dolch, um sicherzugehen, und wirft ihn dem Orlaner direkt in die Schläfe. Der Mann fällt. Niemand steht wieder auf.

Der Magier brüllt in den Korridor, doch es herrscht lediglich Stille. Frustriert beginnt er als letzter Überlebender, die Leichen zu entsorgen.</DefaultText>
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      <ID>116</ID>
      <DefaultText>Du siehst einen Mann, der seine Arme verschränkt und sein Kinn vorstreckt. Auf seinem Gesicht treffen sich das Mondlicht und der Schein der Fackel. "Schwachsinn."

Der vor ihm stehende Elf hat einen panischen Gesichtsausdruck. "Bist du wahnsinnig? Ich habe ihn gesehen!"

"Ah-ha!" ruft der erste Mann und reckt triumphierend einen Finger empor. "Gerade eben hast du noch gesagt, dass du ihn nur gehört hättest."

Der Elf blinzelt. "Was im Namen von Galawains Biestern hat das denn damit zu tun?"

"Du hast gesagt, dass du ihn nur gehört hättest, und jetzt behauptest du, dass er ein Monster mit blutgetränktem Fell und noch dazu so groß wie zwei Aumaua sei." Der Mann geht einen Schritt näher auf den Elf zu. "Und jetzt, Dora, jetzt nenne ich dich einen Lügner."

Es sprudelt förmlich aus Doran heraus. "Visceris, bei den Göttern, wer kümmert sich darum, wie er aussieht? Er ist ein tollwütiger Wolf. Du hast ja gesehen, was er den Schafen angetan hat-" Der Elf wirft beide Hände in die Höhe und schüttelt seinen Kopf. "Wenn du die ganze Nacht hier draußen bleiben willst, um das Ding selbst zu sehen, dann bitte. Ich aber verschwinde von hier."

"Also schön."

"In Ordnung."

"Gut."

Der Elf stürmt davon und wirft einen letzten Blick über seine Schulter, bevor er einen Hügel hinabsteigt. Mit einem Schwert in der einen Hand und einer Fackel in der anderen bricht der Mann in die entgegengesetzte Richtung auf. Innerhalb weniger Minuten erreicht er eine aufgebrochene Koppel, in der ein Dutzend Schafe mit zerfetzten Kehlen ausgeweidet auf dem Boden liegen. Das ist nicht das Werk eines gewöhnlichen Jägers.

Etwas läuft geräuschvoll durchs trockene Gras.

Visceris wirbelt herum, sieht aber nichts. Er hebt seine Fackel noch ein Stück höher.

Dieses Mal knistert es hinter ihm, aus der Nähe der Koppel. Abermals dreht er sich um, und dieses Mal sieht er einen Wolf. Er ist nicht annähernd so groß, wie Doran geschworen hatte. Gut, sein Fell ist um den Hals und die Pfoten herum rot verfilzt, aber die restliche Beschreibung des Elfs war offensichtlich völlig übertrieben. Typisch.

Visceris erfüllt dies mit einem gewissen Maß an Zufriedenheit, selbst als sich der Wolf mit schäumendem Maul und verdrehten Augen auf ihn stürzt.</DefaultText>
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